Bleibt Schnee Bei 1 Grad Liegen
Bleibt Schnee bei 1 Grad liegen? Das ist die Gretchenfrage des Winters, oder? Ich habe da eine… sagen wir mal, *unpopuläre* Meinung.
Die Gradzahl als Feind des Schneevergnügens
Also, offiziell? Sagen die Wissenschaftler und Wetterfrösche irgendwas von "hängt von der Luftfeuchtigkeit ab" und "Bodenbeschaffenheit spielt auch eine Rolle"? Ja, sicher. Aber wir reden hier von der Realität, vom echten Leben! Und im echten Leben ist 1 Grad Celsius der Anfang vom Ende.
Klar, ich weiß, was ihr jetzt denkt: "Aber ich habe schon Schnee bei 2 Grad liegen sehen!" Stimmt. Hast du. Und ich hab' auch schon geglaubt, ich hätte ein Einhorn gesehen. Beides ist höchstwahrscheinlich eine optische Täuschung. Oder ein sehr, sehr langsamer Schmelzprozess.
Der Trugschluss der Schneedecke
Es ist nämlich so: Schnee, der bei 1 Grad liegt, ist ein Lügner. Ein Betrüger! Er sieht vielleicht noch schön weiß aus, aber er ist innerlich schon am Zerfließen. Er gibt vor, Winterlandschaft zu sein, aber er träumt insgeheim von Frühling und Gänseblümchen.
Und dann kommt noch der Faktor "Sonne". Diese heimtückische Kugel am Himmel! Selbst wenn es nur *ein bisschen* scheint, wird der Schnee sofort weich und matschig. Er wird zu dem, was Kinder liebevoll "Schlitschuh-Eis" nennen. Was Eltern liebevoll "Bruchgefahr für Omas Hüfte" nennen.
Merke: 1 Grad + Sonne = Garantie für nasse Füße und schlechte Laune!
Die Leiden des Schneemannbauers
Denkt doch mal an die Schneemänner! Bei Minusgraden: Perfekte Rollen, fester Bauch, Karottennase hält bombenfest. Bei 1 Grad? Der arme Kerl fängt an zu schwitzen, verliert seine Form, die Augen kullern runter und die Möhre hängt traurig am seidenen Faden. Er sieht aus, als hätte er sein Leben bereut.
Und was ist mit der Schneeballschlacht? Herrlich, wenn die Schneebälle richtig schön fest und kalt sind! Bei 1 Grad kriegst du nur noch Matsch ins Gesicht. Und Matsch ins Gesicht ist ungefähr so lustig wie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Also, gar nicht.
Meine ketzerische Behauptung
Deshalb sage ich: Schnee, der bei 1 Grad liegt, *existiert nicht wirklich*. Er ist im Übergang. Er ist ein Phantom. Er ist eine temporäre Erscheinung, die uns nur vorgaukelt, dass der Winter noch nicht vorbei ist. Er ist eine Falle!
Gebt mir Minusgrade! Gebt mir klirrende Kälte! Gebt mir Schnee, der knirscht, wenn man drauf tritt! Das ist Schnee, dem man vertrauen kann. Schnee, der hält, was er verspricht. Schnee, der Schneemann-tauglich ist.
Versteht mich nicht falsch, ich liebe Schnee! Aber ich mag *echten* Schnee. Schnee, der seine Daseinsberechtigung hat. Schnee, der nicht schon beim bloßen Gedanken an Sonnenschein in sich zusammenfällt.
Vielleicht bin ich ja auch nur ein Winter-Purist. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll. Aber ich stehe zu meiner Meinung: 1 Grad ist die Todeszone für echten Schnee. Es ist die Vorhölle des Tauwetters. Es ist… einfach nur traurig.
Also, was meint ihr? Stimmt ihr mir zu? Oder bin ich der einzige Mensch auf der Welt, der so denkt?
Egal. Ich gehe jetzt rein und mache mir einen heißen Kakao. Vielleicht hilft das ja, die Enttäuschung über den unechten Schnee zu überwinden. Und vielleicht, ganz vielleicht, schneit es ja morgen *richtig*.
Ein Nachwort für Optimisten
Und für alle Optimisten da draußen: Ja, es gibt Ausnahmen. Mikroklimata. Schneekanonen. Und der unerschütterliche Glaube an den Winter. Aber grundsätzlich bleibe ich dabei: 1 Grad und Schnee sind keine Freunde.
