Bobo The Clown Experiment
Stell dir vor, du bist ein kleines Kind. Keine Sorgen, keine Rechnungen, nur die epische Aufgabe, herauszufinden, wie die Welt funktioniert. Und was ist das Beste, um das zu tun? Beobachten! Nachahmen! Experimentieren (manchmal mit unerwünschten Ergebnissen für Mama und Papas Lieblingsvase). Jetzt stell dir vor, du beobachtest Erwachsene, die sich wie absolute Knallköpfe benehmen… gegen eine Puppe. Klingt verrückt? War es irgendwie auch.
Bobo, der Sündenbock
Da war mal ein Clown namens Bobo. Nein, nicht der aus der Kindersendung, sondern ein ziemlich unscheinbarer, aufblasbarer Clown. Bobo wusste nicht, dass er kurz davorstand, in die Annalen der Psychologie einzugehen. Armer Bobo. Er war das Zentrum eines Experiments, das später als das Bobo-Doll-Experiment bekannt werden sollte. Und das Ganze war irgendwie… chaotisch.
Im Wesentlichen ging es darum, Kindern Filme von Erwachsenen zu zeigen, die Bobo verprügelten. Ja, du hast richtig gelesen. Die Erwachsenen schlugen, traten, hämmerten und warfen mit Dingen nach Bobo. Ich meine, wer tut denn sowas? (Außer vielleicht, wenn man gerade einen wirklich schlechten Tag hat und eine aufblasbare Clownspuppe die einzige greifbare Option ist, um seinen Frust abzulassen. Aber das ist eine andere Geschichte.)
Das wirklich Faszinierende (oder vielleicht auch Besorgniserregende) ist, was danach passierte. Die Kinder wurden dann in einen Raum gebracht, der voller Spielzeug war, darunter… Überraschung!… Bobo selbst. Und was machten die Kinder? Du hast es erraten. Sie imitierten das Verhalten, das sie in den Filmen gesehen hatten. Sie schlugen, traten und hämmerten auf Bobo ein. Manche Kinder wurden sogar noch kreativer und entwickelten neue Arten von Aggression gegen den armen, wehrlosen Clown.
Es ist, als ob die Kinder gesagt hätten: "Hey, wenn die Erwachsenen das dürfen, dann dürfen wir das auch!" Oder vielleicht war es eher ein: "Boah, das sieht lustig aus! Ich will auch!" Wie auch immer, die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig: Kinder lernen durch Beobachtung. Wer hätte das gedacht?
Die Lektionen, die wir gelernt haben (und die, die wir vielleicht ignorieren)
Das Bobo-Doll-Experiment zeigte, dass Kinder nicht nur lernen, *was* sie tun sollen, sondern auch *wie* sie es tun sollen. Sie lernen die Art und Weise, wie sich Erwachsene verhalten, und ahmen diese nach. Es ist, als ob sie kleine, unbewusste Spiegelbilder der Welt um sie herum wären. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal im Stau ausflippt und lautstark über den Fahrer vor euch schimpft. Euer kleiner Beifahrer saugt das alles auf wie ein Schwamm.
Denkt auch daran: Kinder sind nicht dumm. Sie können sehr wohl zwischen einer aufblasbaren Puppe und einem echten Menschen unterscheiden. Das Experiment zeigt nicht, dass Kinder plötzlich losziehen und jeden verprügeln, den sie sehen. Es zeigt, dass sie ein höheres Risiko haben, aggressives Verhalten zu zeigen, wenn sie es beobachten.
"Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst." – Mahatma Gandhi (oder vielleicht auch nur dein guter Freund, der immer versucht, dich zu positiven Dingen zu inspirieren).
Diese Erkenntnis hat zu vielen Veränderungen in der Art und Weise geführt, wie wir mit Kindern interagieren. Von der Art und Weise, wie Eltern ihre Kinder erziehen, bis hin zu den Inhalten, die in den Medien gezeigt werden, wurde versucht, sicherzustellen, dass Kinder positiven Vorbildern ausgesetzt sind.
Aber lasst uns ehrlich sein: Die Welt ist nicht immer ein rosaroter Zuckerwatten-Ort. Es gibt Gewalt im Fernsehen, in Videospielen und sogar im wirklichen Leben. Die Herausforderung besteht darin, Kindern beizubringen, mit diesen Einflüssen umzugehen und ihre eigenen Entscheidungen darüber zu treffen, wie sie sich verhalten wollen. Es geht darum, ihnen beizubringen, kritisch zu denken, Empathie zu entwickeln und die Konsequenzen ihrer Handlungen zu verstehen.
Also, das nächste Mal, wenn du einen Clown siehst, denke an Bobo. Und denk daran, dass unsere Handlungen Konsequenzen haben, besonders für die kleinen Leute, die uns beobachten. Sei ein gutes Vorbild, verprügle keine aufblasbaren Puppen (es sei denn, du brauchst es wirklich) und hilf mit, eine Welt zu schaffen, in der Freundlichkeit und Mitgefühl die Norm sind.
Und wenn du das nächste Mal einen Wutanfall hast, denk daran, dass du vielleicht gerade jemandem beibringst, wie man einen wirklich guten Wutanfall bekommt. Vielleicht ist es an der Zeit, eine Runde durch den Block zu drehen oder einen tiefen Atemzug zu nehmen, anstatt dich wie ein Erwachsener zu benehmen, der eine aufblasbare Clownspuppe verprügelt.
