Bogen Wieviel Lbs Für Anfänger
Bogenschießen lernen. Klingt nach Robin Hood im Sherwood Forest oder Katniss Everdeen in den Hunger Games, oder? Aber was, wenn ich dir sage, dass es gar nicht so kompliziert ist, wie es aussieht – und dass das wichtigste am Anfang nicht deine Zielgenauigkeit, sondern die richtige Zugkraft deines Bogens ist?
Die Frage aller Fragen für angehende Bogenschützen lautet: Wieviel Lbs? (Pfund). Klar, du willst am liebsten gleich mit einem Bogen wie Legolas die Orks wegpusten, aber da bremst dich die Physik leider aus. Stell dir vor, du versuchst, ein Marmeladenglas zu öffnen, das so fest zugeschraubt ist, dass du fast deinen Arm auskugelst. Genau so fühlt sich ein zu starker Bogen an – nur schlimmer. Und statt Marmelade gibt es hier Muskelkater und Frustration.
Also, was tun? Denk an deine Oma. Nein, nicht weil sie ein Ass im Bogenschießen war (vielleicht war sie es ja, wer weiß?), sondern weil sie dir beigebracht hat: Langsam, langsam, Kätzchen fangen. Beim Bogenschießen ist das nicht anders.
Die Magische Zahl (oder eher Zahlenbereich)
Für die meisten Erwachsenen-Anfänger (Männer und Frauen gleichermaßen) liegt der ideale Bereich für die Zugkraft zwischen 15 und 25 Lbs. Ja, das klingt nach wenig. Wahrscheinlich weniger, als du beim Einkaufen hebst, wenn du versuchst, die Wassermelone unauffällig unter den Äpfeln zu verstecken. Aber vergiss nicht: Du ziehst den Bogen nicht einmal hoch, sondern hältst ihn mehrere Sekunden lang gespannt. Und das zigmal hintereinander.
Warum so wenig?
Ganz einfach: Es geht darum, die richtige Technik zu lernen. Ein leichterer Bogen erlaubt es dir, dich auf deine Haltung, deinen Zug und deine Atmung zu konzentrieren, ohne dass deine Muskeln sofort streiken. Du willst ja schließlich den Pfeil ins Ziel bringen, nicht den Bogen gegen die Wand werfen.
Stell dir vor, du lernst Fahrrad fahren. Du würdest ja auch nicht gleich mit einem Mountainbike die Alpen hochbrettern, oder? Du fängst mit einem kleinen Rad auf einer ebenen Fläche an. Genauso ist es beim Bogenschießen. Ein leichter Bogen ist dein Lernfahrrad.
Und noch ein wichtiger Punkt: Verletzungen. Ein zu starker Bogen kann zu Zerrungen, Entzündungen und anderen unangenehmen Dingen führen. Und mal ehrlich, wer will schon mit einem Eisbeutel auf der Couch sitzen, wenn er stattdessen Pfeile fliegen lassen könnte?
Was ist mit Kindern und Jugendlichen?
Für Kinder und Jugendliche gelten natürlich noch geringere Zugkräfte. Hier bewegen wir uns eher im Bereich von 10-15 Lbs, je nach Alter und Körperbau. Es ist wichtig, dass Kinder den Bogen ohne große Anstrengung spannen können. Das Ziel ist, Spaß zu haben und eine positive Erfahrung zu machen, nicht sich zu überanstrengen.
"Ein Kind, das mit einem zu starken Bogen schießt, lernt schlechte Gewohnheiten und verliert schnell die Lust,"
sagt mein imaginärer Bogenschieß-Experte. (Ja, ich habe mir einen ausgedacht. Er heißt übrigens Bogen-Bert.) Und Bogen-Bert hat Recht!
Und wenn es doch zu leicht ist?
Keine Sorge, du wirst nicht für immer mit 20 Lbs schießen müssen. Wenn du deine Technik verfeinert hast und dich stärker fühlst, kannst du langsam aufstocken. Erhöhe die Zugkraft um 2-5 Lbs gleichzeitig und achte darauf, wie sich dein Körper dabei anfühlt. Höre auf deinen Körper! Er ist dein bester Trainer.
Denk daran, dass es nicht darum geht, wer den stärksten Bogen hat. Es geht darum, wer am besten schießt. Und das erreichst du nur mit der richtigen Technik und viel Übung. Also, vergiss die Muskelprotzerei und konzentriere dich auf die Grundlagen.
Also, ab in den Sherwood Forest (oder den nächsten Bogenschießverein) und loslegen! Aber vergiss nicht: Fang klein an, hab Spaß und hör auf Bogen-Bert. Er weiß, was er tut (zumindest in meiner Vorstellung).
Und wer weiß, vielleicht bist du ja schon bald der nächste Robin Hood. Nur vielleicht mit weniger Strumpfhosen.
