Breaking Bad Stream Staffel 1 Folge 1
Okay, lasst uns ehrlich sein. Breaking Bad Staffel 1, Folge 1? Ich habe da so eine... sagen wir mal, spezielle Meinung dazu.
Der Pilot: Ein langsamer Start?
Alle lieben Breaking Bad. "Bestes Drama aller Zeiten!", höre ich ständig. Und ja, es ist gut. Wirklich gut. Aber... Folge 1? Fühlt sich für mich manchmal an wie ein lauwarmes Bad, bevor man ins heiße Thermalbad springt.
Da ist Walter White, unser Chemie-Lehrer. Diagnose: Krebs. Leben: im Eimer. Entscheidung: Meth kochen. Versteht mich nicht falsch, Bryan Cranston ist genial. Aber am Anfang wirkt alles... ein bisschen zögerlich, oder?
Die Unterhose in der Wüste... Meme-Material!
Natürlich, die Szene mit der Unterhose in der Wüste ist ikonisch. Meme-Gold! Aber war sie wirklich so fesselnd, als wir sie das erste Mal gesehen haben? Ich war eher so: "Okay, der Typ ist verzweifelt." Aber so richtig mitfiebern? Eher nicht sofort.
Und dann ist da Jesse Pinkman, gespielt vom fantastischen Aaron Paul. Ein chaotischer Junkie. Seine Interaktion mit Walt in der allerersten Folge ist... nun ja, "awkward" beschreibt es wohl am besten. Es dauert eine Weile, bis die Chemie (haha!) zwischen den beiden wirklich zündet.
Ich weiß, ich weiß. Das ist Ketzerei! Ich soll gefälligst die Brillanz des "Pilot" preisen. Aber ich sage euch: es braucht Zeit, bis Breaking Bad wirklich zur Breaking Bad wird.
Die Charaktere brauchen Zeit zum Wachsen
Wir lernen Skyler White kennen, Walters Frau. Ehrlich gesagt, am Anfang finde ich sie... nun ja, anstrengend. Aber auch das ist vielleicht Absicht. Ihre Entwicklung im Laufe der Serie ist enorm. Aber in Folge 1 sehe ich vor allem eine überforderte Mutter und Ehefrau.
Und Hank Schrader, der coole DEA-Agent und Walters Schwager. Er ist lustig, ja. Aber seine Rolle ist noch nicht so ausgeprägt wie später. Er ist eher der Sidekick mit den dummen Sprüchen.
Die Spannung baut sich langsam auf. Das ist ja auch gut so. Aber wenn ich ehrlich bin, zappe ich manchmal bei der ersten Folge ein bisschen vor, bis es wirklich losgeht.
Vielleicht liegt es daran, dass ich die Serie schon mehrmals gesehen habe. Ich weiß, was kommt. Ich kenne die großen Wendungen und die schockierenden Momente. Vielleicht bin ich deswegen ungeduldig.
Der Suchtfaktor kommt später
Breaking Bad ist wie ein guter Wein. Er muss reifen. Die erste Folge ist wie der erste Schluck eines noch nicht ganz ausgereiften Weins. Er ist okay, aber noch nicht umwerfend.
Der Suchtfaktor kommt erst später, wenn die Charaktere komplexer werden, die Entscheidungen moralisch fragwürdiger und die Situationen immer verzwickter.
Ich will nicht sagen, dass die erste Folge schlecht ist. Sie legt den Grundstein für alles, was danach kommt. Sie führt uns in die Welt von Walter White ein. Aber sie ist eben... ein bisschen unspektakulär im Vergleich zu dem, was noch kommt.
Also, bitte steinigt mich nicht. Ich liebe Breaking Bad! Aber ich finde, die erste Folge ist überbewertet. Gebt der Serie ein paar Folgen Zeit, bevor ihr urteilt. Dann werdet ihr sehen, was ich meine.
Vielleicht bin ich ja auch der Einzige, der das so sieht. Aber ich wollte es einfach mal loswerden.
Was meint ihr? Bin ich total verrückt, oder gibt es da draußen noch jemanden, der die erste Folge von Breaking Bad auch nicht ganz so umwerfend findet?
