Brian Allein In Der Wildnis
Hallo ihr Lieben, Fernweh-Geplagten und Abenteuerlustigen! Setzt euch bequem, denn ich möchte euch heute von einem Erlebnis erzählen, das mich tief berührt und meine Sicht auf die Welt verändert hat: Meine ganz persönliche "Brian Allein In Der Wildnis"-Erfahrung, nur eben... ohne Brian.
Vielleicht kennt ihr die Sendung, in der Überlebenskünstler Brian in die entlegensten Winkel der Erde geschickt wird und dort mit minimaler Ausrüstung ums nackte Überleben kämpft. Ich war schon immer fasziniert davon, aber auch ein bisschen skeptisch. Kann man das wirklich schaffen? Kann man sich wirklich nur auf seine Instinkte und die Natur verlassen?
Um es kurz zu machen: Ich wollte es herausfinden. Natürlich nicht so extrem wie Brian, aber eine kleine, kontrollierte Dosis "Wildnis" musste her. Ich nenne es mal "Die Stadtauszeit mit Überlebens-Touch".
Die Vorbereitung: Wissen ist Macht (und Komfort!)
Bevor ich mich Hals über Kopf in ein Abenteuer stürzte, das mir vielleicht über den Kopf wachsen könnte, habe ich mich intensiv vorbereitet. Ich habe Bücher über essbare Pflanzen und Grundlagen des Feuer Machens verschlungen. Youtube-Tutorials wurden zu meinen besten Freunden, als es darum ging, Knoten zu lernen und primitive Unterkünfte zu bauen.
Wichtig: Ich habe mich bewusst für eine Region entschieden, die ich schon kannte und in der ich mich sicher fühlte: Die malerischen Wälder rund um den Edersee in Hessen. Die Gegend ist wunderschön, relativ unberührt, und bietet dennoch eine gewisse Infrastruktur, falls wirklich etwas schiefgehen sollte.
Meine Ausrüstung war minimalistisch, aber nicht spartanisch. Ich wollte ja lernen und nicht leiden! Ein stabiles Messer, ein Feuerstahl, eine Wasserflasche, ein kleiner Topf, ein Schlafsack, eine Hängematte und natürlich eine detaillierte Wanderkarte waren meine treuen Begleiter. Außerdem hatte ich ein kleines Erste-Hilfe-Set dabei – Sicherheit geht vor, immer!
Tag 1: Ankunft und Lagerbau – Der erste Schritt ins Unbekannte
Als ich an meinem zuvor ausgesuchten Platz ankam, war das Gefühl unbeschreiblich. Eine Mischung aus Aufregung, Nervosität und dem tiefen Wunsch, einfach loszulegen. Der erste Schritt war der Lagerbau. Ich hatte mir vorgenommen, eine einfache Laubhütte zu errichten, um mich vor Wind und Wetter zu schützen.
Das Sammeln von Ästen und Blättern war anstrengender als gedacht, aber die Arbeit hat mich geerdet. Nach einigen Stunden harter Arbeit stand meine primitive Unterkunft, die zwar nicht gerade einem Fünf-Sterne-Hotel entsprach, aber ihren Zweck erfüllte. Ich war stolz wie Bolle!
Danach ging es ans Feuer machen. Ich hatte Feuerstahl und Zunder dabei, aber es war trotzdem eine Herausforderung. Nach unzähligen Versuchen und dem einen oder anderen gefluchten Wort flackerte endlich eine kleine Flamme. Das Gefühl, ein Feuer aus dem Nichts entfacht zu haben, war einfach magisch. Ich kochte mir ein paar Nudeln (zugegeben, nicht ganz "Wildnis-like", aber ich musste ja Energie tanken!) und genoss den Abend am Lagerfeuer. Der Sternenhimmel war atemberaubend.
Tag 2: Nahrungssuche und die Tücken der Natur
Der zweite Tag stand im Zeichen der Nahrungssuche. Ich hatte mich im Vorfeld über essbare Pflanzen informiert und war zuversichtlich, etwas zu finden. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Theorie und die Praxis zwei verschiedene Dinge sind.
Ich fand zwar einige Beeren und Kräuter, aber die Ausbeute war mager. Außerdem war ich mir bei einigen Pflanzen unsicher und wollte kein Risiko eingehen. Also blieb es bei einem mageren Mahl aus Nudeln und ein paar gesammelten Beeren. Hunger ist wirklich der beste Koch, das kann ich euch sagen!
Am Nachmittag unternahm ich eine längere Wanderung, um die Gegend zu erkunden und nach Wasser zu suchen. Ich fand einen kleinen Bach und filterte das Wasser mit einem improvisierten Filter aus Stoff und Holzkohle. Es war zwar nicht das leckerste Wasser, das ich je getrunken habe, aber es war lebensnotwendig.
In der Nacht wurde es ungemütlich. Es regnete in Strömen und meine Laubhütte bot nicht den optimalen Schutz. Ich war froh, einen guten Schlafsack dabei zu haben, aber der Gedanke an eine nasse Nacht in der Wildnis war trotzdem beunruhigend.
Tag 3: Die Abreise – Erschöpft, aber umso reicher an Erfahrungen
Der dritte Tag war der Tag der Abreise. Ich war erschöpft, hungrig und ein bisschen durchgefroren, aber gleichzeitig unglaublich stolz auf mich. Ich hatte es geschafft! Ich hatte drei Tage in der Wildnis überlebt, mich auf meine Instinkte verlassen und die Natur in ihrer ganzen Schönheit und Wildheit erlebt.
Der Abbau meines Lagers fiel mir schwer. Ich hatte mich an den Ort gewöhnt und fühlte mich irgendwie mit ihm verbunden. Ich hinterließ den Platz so sauber, wie ich ihn vorgefunden hatte und machte mich auf den Weg zurück in die Zivilisation.
Mein Fazit: Mehr als nur Überleben – Eine Reise zu sich selbst
Meine "Brian Allein In Der Wildnis"-Erfahrung war nicht nur ein Überlebenstraining, sondern auch eine Reise zu mir selbst. Ich habe gelernt, auf meine Instinkte zu vertrauen, mit wenig auszukommen und die kleinen Dinge im Leben zu schätzen.
Ich habe die Stille der Natur genossen, den Sternenhimmel bewundert und die Einfachheit des Lebens fernab vom Alltagsstress zu schätzen gelernt. Es war eine Erfahrung, die mich demütiger, dankbarer und bewusster gemacht hat.
Kann ich es euch empfehlen? Absolut! Aber bitte seid vorsichtig und bereitet euch gut vor. Wählt eine Region, in der ihr euch sicher fühlt, nehmt einen erfahrenen Begleiter mit oder absolviert einen Überlebens-Kurs. Und vor allem: Respektiert die Natur!
Ich hoffe, meine kleine Geschichte hat euch inspiriert, eure eigene "Stadtauszeit mit Überlebens-Touch" zu planen. Es ist eine Erfahrung, die euer Leben bereichern wird – versprochen!
Bis zum nächsten Mal und denkt daran: Das größte Abenteuer ist das Leben selbst!
