Briefe Auf Englisch Beenden
Okay, Hand aufs Herz: Wer hat nicht schon mal vor einem englischen Brief gesessen und sich gefragt: "Wie beende ich das Ding bloß?!" Wir alle kennen das. Man hat sich tapfer durch die Einleitung gekämpft, die Argumente formuliert (hoffentlich überzeugend!), und dann… Stille. Ein gähnender, leerer Raum am Ende des Briefes, der nur darauf wartet, mit den richtigen Worten gefüllt zu werden. Aber welche sind die richtigen?
Der Klassiker: "Yours sincerely" und seine Freunde
Keine Panik! Es gibt da ja die bewährten Klassiker. "Yours sincerely" zum Beispiel. Solide, verlässlich, fast schon ein bisschen langweilig. Aber hey, langweilig ist besser als peinlich, richtig? Vor allem, wenn man den Namen des Empfängers kennt. Wenn du ihn oder sie mit "Dear Mr./Ms./Dr. [Nachname]" angesprochen hast, bist du mit "Yours sincerely" auf der sicheren Seite. Stell dir vor, du würdest da jetzt mit "Love and kisses" ankommen! Ein absolutes No-Go!
Und dann gibt es noch "Yours faithfully". Das ist quasi der entferntere Cousin von "Yours sincerely". Du benutzt "Yours faithfully", wenn du den Namen des Empfängers nicht kennst. Also, wenn du den Brief mit "Dear Sir/Madam" oder "To Whom It May Concern" begonnen hast. Klingt kompliziert? Ist es eigentlich gar nicht! Einfach merken: Name bekannt? Sincerely! Name unbekannt? Faithfully!
Aber Moment mal, geht da nicht noch mehr?
Klar geht da mehr! Wir sind doch nicht im Mittelalter! Die Welt der englischen Briefabschlüsse ist viel bunter und vielfältiger als man denkt. Und genau da fängt der Spaß an! Wichtig ist nur, den richtigen Ton zu treffen. Ein Brief an den CEO von MegaCorp Inc. sollte anders enden als eine E-Mail an deine beste Freundin.
Lockere Varianten für den Alltag
Für E-Mails an Kollegen, Geschäftspartner oder einfach Leute, die man gut kennt, darf es ruhig etwas lockerer zugehen. Hier ein paar Vorschläge, die garantiert ein Lächeln hervorrufen (oder zumindest nicht für Stirnrunzeln sorgen):
- "Best regards": Ein Allrounder, der immer funktioniert. Professionell, aber nicht zu steif.
- "Kind regards": Ein bisschen freundlicher als "Best regards". Zeigt, dass du den Empfänger magst (oder zumindest nicht hasst!).
- "Best wishes": Perfekt für Glückwünsche oder einfach, um jemandem etwas Gutes zu wünschen.
- "Looking forward to hearing from you": Wenn du auf eine Antwort wartest. Aber bitte nicht zu aufdringlich! Sonst wirkst du needy.
- "Thanks in advance": Wenn du den Empfänger um etwas bittest. Aber Achtung: Nur benutzen, wenn du wirklich davon ausgehst, dass er oder sie dir hilft! Sonst wirkt es arrogant.
Und für die ganz lockeren Fälle, zum Beispiel bei E-Mails an Freunde:
- "Cheers": Kurz, knackig und immer gut. Vor allem, wenn man aus Großbritannien kommt.
- "Take care": Zeigt, dass du an den Empfänger denkst.
- "Talk soon": Wenn du bald wieder von dir hören lassen willst.
No-Gos und Fettnäpfchen
Bevor du jetzt wild drauf los schreibst, noch ein paar Warnhinweise. Es gibt nämlich auch ein paar Briefabschlüsse, die man besser vermeiden sollte:
- "Love" oder "Love and kisses": Nur für Familienmitglieder und enge Freunde! Alles andere ist creepy.
- "Respectfully": Kann schnell ironisch klingen, vor allem wenn du vorher ordentlich gegen den Empfänger gewettert hast.
- Alles, was zu förmlich oder gestelzt klingt: Wir leben im 21. Jahrhundert! Sei authentisch!
Merke: Der Briefabschluss ist wie das Dessert nach einem guten Essen. Er sollte den Gesamteindruck abrunden und positiv in Erinnerung bleiben. Also, wähle ihn weise!
Der letzte Schliff
Wenn du dich für einen passenden Briefabschluss entschieden hast, fehlt nur noch die Unterschrift. Schreibe deinen Namen leserlich unter den Abschluss. Bei formellen Briefen empfiehlt es sich, den Namen noch einmal getippt darunter zu setzen. Und vergiss nicht das Komma nach dem Abschluss! "Yours sincerely," ist richtig, "Yours sincerely" ist falsch.
So, jetzt bist du bestens gerüstet für deine nächste englische Korrespondenz. Keine Angst mehr vor dem leeren Raum am Ende des Briefes! Du hast jetzt genug Optionen, um jeden Brief stilvoll und passend zu beenden. Und denk dran: Übung macht den Meister! Je mehr du schreibst, desto sicherer wirst du dich fühlen. Also, ran an die Tasten und lass deiner Kreativität freien Lauf!
Happy writing!
