Bs To Orange Is The New Black
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben Orange is the New Black geliebt. Oder? War es wirklich so gut, wie wir uns erinnern?
Von "Beverly Hills, 90210" zu Knastklamotten
Ich meine, Piper Chapman. Eine Frau aus bestem Hause im Knast. Das ist ja wie Brenda Walsh, die plötzlich einen orangenen Overall trägt. Drama! Aber war es wirklich so bahnbrechend?
Die erste Staffel? Super. Spannend. Neu. Wir haben mit Piper mitgefiebert. Wir haben uns gefragt: "Was zur Hölle habe ich getan?" (Außer vielleicht mal 'nen Kaugummi im Supermarkt geklaut, haha). Aber danach?
Charakterentwicklung? Oder einfach nur Chaos?
Klar, die Nebenfiguren waren fantastisch. Crazy Eyes! Unvergesslich. Red! Eine russische Mama, die härter ist als Stahl. Sophia Burset! Transgender-Repräsentation, die wichtig war. Aber wurde es nicht irgendwann... zu viel?
Jeder hatte eine tragische Hintergrundgeschichte. Jeder hatte ein Trauma. Jeder hatte einen Grund, warum er oder sie im Knast war. Irgendwann dachte ich mir: "Ist hier überhaupt jemand, der einfach nur 'nen dummen Fehler gemacht hat und jetzt dafür büßen muss?"
Vielleicht ist das ja der Witz. Dass jeder Mensch komplex ist. Dass niemand einfach nur "böse" ist. Aber manchmal wollte ich einfach nur 'ne Folge ohne Flashbacks sehen. Nur mal 'ne Runde Volleyball im Hof, ohne emotionale Zusammenbrüche.
Die Liebe, die Liebe, die Liebe
Und dann diese ganzen Beziehungen! Piper und Alex. Alex und fast jede andere Frau im Knast. Nicky und Lorna. Es war wie "Prison Housewives". Nicht falsch verstehen, ich liebe ein gutes Drama. Aber irgendwann fühlte es sich an, als würden die Autoren einfach irgendwelche Paare zusammenwürfeln, nur um die Handlung am Laufen zu halten.
Politisch korrekt? Oder einfach nur überladen?
Ich finde es super, dass OITNB viele wichtige Themen angesprochen hat. Transgender-Rechte. Haftbedingungen. Korruption im Gefängnissystem. Aber manchmal fühlte es sich an, als würden sie einfach eine Checkliste abarbeiten. "Okay, heute behandeln wir Rassismus. Morgen geht's um sexuelle Belästigung. Und übermorgen... äh... Essstörungen!"
Ich will nicht sagen, dass diese Themen unwichtig sind. Ganz im Gegenteil! Aber manchmal fühlte es sich an, als würden sie die Themen nur oberflächlich ankratzen, anstatt wirklich in die Tiefe zu gehen.
Das Ende vom Lied... oder vom Knastleben?
Das Ende? Naja. Sagen wir mal so: Ich war froh, dass es vorbei war. Nicht, weil ich die Serie gehasst habe. Sondern, weil ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte auserzählt war. Und manchmal ist es besser, aufzuhören, wenn's am schönsten ist (oder zumindest, wenn's noch nicht total absurd geworden ist).
Vielleicht bin ich ja einfach nur zynisch. Vielleicht habe ich zu viele Serien gesehen. Aber ich glaube, Orange is the New Black war gut, ja. Aber nicht so gut, wie wir uns erinnern. Es war ein Hype. Ein kurzweiliger. Ein orangefarbener Hype. Und jetzt ist es Zeit für etwas Neues. Oder? Oder bin ich die Einzige, die das so sieht?
