Bushido Ich Kann Vergeben Doch Nicht Vergessen Lyrics
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben dieses eine Lied, das wir heimlich lieben. So richtig heimlich. Für mich ist es… ja, ich gebe es zu… ein Song von Bushido. Genauer gesagt, ein kleiner Teil davon.
Ich rede von: “Ich kann vergeben, doch nicht vergessen.” Boom! Da ist es raus. Fühlt sich an wie ein Geständnis vor einer Selbsthilfegruppe. Aber hey, ich stehe dazu!
Jetzt, bevor ihr eure Mistgabeln rausholt: Ich bin kein Hardcore-Bushido-Fan. Wirklich nicht. Aber diese Zeile… die hat was. Die trifft einen Nerv. Und zwar bei uns allen.
Mal ehrlich, wer von uns kennt das nicht? Jemand hat Mist gebaut. So richtig Mist. Man entschließt sich, großmütig zu sein. Man vergibt. Zumindest so halbwegs. Aber das Vergessen? Puh. Das ist eine ganz andere Geschichte.
Die Kunst des „Halb-Vergebens“
Vergeben ist ja theoretisch total einfach. Man sagt die magischen Worte: “Ich vergebe dir.” Zack. Problem gelöst. Friede, Freude, Eierkuchen. Oder?
Haha. Denkste! In der Realität ist Vergeben eher so wie das Installieren eines Software-Updates. Es dauert ewig, es gibt Fehlermeldungen, und am Ende funktioniert irgendwas trotzdem nicht richtig.
Man will ja vergeben. Man versucht es. Aber dann, in einem ruhigen Moment, *pling*, kommt die Erinnerung wieder hoch. Wie ein Pop-up-Fenster. Und man denkt sich: “Ach ja, da war ja noch was…”
Unpopuläre Meinung: Vergessen ist Überbewertet
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, Vergessen ist total überbewertet. Wieso sollte man etwas vergessen, das einem wehgetan hat? Ist das nicht so, als würde man die Hand auf eine heiße Herdplatte legen und sich dann nicht mehr daran erinnern wollen, dass es wehtut?
Man lernt doch aus Fehlern. Und man lernt vor allem aus den Fehlern anderer. Wenn jemand einen betrogen, belogen oder einfach nur doof behandelt hat, dann ist es doch nur natürlich, dass man sich daran erinnert. Nicht um Rache zu schwören oder ewig nachtragend zu sein, sondern um in Zukunft vorsichtiger zu sein.
Vergeben ist eine Entscheidung. Vergessen ist eine Fähigkeit, die ich leider nicht besitze.
Klar, es gibt Dinge, die man irgendwann loslassen sollte. Sonst schleppt man ja einen ganzen Rucksack voller Groll mit sich rum. Aber manche Dinge sind einfach zu wichtig, um sie einfach auszublenden.
Denkt nur an eure Kindheit. An die peinlichen Momente, an die Streiche, an die ersten Dates. Wollt ihr das alles vergessen? Sicher nicht! Auch wenn manches davon vielleicht nicht so angenehm war. Es hat euch zu dem gemacht, was ihr heute seid.
Genauso ist es mit Verletzungen. Sie formen uns. Sie lehren uns. Sie machen uns stärker (oder auch einfach nur zynischer, je nachdem).
Bushido hatte Recht (unglaublich, aber wahr!)
Deswegen sage ich: Bushido hatte Recht. “Ich kann vergeben, doch nicht vergessen.” Das ist keine Aussage von Hass oder Rache. Das ist eine ehrliche Aussage über die menschliche Natur.
Es ist okay, sich an schlechte Erfahrungen zu erinnern. Es ist okay, dass es manchmal schwerfällt, jemandem wirklich zu verzeihen. Es ist okay, nicht perfekt zu sein.
Und ganz ehrlich: Wer von uns hat noch nie im Stillen gedacht: “Ja, ich habe dir vergeben. Aber wenn du das noch einmal machst…”?
Also, das nächste Mal, wenn ihr diese Zeile hört (oder sie heimlich in eurer Dusche trällert), fühlt euch nicht schuldig. Fühlt euch verstanden. Fühlt euch menschlich.
Und vielleicht, nur vielleicht, solltet ihr euch auch eingestehen, dass Bushido manchmal gar nicht so unrecht hat. Auch wenn es schwerfällt, das zuzugeben.
Denn am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen. Mit unseren Fehlern, unseren Erinnerungen und unserer kleinen, heimlichen Liebe zu einem kontroversen Songtext.
