Calculating Break Even Point
Mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon mal ein "Geschäftsmodell" entwickelt? Vielleicht beim Flohmarktstand mit der alten Pokémon-Kartensammlung? Oder beim Backen von überteuerten Brownies für den Schulbasar? Genau! Jeder ist ein kleiner Unternehmer.
Und jeder kleine Unternehmer (oder auch der grosse!) sollte den Break-Even-Point kennen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Versprochen!
Was ist das Break-Even-Dingens überhaupt?
Stell dir vor, du verkaufst deine Brownies für 3 Euro das Stück. Das ist super. Aber du hast ja auch Ausgaben. Mehl, Zucker, Schokolade… und vielleicht sogar die teure Vanille aus Madagaskar, weil du ja nur das Beste für deine Kunden willst. Diese Ausgaben nennt man Kosten.
Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem deine Einnahmen genauso hoch sind wie deine Kosten. Also, der Moment, in dem du weder Gewinn noch Verlust machst. Du stehst quasi auf Null. Danach geht’s bergauf! Endlich Kohle für die nächste Vanille-Lieferung!
Wie berechnet man diesen magischen Punkt?
Keine Panik, wir brauchen keine höhere Mathematik. Es gibt im Grunde zwei Arten von Kosten: fixe und variable.
- Fixe Kosten: Die sind immer da, egal ob du einen Brownie verkaufst oder hundert. Miete für deine Brownie-Backstube (aka deine Küche), die Kosten für deinen fancy Brownie-Lieferwagen (aka dein Fahrrad) – sowas halt.
- Variable Kosten: Die hängen davon ab, wie viele Brownies du backst. Mehr Brownies, mehr Mehl, mehr Schokolade, mehr Vanille.
Hier kommt eine super-duper-einfache Formel:
Break-Even-Point (in Stück) = Fixe Kosten / (Verkaufspreis pro Stück - Variable Kosten pro Stück)
Beispiel gefällig?
Sagen wir, deine fixen Kosten für den Brownie-Laden betragen 50 Euro pro Monat. Deine variablen Kosten pro Brownie (Mehl, Schokolade usw.) sind 1 Euro. Und du verkaufst jeden Brownie für 3 Euro.
Also: 50 Euro / (3 Euro - 1 Euro) = 25 Brownies.
Du musst also 25 Brownies verkaufen, um deine Kosten zu decken. Ab dem 26. Brownie machst du Gewinn! Juhu!
Unpopuläre Meinung: Perfektion ist überbewertet
Viele Leute machen sich verrückt beim Berechnen des Break-Even-Points. Sie versuchen, jede noch so kleine Ausgabe zu erfassen. Ich sage: Entspann dich! Eine grobe Schätzung reicht oft völlig aus. Es geht darum, ein Gefühl für die Zahlen zu bekommen. Ob du jetzt 25 oder 27 Brownies verkaufen musst, ist nicht so entscheidend. Hauptsache, du verkaufst Brownies!
Und noch eine unpopuläre Meinung: Lass dich nicht von komplizierten Businessplänen abschrecken. Klar, Planung ist wichtig. Aber manchmal ist einfach machen besser als langes Grübeln. Einfach mal anfangen, Brownies backen und sehen, was passiert!
Was tun, wenn der Break-Even-Point zu hoch ist?
Okay, du hast gerechnet und festgestellt, dass du 1000 Brownies pro Monat verkaufen musst, um deine Kosten zu decken? Autsch. Keine Panik! Es gibt ein paar Tricks:
- Kosten senken: Kannst du günstigeres Mehl finden? Oder auf die Vanille aus Madagaskar verzichten (Psst! Keiner merkt den Unterschied!)?
- Preise erhöhen: Sind deine Brownies vielleicht zu billig? Trau dich, mehr zu verlangen! Schließlich sind sie ja auch verdammt lecker.
- Mehr verkaufen: Biete verschiedene Brownie-Sorten an! Brownie-Abonnements! Brownie-Workshops! Werde kreativ!
Denk daran: Der Break-Even-Point ist kein unüberwindbares Hindernis, sondern ein nützliches Werkzeug. Nutze es, um dein Geschäft besser zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Und vergiss nicht: Hauptsache, es schmeckt!
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp
Fang klein an. Starte mit dem Brownie-Verkauf im Freundeskreis. Oder auf dem nächsten Kindergeburtstag. So sammelst du Erfahrung und kannst dein Geschäftsmodell optimieren, bevor du den großen Wurf wagst.
Und hey, wenn alles schiefgeht? Dann hast du zumindest gelernt, wie man verdammt gute Brownies backt! Das ist doch auch was wert, oder?
