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Can I Compare Thee To A Summer's Day


Can I Compare Thee To A Summer's Day

"Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen?" – Eine Analyse für Neuankömmlinge und Interessierte

Der berühmte Satz "Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen?" stammt aus William Shakespeares Sonett 18. Für viele ist er ein Inbegriff poetischer Liebeserklärung. Aber was bedeutet er wirklich? Und wie kann man ihn heute verstehen?

Der Kontext: Shakespeares Sonett 18

Das Sonett 18 ist eines der bekanntesten und am häufigsten zitierten Gedichte von Shakespeare. Es gehört zu den "Fair Youth"-Sonetten, einer Reihe von Gedichten, in denen der Sprecher seine tiefe Zuneigung zu einem jungen Mann ausdrückt. Um den Eröffnungssatz vollständig zu verstehen, müssen wir das ganze Sonett betrachten:

Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen? Du bist lieblicher und milder. Raue Winde schütteln die zarten Knospen des Mai, Und der Sommer hat eine viel zu kurze Frist. Manchmal scheint das Aug' des Himmels zu heiß, Und oft ist sein gold'nes Antlitz trüb; Und jedes Schöne verliert einst seinen Glanz, Verweht vom Zufall oder der Zeiten Lauf. Doch dein ew'ger Sommer soll nicht welken, Noch deinen Besitz von Schönheit büßen; Der Tod soll dich nicht in seinen Schatten bannen, Wenn du in ew'gen Zeilen wächst. Solange Menschen atmen, Augen sehen, So lange lebt dies hier, und gibt dir Leben.

Das Gedicht ist eine Vergleich, genauer gesagt, eine Zurückweisung eines Vergleiches. Shakespeare fragt rhetorisch, ob er die Person, die er liebt, mit einem Sommertag vergleichen soll. Er beantwortet die Frage aber sofort selbst mit "Du bist lieblicher und milder." Dies ist der Schlüssel zum Verständnis.

Warum ein Sommertag nicht ideal ist

Shakespeare listet im Sonett die Mängel eines Sommertages auf:

  • Kurze Dauer: "Und der Sommer hat eine viel zu kurze Frist." Der Sommer ist vergänglich, er dauert nur wenige Monate.
  • Unbeständigkeit: "Raue Winde schütteln die zarten Knospen des Mai." Das Wetter im Sommer kann unberechenbar sein.
  • Extreme: "Manchmal scheint das Aug' des Himmels zu heiß, Und oft ist sein gold'nes Antlitz trüb." Der Sommer kann zu heiß oder zu bewölkt sein.
  • Vergänglichkeit der Schönheit: "Und jedes Schöne verliert einst seinen Glanz, Verweht vom Zufall oder der Zeiten Lauf." Auch die Schönheit des Sommers ist nicht von Dauer.

Im Wesentlichen sagt Shakespeare, dass ein Sommertag zwar schön sein kann, aber nicht perfekt und vor allem nicht ewig ist. Die Liebe, die er empfindet, ist aber seiner Meinung nach beständiger und von höherer Qualität.

Die ewige Schönheit der Liebe

Der zweite Teil des Sonetts wendet sich der Unsterblichkeit zu. Shakespeare argumentiert, dass die Schönheit seines geliebten Menschen durch das Gedicht selbst bewahrt wird. Das Gedicht, die "ew'gen Zeilen", werden solange leben, wie Menschen lesen und atmen. Damit wird die Schönheit des geliebten Menschen unsterblich, weit über die kurze und vergängliche Schönheit eines Sommertages hinaus.

Die letzten Zeilen betonen die Kraft der Kunst, die Fähigkeit der Poesie, etwas Bleibendes zu schaffen, das die Zeit überdauert. Die Liebe und Schönheit, die im Sonett gefeiert werden, werden in den Zeilen des Gedichts konserviert und weitergegeben.

Interpretation und Relevanz für heute

Die Frage, ob man jemanden mit einem Sommertag vergleichen kann, ist also keine simple Feststellung der Schönheit. Es ist vielmehr eine rhetorische Einleitung zu einer tiefergehenden Reflexion über die Natur von Schönheit, Liebe und Vergänglichkeit.

Im modernen Kontext kann man die Frage auf verschiedene Weise interpretieren:

  • Oberflächliche Schönheit vs. Innere Werte: Ein Sommertag mag äußerlich ansprechend sein, aber er kann nicht die Tiefe und den Wert innerer Schönheit und Charakterzüge erfassen.
  • Vergänglichkeit vs. Beständigkeit: Die Frage erinnert uns daran, dass äußere Schönheit und materielle Dinge vergänglich sind. Wahre Liebe und Freundschaft hingegen können Bestand haben.
  • Die Kraft der Kunst: Shakespeare unterstreicht die Fähigkeit der Kunst, etwas Bleibendes zu schaffen. Ein Gedicht, ein Gemälde oder ein Musikstück können Emotionen und Erinnerungen für die Ewigkeit bewahren.

Wenn jemand heutzutage sagt: "Ich könnte dich mit einem Sommertag vergleichen", dann ist es wichtig, den Kontext zu berücksichtigen. Meint die Person, dass man schön und angenehm ist, aber möglicherweise auch vergänglich? Oder versucht sie, die Tiefe und Einzigartigkeit der eigenen Person hervorzuheben, indem sie den Vergleich letztendlich verwirft?

Praktische Anwendung für Expats und Neuankömmlinge

Für Expats und Neuankömmlinge, die sich in einer neuen Kultur zurechtfinden müssen, kann das Verständnis von Shakespeares Sonett 18 auf verschiedenen Ebenen hilfreich sein:

  • Sprachliche Nuancen: Die Redewendung zeigt, dass die englische Sprache (und auch die deutsche in Übersetzungen) voller Anspielungen und literarischer Referenzen ist. Das Verständnis dieser Referenzen kann helfen, Gespräche und kulturelle Eigenheiten besser zu verstehen.
  • Kulturelle Werte: Das Sonett betont die Wertschätzung von Schönheit, Liebe und Beständigkeit. Diese Werte sind in vielen Kulturen verankert und können als Anknüpfungspunkte dienen, um Beziehungen aufzubauen und sich zu integrieren.
  • Reflexion über die eigene Identität: In einer neuen Umgebung ist es wichtig, die eigene Identität und Werte zu reflektieren. Die Frage, ob man mit einem Sommertag verglichen werden möchte, kann dazu anregen, über die eigenen Stärken, Schwächen und Ziele nachzudenken.

Fazit: "Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen?" ist mehr als nur eine romantische Floskel. Es ist eine Einladung zur Reflexion über Schönheit, Vergänglichkeit und die Kraft der Liebe und Kunst. Für Neuankömmlinge und Interessierte bietet sie einen Einblick in die sprachlichen und kulturellen Nuancen, die das Verständnis und die Integration in eine neue Umgebung erleichtern können.

Weitere Überlegungen

Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Interpretation von Shakespeares Sonetten sich im Laufe der Zeit verändert hat. In der Vergangenheit wurde der Fokus oft auf die romantische Liebe zwischen Mann und Frau gelegt. Heute wird das Sonett oft im Kontext von gleichgeschlechtlicher Liebe und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen interpretiert. Diese Vielfalt an Interpretationen zeigt, wie zeitlos und relevant Shakespeares Werk auch heute noch ist.

Wenn Sie also das nächste Mal den Satz "Soll ich dich mit einem Sommertag vergleichen?" hören, denken Sie daran, dass er eine vielschichtige Bedeutung hat und eine Einladung ist, über die wahren Werte des Lebens nachzudenken.

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