Canon Ef 16 35mm F 2.8 L Ii Usm Lens
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir reden hier über das Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM. Ja, genau DAS Objektiv. Das Objektiv, das in fast jeder Fototasche zu wohnen scheint. Der heilige Gral der Weitwinkel, oder? Nun, vielleicht… aber vielleicht auch nicht.
Der heilige Gral? Echt jetzt?
Ich weiß, ich weiß. Ich höre schon das Murren. "Aber das Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM ist doch ein Klassiker!" Stimmt schon. Es ist robust. Es ist schnell. Es ist… irgendwie überall. Aber ist es wirklich so unfassbar überlegen, wie alle tun?
Hier ist meine unpopuläre Meinung: Es ist okay. Nicht umwerfend. Nicht magisch. Einfach… okay. Gebt es zu, ihr habt alle schon mal bessere Fotos mit einem viel billigeren Objektiv gemacht. Und das, meine Freunde, ist die bittere Wahrheit.
Das Bokeh-Mysterium
Lasst uns über das Bokeh reden. Ja, Bokeh! Dieses unscharfe Hintergrundding, das alle so lieben. Nun, das Bokeh des 16-35mm f/2.8L II ist… vorhanden. Es ist da. Aber es ist nicht gerade *atemberaubend*. Es ist eher so: "Hallo, ich bin Bokeh. Ich bin hier, um meinen Job zu machen." Kein Wunderfeuerwerk. Keine sanften Wolken. Nur… Bokeh. Kann man benutzen, muss man aber nicht.
Und mal ehrlich, wer kauft ein 16-35mm wegen des Bokehs? Wahrscheinlich niemand. Aber trotzdem. Es musste gesagt werden.
Die Schärfe-Schlacht
Okay, Schärfe. Das ist doch das, worauf es wirklich ankommt, oder? Nun, die Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM ist scharf. Ja, sehr scharf. In der Mitte. An den Rändern… naja, da wird es etwas weicher. Aber hey, welches Weitwinkelobjektiv ist schon perfekt scharf bis in die Ecken? Keins! Also, alles gut, oder?
Aber mal ehrlich, für das Geld? Könnte es nicht *noch* schärfer sein? Ich meine, wir leben im Zeitalter der gestochen scharfen Bilder. Unsere Smartphones machen bessere Fotos als Kameras von vor zehn Jahren. Da erwarte ich von einem L-Objektiv schon etwas mehr.
Der Preis-Leistungs-Faktor
Das ist der Knackpunkt, oder? Der Preis. Dieses Objektiv ist teuer. Richtig teuer. Man könnte für das Geld einen Kleinwagen kaufen. Oder eine wirklich beeindruckende Sammlung an Vintage-Objektiven. Oder… ihr wisst schon. Dinge, die vielleicht mehr Freude bereiten.
Klar, es ist ein L-Objektiv. Es ist wetterfest. Es ist robust. Aber rechtfertigt das den Preis? Für Hobbyfotografen? Vielleicht nicht. Für Profis, die jeden Tag damit arbeiten und jeden Cent aus dem Objektiv quetschen? Wahrscheinlich schon. Aber wir reden hier von der breiten Masse, oder?
Die Alternativen lauern überall!
Und hier ist der springende Punkt: Es gibt Alternativen! Günstigere Alternativen. Alternativen, die vielleicht nicht *ganz* so robust sind. Aber Alternativen, die verdammt gute Bilder machen. Und das für einen Bruchteil des Preises.
Ich sage nicht, dass das Canon EF 16-35mm f/2.8L II USM schlecht ist. Überhaupt nicht. Es ist ein gutes Objektiv. Aber es ist nicht das *einzige* gute Objektiv. Und es ist definitiv nicht das *beste* Objektiv für jeden Fotografen.
Also, bevor ihr euch in den nächsten 16-35mm-Hype stürzt, denkt darüber nach. Was braucht ihr wirklich? Was könnt ihr euch leisten? Und was macht euch als Fotograf glücklich? Vielleicht ist es ja doch das 50mm 1.8, mit dem alles begann! Das Canon EF 50mm f/1.8 STM - jetzt haben wir ein gutes Stichwort gesetzt! Nur mal so als Idee.
Lasst uns die heiligen Kühe schlachten! Lasst uns die Konventionen brechen! Lasst uns überbewertete Objektive in Frage stellen! Die Fotowelt ist voller Überraschungen. Und vielleicht, nur vielleicht, findet ihr euer perfektes Objektiv an einem Ort, an dem ihr es am wenigsten erwartet.
In diesem Sinne: Frohes Fotografieren! Und vergesst nicht, manchmal sind die besten Bilder diejenigen, die mit den einfachsten Mitteln entstehen.
