Charles Prince Of Wales Kinder
Wisst ihr, es gibt so Persönlichkeiten, da denkt man, die sind quasi schon immer da gewesen. Wie ein alter Baum im Park oder das geliebte Sofa bei Oma. Prinz Charles, jetzt König Charles III., gehört definitiv dazu. Und irgendwie vergisst man dabei, dass auch er mal klein war. Ein ganz normaler, quirliger, vielleicht sogar ein bisschen frecher Knirps!
Stellt euch vor: Buckingham Palace, aber nicht mit Staatsgästen und Pomp, sondern mit Legosteinen und Teddybären. Das war quasi Charles' Kindergarten. Gut, vielleicht nicht *ganz* Kindergarten im klassischen Sinne. Er hatte keinen Sandkasten, wo er mit anderen Kindern Burgen bauen konnte (wahrscheinlich hätte er eh immer die größte Burg haben wollen, ist ja schließlich ein Prinz!), und keine Erzieherin, die "Alle meine Entchen" auf der Gitarre klimpert. Aber er hatte eine Gouvernante, die ihm das ABC und das kleine Einmaleins beigebracht hat. Und jede Menge Platz zum Spielen!
Man munkelt, die königlichen Gärten waren sein persönlicher Abenteuerspielplatz. Während die Queen Staatsgeschäfte erledigte, soll Charles mit seinem Bruder Andrew durch die Hecken getobt sein, auf Bäume geklettert (vorsichtig natürlich, nicht dass er noch einen Ast abbricht und eine internationale Krise auslöst!) und sich vorgestellt haben, er sei ein tapferer Ritter auf der Suche nach einem Drachen. Ob der Drache dann die Gestalt eines besonders störrischen Corgis angenommen hat, ist leider nicht überliefert.
Und stellt euch die Geburtstagspartys vor! Keine schnöden Pappteller und Würstchen im Brötchen, sondern Silberbesteck und Mini-Sandwiches mit Gurke (die er wahrscheinlich trotzdem nicht mochte, wer mag schon als Kind Gurke?). Und statt einer Hüpfburg wahrscheinlich ein Ponyreiten im privaten Park. Hach, das royale Kinderleben!
Aber war er denn wirklich ein ganz normales Kind?
Naja, wahrscheinlich so normal, wie ein Prinz eben sein kann. Er hatte eben andere Privilegien als Otto Normalverbraucher. Aber auch er musste lernen, brav zu sein, seine Suppe aufzuessen (auch wenn er sie vielleicht lieber an die Palastkatze verfüttert hätte) und "Bitte" und "Danke" zu sagen. Und ich wette, auch er hat mal Quatsch gemacht, sich mit seinem Bruder gezofft und heimlich Kekse aus der Speisekammer gemopst. Nur dass seine "Mama" eben zufällig die Queen war und seine "Speisekammer" wahrscheinlich größer als so manches Einfamilienhaus.
Kein Kontakt zu anderen Kindern?
Das ist natürlich die Frage. War er ein Einzelgänger, eingesperrt in seinem goldenen Käfig? Wohl kaum! Auch wenn er nicht den klassischen Kindergarten besucht hat, hatte er Spielkameraden. Kinder von befreundeten Adelsfamilien oder Angestellten des Hofes. Ich stelle mir vor, wie sie Verstecken im Palast gespielt haben (das muss ein Heidenspaß gewesen sein, bei all den Gängen und Zimmern!) oder kleine Theaterstücke aufgeführt haben, Charles natürlich immer als der strahlende Held.
Und auch wenn sein "Kindergarten" vielleicht etwas anders war, so hat er ihm doch sicherlich wichtige Werte mitgegeben. Respekt, Pflichtbewusstsein und die Fähigkeit, mit Menschen umzugehen. Alles Eigenschaften, die er später als Prince of Wales und jetzt als König gut gebrauchen konnte.
Also, das nächste Mal, wenn ihr König Charles seht, denkt daran: Auch er war mal ein kleiner Junge, der im Garten des Buckingham Palace getobt hat und davon geträumt hat, die Welt zu erobern. Nur dass er sie jetzt eben regiert. Und wer weiß, vielleicht hat er sich ja manchmal gewünscht, er könnte einfach nur ein ganz normaler Junge sein, der im Sandkasten Burgen baut und mit Matsch spielt. Aber hey, wer hat das nicht schon mal gedacht?
Und ganz ehrlich, wer von uns wäre nicht gerne mal für einen Tag Charles of Wales Kinder gewesen? Einfach mal im Palast rumstromern, mit dem Königshund Gassi gehen und abends eine Gute-Nacht-Geschichte von der Queen vorgelesen bekommen. Ja, das royale Kinderleben... das hätte schon was!
