Circular Flow Of Income
Stellt euch vor, eure Wirtschaft ist wie ein gigantisches Hamsterrad, aber mit viel mehr Pizza und weniger Stress (naja, meistens jedenfalls!). Dieses Rad, meine Freunde, ist der Kreislauf des Einkommens. Und was für ein Rad das ist! Es dreht sich und dreht sich, angetrieben von uns allen, Tag für Tag.
Die Zutaten für den ewigen Kreislauf
Was brauchen wir für diesen Kreislauf? Ganz einfach: Haushalte (also ihr, eure Familie, eure Nachbarn – jeder, der wohnt und konsumiert) und Unternehmen (die Läden, Restaurants, Fabriken – alles, wo Güter und Dienstleistungen produziert werden). Dann noch zwei weitere wichtige Akteure: Der Staat, der gerne mal mitmischt, und das Ausland, mit dem wir Geschäfte machen.
Stellt euch einen warmen Sommertag vor. Ihr habt hart gearbeitet (oder auch nicht, das geht den Kreislauf erstmal nichts an!) und bekommt euren Lohn. Dieser Lohn, eure verdiente Kohle, ist die erste Zutat. Ihr nehmt dieses Geld und geht Eis essen. Mmmh, lecker! Mit jedem Bissen Eis gebt ihr euer Geld aus.
Vom Eisverkäufer zum Bäcker
Und jetzt kommt der Clou: Das Geld, das ihr für das Eis bezahlt habt, landet beim Eisverkäufer. Was macht der Eisverkäufer damit? Wahrscheinlich zahlt er davon seine Mitarbeiter, kauft Zutaten für neues Eis oder zahlt seine Miete. Sagen wir, er kauft Zucker beim Bäcker. Zack! Das Geld ist schon beim nächsten Unternehmen angekommen.
Der Bäcker freut sich über den Umsatz und zahlt damit wieder seine Mitarbeiter, kauft Mehl oder legt es auf die hohe Kante. Egal was er damit macht, das Geld bleibt im Kreislauf. Es wandert von Person zu Person, von Unternehmen zu Unternehmen. Wie ein kleiner, grüner Gummiball, der fröhlich durch die Wirtschaft hüpft.
Der Staat mischt mit
Aber Moment mal! Da fehlt doch noch jemand: Der Staat! Der Staat ist wie der strenge, aber faire Schiedsrichter in unserem Hamsterrad. Er nimmt Steuern von uns allen (Haushalten und Unternehmen) und gibt das Geld dann wieder aus – für Schulen, Straßen, Krankenhäuser oder auch mal für eine neue Parkbank.
Stellt euch vor, der Staat baut eine neue Brücke. Dafür beauftragt er ein Bauunternehmen. Das Bauunternehmen bezahlt seine Arbeiter, kauft Material… und schon ist das Geld wieder im Kreislauf. Der Staat nimmt also Geld und gibt es wieder aus, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Manchmal mehr, manchmal weniger effektiv – aber er ist ein wichtiger Teil des Ganzen.
Die Welt da draußen
Und dann ist da noch das Ausland. Wir exportieren Güter (also verkaufen sie ins Ausland) und importieren Güter (also kaufen sie aus dem Ausland). Wenn wir deutsche Autos ins Ausland verkaufen, fließt Geld nach Deutschland. Wenn wir italienische Pizza bestellen, fließt Geld nach Italien. Das Ausland ist wie ein zweites Hamsterrad, das mit unserem verbunden ist. Wir tauschen Waren und Dienstleistungen aus und bringen so den Kreislauf in Bewegung.
Wenn ihr online etwas aus China bestellt, ist das auch ein Beispiel. Ihr gebt Geld aus (Import), und der chinesische Händler bekommt Geld (Export). Dieser Handel beeinflusst den Kreislauf in beiden Ländern.
Was passiert, wenn das Rad stockt?
Jetzt kommt der schwierige Teil. Was passiert, wenn das Hamsterrad, unser schöner Kreislauf, ins Stocken gerät? Nun, das ist nicht so lustig. Wenn die Leute Angst haben und kein Geld ausgeben, oder Unternehmen pleitegehen und Mitarbeiter entlassen müssen, dann wird das Rad langsamer. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Nachfrage sinkt, und es wird allgemein düster.
Manchmal versucht der Staat dann, das Rad wieder anzuschieben, indem er zum Beispiel Steuern senkt oder große Infrastrukturprojekte startet. Aber das ist nicht immer einfach. Manchmal braucht es einfach Zeit, bis das Vertrauen zurückkehrt und die Leute wieder anfangen, Geld auszugeben.
Umso wichtiger ist es, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, dass das Rad sich weiterdreht! Kauft regionale Produkte, unterstützt kleine Unternehmen, geht ins Kino oder ins Restaurant. Jede kleine Ausgabe hilft, den Kreislauf des Einkommens in Schwung zu halten.
Der Kreislauf des Einkommens ist also mehr als nur ein theoretisches Modell. Er ist die Geschichte von uns allen, wie wir miteinander interagieren und wie wir unsere Wirtschaft am Laufen halten. Und auch wenn es manchmal kompliziert erscheint, im Kern ist es ganz einfach: Wir geben Geld aus, damit andere Geld verdienen können, und dann geben diese anderen Geld aus, damit wir wieder Geld verdienen können. Ein ewiges Spiel, ein ewiger Kreislauf. Und mit ein bisschen Glück bleibt das Hamsterrad immer in Bewegung, mit viel Pizza und ohne allzu viel Stress!
