Corbin Strauss Modell Fallbeispiel
Stellt euch vor, ihr seid auf einem riesigen Flohmarkt. Überall glitzert und blinkt es, jeder Stand schreit euch an: „Kauf mich! Ich bin das beste Angebot!“ Und mittendrin steht eine kleine, unscheinbare Bude, die aber irgendwie magisch anzieht. Das ist so ein bisschen wie das Corbin Strauss Modell – ein bisschen kompliziert im Namen, aber total faszinierend, wenn man's versteht!
Okay, okay, vielleicht nicht ganz so faszinierend wie ein glitzernder Einhorn-Regenbogen-Staubwedel (den es auf diesem Flohmarkt natürlich gibt!), aber trotzdem richtig nützlich. Im Grunde geht es darum, Entscheidungen zu treffen. Und zwar nicht irgendwelche „Soll ich heute Pizza oder Pasta essen?“-Entscheidungen, sondern die richtig wichtigen, die unser Leben verändern können. Stell dir vor, du stehst vor der Wahl: Job A, bei dem du zwar viel verdienst, aber deine Seele auf dem Firmenparkplatz vergisst, oder Job B, der dich begeistert, aber dein Konto eher zum Weinen bringt. Autsch!
Die Zutaten für die Entscheidungs-Suppe
Das Corbin Strauss Modell hilft dir, diese Entscheidungs-Suppe zu kochen, ohne dass sie dir anbrennt. Es besteht aus drei Hauptzutaten:
1. Die Attribute: Was ist dir wichtig?
Das sind die Dinge, die dir bei deiner Entscheidung wirklich wichtig sind. Beim Jobbeispiel wären das zum Beispiel Gehalt, Work-Life-Balance, Entwicklungsmöglichkeiten, Teamzusammenhalt oder die Kaffeemaschine (okay, der letzte Punkt ist vielleicht nicht ganz so wichtig, aber hey, Kaffee ist Kaffee!). Jedes Attribut bekommt eine Gewichtung – also wie wichtig es dir wirklich ist. Ist dir das Gehalt wichtiger als alles andere? Dann bekommt das Attribut "Gehalt" eine hohe Gewichtung. Liegt dir das Team am Herzen? Dann bekommt das Team eine höhere Punktzahl als die schicke Aussicht aus dem Büro.
2. Die Optionen: Was hast du zur Auswahl?
Das sind die konkreten Möglichkeiten, die du hast. In unserem Jobbeispiel wären das eben Job A und Job B. Aber vielleicht gibt es ja auch noch Job C, bei dem du im Homeoffice arbeitest und deine Katze zum Chef machen kannst (Achtung: Katzen sind unberechenbar!). Jede Option wird dann bezüglich der einzelnen Attribute bewertet. Wie gut schneidet Job A beim Gehalt ab? Wie gut ist die Work-Life-Balance in Job B? Hier wird gepunktet wie beim Eurovision Song Contest, nur ohne Glitter und Windmaschinen (naja, vielleicht hast du ja eine Windmaschine zu Hause…).
3. Die Bewertung: Wer gewinnt das Rennen?
Jetzt kommt der spannende Teil! Die Gewichtung der Attribute wird mit der Bewertung der Optionen multipliziert. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht! Stell dir vor, du hast dem Gehalt eine Gewichtung von 10 gegeben und Job A bekommt in diesem Bereich eine Bewertung von 8. Dann rechnest du 10 x 8 = 80. Das machst du für alle Attribute und alle Optionen. Am Ende addierst du alle Ergebnisse für jede Option. Und voilà! Die Option mit der höchsten Punktzahl ist rein rechnerisch die beste Wahl. Also, theoretisch. Denn….
Aber Achtung: Die Gefühlswelt spielt auch mit!
Das Corbin Strauss Modell ist super, um eine Entscheidung zu strukturieren und rationale Argumente zu berücksichtigen. Aber es ist eben nur ein Modell. Wir sind keine Roboter! Unsere Gefühle, unsere Intuition, unser Bauchgefühl spielen auch eine wichtige Rolle. Vielleicht hat Job A zwar die höchste Punktzahl, aber du hast das Gefühl, dass du dort unglücklich wirst. Dann solltest du vielleicht doch lieber auf dein Herz hören und Job B wählen. Oder C, falls deine Katze mit dem Gehalt als Chef einverstanden ist.
Stell dir vor, du berechnest mit dem Modell, welches Eis du essen sollst. Schoko-Eis gewinnt klar! Aber du hast eigentlich total Lust auf Erdbeer-Eis. Was machst du? Richtig, du isst Erdbeer-Eis! Weil das Leben zu kurz ist, um schlechtes Eis zu essen. Und weil Entscheidungen nicht immer rational sein müssen. Manchmal darf man einfach seinem Bauchgefühl folgen.
Also, das nächste Mal, wenn du vor einer wichtigen Entscheidung stehst, probier doch mal das Corbin Strauss Modell aus. Es hilft dir, die Fakten zu ordnen und klarer zu sehen. Aber vergiss nicht: Du bist der Chef deiner Entscheidungen! Und manchmal ist die beste Entscheidung die, die sich einfach gut anfühlt.
Und jetzt entschuldige mich bitte, ich muss dringend auf den Flohmarkt, um diesen Einhorn-Regenbogen-Staubwedel zu kaufen. Schließlich muss man auch mal irrationale Entscheidungen treffen!
