Cross Elasticity Of Demand
Habt ihr euch jemals gefragt, warum plötzlich alle auf Hafermilch stehen? Oder warum euer Lieblingspizza-Laden plötzlich leer ist, sobald der neue Burgerladen eröffnet?
Ich schon. Und ich habe eine Theorie: Es ist alles die Schuld der Kreuzpreiselastizität der Nachfrage. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht wirklich.
Was zum Henker ist das?
Stellt euch vor, ihr steht vor dem Supermarktregal und überlegt: Apfelsaft oder Orangensaft? Wenn der Preis für Orangensaft plötzlich in die Höhe schießt, greift ihr wahrscheinlich eher zum Apfelsaft. Oder? Genau das ist die Kreuzpreiselastizität in Aktion. Sie misst, wie stark sich die Nachfrage nach einem Produkt ändert, wenn sich der Preis eines anderen Produkts ändert.
Substitute und Komplemente: Ein kleines Drama
Es gibt zwei Hauptdarsteller in diesem Drama: Substitute und Komplemente.
Substitute sind Produkte, die man gegeneinander austauschen kann. Wie Apfelsaft und Orangensaft. Oder Butter und Margarine. Oder Netflix und... ach, lassen wir das. Wenn der Preis für einen Substitut steigt, steigt die Nachfrage nach dem anderen. Ganz einfach.
Komplemente hingegen gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Oder wie Kaffee und Kuchen. Oder wie Pommes und Mayo. Wenn der Preis für ein Komplement steigt, sinkt die Nachfrage nach beiden. Wer will schon Kuchen ohne Kaffee? Oder Pommes ohne Mayo? (Okay, vielleicht ein paar Gesundheitsfanatiker, aber die zählen jetzt nicht.)
Meine "Unpopuläre" Meinung: Alles ist irgendwie ein Substitut
Hier kommt meine gewagte These: Eigentlich ist fast alles irgendwie ein Substitut für irgendwas anderes. Ja, ich weiß, das klingt radikal. Aber denkt mal drüber nach.
Ist Urlaub in der Karibik ein Substitut für ein neues Auto? Vielleicht nicht direkt. Aber wenn man sich entscheiden muss, ob man sich den Traumurlaub gönnt oder sich ein neues Auto kauft, dann sind sie doch irgendwie Substituten. Oder? Oder ist ein Besuch im *Opernhaus* ein Substitut für einen *spannenden Abend auf der Couch*? Kommt drauf an, wie müde man ist, oder?
Und was ist mit Hafermilch und Kuhmilch? Klar, viele trinken Hafermilch aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen. Aber mal ehrlich: spielt der Preis nicht doch eine Rolle? Wenn Hafermilch plötzlich dreimal so teuer wäre wie Kuhmilch, würden nicht doch einige wieder zur Kuhmilch greifen? Ich sage ja nur...
Die Kreuzpreiselastizität und das echte Leben
Warum ist das alles überhaupt wichtig? Weil die Kreuzpreiselastizität Unternehmen hilft, ihre Preise festzulegen und ihre Strategien zu planen.
Denkt an den Pizza- und Burgerladen. Der Pizza-Laden sollte vielleicht überlegen, ob er ein paar Burger auf die Karte nimmt, um der Konkurrenz Paroli zu bieten. Oder er könnte eine Promo-Aktion starten, um seine Stammkunden zu halten. Alles dank der Erkenntnisse aus der Kreuzpreiselastizität.
Und was ist mit euch? Ihr könnt die Kreuzpreiselastizität nutzen, um beim Einkaufen Geld zu sparen. Beobachtet die Preise und findet die besten Substitute. Wenn der Preis für euer Lieblingsmüsli steigt, probiert doch mal eine günstigere Alternative. Vielleicht schmeckt sie ja sogar besser!
Ein letzter Gedanke (und ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl)
Also, das nächste Mal, wenn ihr euch fragt, warum alle plötzlich etwas Bestimmtes kaufen, denkt an die Kreuzpreiselastizität der Nachfrage. Und denkt daran, dass fast alles irgendwie ein Substitut ist. Sogar... intelligente Artikel. (Kleiner Scherz!)
Und vielleicht, nur vielleicht, überdenkt ihr eure Kaufentscheidungen ein bisschen. Vielleicht entdeckt ihr ja einen neuen Lieblingssubstitut. Oder vielleicht merkt ihr einfach nur, dass ihr viel zu viel Geld für unnötige Dinge ausgeben. Aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel...
Die Kreuzpreiselastizität: Der heimliche Strippenzieher hinter unseren Konsumgewohnheiten.
