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Damals War Es Friedrich Buch


Damals War Es Friedrich Buch

Erich Kästner sagte einst, es gebe nichts Gutes, außer man tut es. Diese Maxime könnte als Leitmotiv über dem Buch „Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter stehen, einem Werk, das sich auf beklemmende Weise mit der Ausgrenzung und Verfolgung jüdischer Familien im nationalsozialistischen Deutschland auseinandersetzt. Eine imaginäre Ausstellung zu diesem Buch, die sich der Vermittlung seiner Inhalte, seiner pädagogischen Relevanz und der Gestaltung eines intensiven Besuchererlebnisses widmet, wäre ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur.

Ausstellungskonzept: Spurensuche in der Nachbarschaft

Das Herzstück der Ausstellung bildet die Rekonstruktion einer typischen deutschen Nachbarschaft der 1930er und 1940er Jahre. Im Zentrum steht die Familie Schneider, deren Leben anhand von Fotografien, Dokumenten und Alltagsgegenständen nachgezeichnet wird. Friedrich, der jüdische Junge, wird nicht nur als Opfer dargestellt, sondern auch als Kind, das geliebt, gespielt und geträumt hat. Die Ausstellung soll bewusst auf eine allzu didaktische Herangehensweise verzichten und stattdessen die Besucher dazu anregen, sich in die Perspektive der Protagonisten hineinzuversetzen.

Exponate: Zeugen einer vergangenen Zeit

Die Exponate sind sorgfältig ausgewählt, um ein möglichst authentisches Bild der Zeit zu vermitteln. Dazu gehören:

  • Fotografien: Familienporträts der Schneiders, Aufnahmen von Friedrich beim Spielen mit seinen Freunden, Bilder von der Zerstörung jüdischer Geschäfte in der Reichspogromnacht.
  • Dokumente: Schulzeugnisse, Briefe, Auszüge aus Gesetzen und Verordnungen, die die Diskriminierung und Verfolgung der Juden dokumentieren. Besonders eindrücklich wären Kopien der "Nürnberger Gesetze", die die Entrechtung der jüdischen Bevölkerung besiegelten.
  • Alltagsgegenstände: Spielzeug, Kleidung, Geschirr, Bücher – Dinge, die das normale Leben der Familie Schneider ausmachten und durch die Verfolgung verloren gingen.
  • Audiovisuelle Elemente: Zeitzeugenberichte von Überlebenden, kurze Filmausschnitte aus Propagandafilmen, Aufnahmen von Reden Hitlers. Diese Elemente sollen die emotionale Wirkung der Ausstellung verstärken.
  • Interaktive Stationen: Ein nachgebauter Klassenraum, in dem die Besucher erleben können, wie Friedrich aus dem Unterricht ausgeschlossen wurde. Eine Station, die die Besucher dazu auffordert, sich mit Dilemmata auseinanderzusetzen, vor denen die Menschen damals standen: Helfen oder wegschauen? Anpassen oder Widerstand leisten?

Ein besonderes Exponat wäre die Rekonstruktion von Friedrichs Zimmer. Sie würde einen intimen Einblick in seine Welt gewähren und die Tragik seines Schicksals verdeutlichen. Die Besucher könnten sich in diesem Raum, der einst voller Leben war, einen Moment der Stille nehmen und über die Ereignisse nachdenken.

Pädagogische Aspekte: Lernen durch Empathie

Die Ausstellung verfolgt das Ziel, die Besucher für die Mechanismen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus zu sensibilisieren. Sie soll dazu beitragen, dass sich die Besucher mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen und die Lehren daraus für die Gegenwart ziehen. Empathie ist dabei ein Schlüsselbegriff. Die Besucher sollen sich in die Lage der Opfer versetzen und verstehen, was es bedeutet, verfolgt und entrechtet zu werden.

Die Ausstellung bietet verschiedene pädagogische Angebote an, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sind:

  • Führungen: Geschulte Museumsführer begleiten die Besucher durch die Ausstellung und vermitteln Hintergrundinformationen und Zusammenhänge.
  • Workshops: In interaktiven Workshops können die Besucher ihr Wissen vertiefen und sich mit den Themen der Ausstellung auseinandersetzen.
  • Pädagogisches Begleitmaterial: Für Schulklassen steht ein umfangreiches Begleitmaterial zur Verfügung, das die Ausstellung vorbereitet und nachbereitet.
  • Online-Ressourcen: Eine Website bietet zusätzliche Informationen, Bilder, Videos und Arbeitsblätter.

Ein wichtiger Aspekt ist die Auseinandersetzung mit der Frage der Verantwortung. Die Ausstellung soll die Besucher dazu anregen, über die Rolle der Mitläufer und Profiteure des Nationalsozialismus nachzudenken. Sie soll aber auch zeigen, dass es möglich war, Widerstand zu leisten und Menschen zu helfen.

Besuchererlebnis: Berühren und Bewegen

Die Gestaltung der Ausstellung ist darauf ausgerichtet, ein intensives und nachhaltiges Besuchererlebnis zu schaffen. Die Besucher sollen nicht nur informiert, sondern auch berührt und bewegt werden. Dies wird durch verschiedene gestalterische Elemente erreicht:

  • Atmosphäre: Die Ausstellung ist in dunklen Farben gehalten, um die bedrückende Atmosphäre der Zeit zu vermitteln. Gedämpftes Licht und dezente Musik verstärken die Wirkung.
  • Raumgestaltung: Die Räume sind so gestaltet, dass sie die Besucher in die Zeit des Nationalsozialismus zurückversetzen.
  • Interaktivität: Die Besucher werden aktiv in die Ausstellung einbezogen. Sie können Fragen stellen, ihre Meinungen äußern und sich mit anderen Besuchern austauschen.
  • Emotionalität: Die Ausstellung scheut sich nicht, Emotionen zu zeigen. Sie zeigt das Leid der Opfer, aber auch die Hoffnung und den Mut der Widerstandskämpfer.

Am Ende der Ausstellung steht ein Raum der Stille. Hier können die Besucher ihre Eindrücke verarbeiten und ihre Gedanken aufschreiben. Eine Wand ist mit Zitaten von Überlebenden und Widerstandskämpfern versehen, die dazu auffordern, die Erinnerung wachzuhalten und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Besucher verlassen die Ausstellung mit der Frage, was sie selbst tun können, um gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus einzutreten.

Die Stimme Friedrichs: Eine fiktive Lesung

Ein besonderes Element wäre die regelmäßige Durchführung einer fiktiven Lesung aus Friedrichs Perspektive. Ein Schauspieler liest Passagen aus dem Buch, die von Friedrichs Alltag, seinen Freuden, seinen Ängsten und schließlich seinem tragischen Schicksal erzählen. Diese Lesung würde die Besucher emotional berühren und ihnen Friedrich als Individuum näherbringen. Es wäre ein Moment, in dem die Geschichte lebendig wird und die Besucher dazu anregt, über die Folgen von Hass und Ausgrenzung nachzudenken.

Nachhaltige Wirkung: Verantwortung für die Zukunft

Die Ausstellung "Damals war es Friedrich" soll nicht nur ein Ort der Erinnerung sein, sondern auch ein Ort der Mahnung. Sie soll die Besucher dazu anregen, über die Vergangenheit nachzudenken und die Lehren daraus für die Zukunft zu ziehen. Die Ausstellung soll dazu beitragen, dass sich die Besucher für eine gerechtere und tolerantere Welt einsetzen, in der Menschenwürde geachtet wird und Diskriminierung und Rassismus keinen Platz haben.

Indem die Ausstellung die persönlichen Schicksale hinter den historischen Fakten beleuchtet und die Besucher emotional anspricht, kann sie einen wichtigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus leisten und das Bewusstsein für die Bedeutung von Toleranz, Respekt und Solidarität stärken. Sie ist eine Mahnung, dass die Schrecken der Vergangenheit sich niemals wiederholen dürfen.

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