Danger Mouse Grey Album
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Es gibt Alben, die sind heilig. Unantastbar. Da traut man sich kaum, laut zu denken, geschweige denn, eine andere Meinung zu haben. Aber ich wage es trotzdem!
Ich rede vom Grey Album von Danger Mouse. Ja, genau das, das Beatles-meets-Jay-Z Mashup. Hört auf zu zischen! Ich weiß, ich weiß. Es ist ein Klassiker. Ein Kultobjekt. Ein musikalisches Denkmal. Aber... ich finde es ein bisschen... überbewertet?
Versteht mich nicht falsch. Die Idee ist genial! Absolut! Wer kommt denn bitte auf so was? Die Beatles und Jay-Z? Verrückt! Und die Umsetzung ist handwerklich auch top. Da steckt Talent dahinter, keine Frage.
Aber… ist es wirklich so gut, wie alle sagen? Ich meine, klar, beim ersten Mal ist der Überraschungseffekt riesig. "Oh mein Gott, er hat '99 Problems' mit 'While My Guitar Gently Weeps' gemischt!" Krass! Aber nach dem dritten, vierten, fünften Mal?
Der anfängliche Wow-Effekt
Irgendwann verpufft der Wow-Effekt ein bisschen. Man kennt die Stellen, wo die Tracks ineinander übergehen. Man weiß, welcher Beat wann kommt. Und dann… ja dann hört man einfach nur noch Beatles-Schnipsel über Jay-Z-Vocals, oder andersrum.
Vielleicht ist es wie mit einem Zaubertrick. Wenn man weiß, wie er funktioniert, ist er nicht mehr so beeindruckend. Oder wie mit einem Witz, den man zu oft erzählt. Er wird einfach fad.
Zu viel des Guten?
Vielleicht liegt es auch daran, dass es einfach zu viel ist. Ein ganzes Album lang Mashups? Ich weiß nicht. Irgendwann ist man musikalisch übersättigt. Man sehnt sich nach etwas Neuem, nach etwas Eigenständigem.
Und hier kommt der nächste Punkt: Die Beatles sind die Beatles. Und Jay-Z ist Jay-Z. Beide sind absolute Ikonen. Aber wenn man sie zusammenwürfelt, verwässert man dann nicht irgendwie beides?
Ich meine, klar, es ist ein interessantes Experiment. Aber ist es wirklich so viel mehr als das? Ist es wirklich ein Album, das man sich immer und immer wieder anhören kann?
Ich behaupte mal: Nein. Nicht wirklich. Es ist eher etwas für zwischendurch. Für den Partygag. Für den Musiknerd, der beeindrucken will. Aber nicht für den tiefen, emotionalen Hörgenuss.
Jetzt werden einige von euch sicher denken: "Was für ein Blasphemie! Wie kann man nur so etwas über das Grey Album sagen?"
Ich weiß, ich weiß. Aber das ist meine Meinung. Und Meinungen sind ja bekanntlich wie Arschlöcher. Jeder hat eins. Und meins ist, dass das Grey Album zwar cool, aber ein bisschen überbewertet ist.
Vielleicht bin ich auch einfach nur zu altmodisch. Vielleicht verstehe ich die Genialität nicht. Vielleicht bin ich einfach nur ein Banause. Aber das ist okay. Jeder darf seine Meinung haben. Auch wenn sie unpopulär ist.
Und außerdem: Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Dem einen schmeckt Beatles-Jay-Z-Mischmasch, dem anderen nicht. So ist das Leben. Und das ist auch gut so.
Aber trotzdem: Ich stehe dazu. Das Grey Album? Nett. Aber nicht das Meisterwerk, für das es alle halten.
So. Jetzt könnt ihr mich steinigen. Aber ich musste es einfach mal loswerden.
