Darf Man Dua Machen Wenn Man Seine Tage Hat
Okay, lasst uns ehrlich sein. Es ist dieser Moment im Monat. Die rote Armee ist im Anmarsch. Der Tampon-Turm steht schon. Und die Frage aller Fragen schwebt im Raum: Darf man eigentlich Dua machen, wenn man seine Tage hat?
Die Antwort, die man meistens hört, ist ja eher... kompliziert. Es gibt da ja Regeln. Viele Regeln. So viele Regeln, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, ob man sich überhaupt noch bewegen darf, geschweige denn beten.
Die Sache mit der "Unreinheit"
Ja, ich weiß. Das Wort "unrein" geistert herum. Es klingt irgendwie... naja, nicht so nett. Aber mal ehrlich, was ist daran unrein, wenn der Körper einfach das tut, was er tun soll? Ist das nicht eigentlich ziemlich genial?
Ich sage ja nicht, dass wir alle während unserer Periode in die Moschee rennen und den Teppich rot färben sollen. (Bitte nicht!) Aber ich finde, die Idee, dass man in dieser Zeit nicht mit Allah sprechen darf, fühlt sich einfach... falsch an.
Stell dir vor, du hast Liebeskummer, bist total traurig und brauchst Allahs Trost am meisten. Aber dann heißt es: "Sorry, du blutest gerade, komm in einer Woche wieder." Klingt das logisch?
Meine "Unpopuläre" Meinung
Hier kommt meine "unpopuläre" Meinung: Ich finde, man darf Dua machen, wann immer man will. Punkt.
Klar, man kann vielleicht nicht beten wie sonst, die rituellen Waschungen machen und so. Aber ist Dua nicht viel mehr als nur eine bestimmte Abfolge von Bewegungen und Worten? Ist es nicht ein Gespräch mit Allah? Ein Hilferuf? Ein Dankeschön?
Kann man ein Gespräch mit Allah wirklich "verbieten"? Ich glaube nicht.
Ich stelle mir vor, Allah sitzt da oben und denkt sich: "Ach, die Arme hat ihre Tage. Jetzt braucht sie meine Hilfe doch erst recht! Was soll ich denn machen, sie einfach ignorieren?"
Ich glaube, Allah ist viel barmherziger und verständnisvoller, als manche uns weismachen wollen.
Und mal ehrlich, was ist unangenehmer: Eine Frau, die während ihrer Periode im Stillen ein Dua macht, oder ein Mann, der den ganzen Tag lästert und sich über andere lustig macht? Ich weiß, was ich wählen würde.
Die Sache mit dem "Sich schlecht fühlen"
Manchmal fühlt man sich ja einfach nur... schlecht. Die Hormone spielen verrückt, der Bauch krampft, und man könnte heulen, weil die blöde Werbung im Fernsehen so traurig ist. In solchen Momenten ein bisschen Dua zu machen, kann Wunder wirken.
Einfach sich hinsetzen, die Augen schließen und Allah erzählen, wie blöd alles ist. Das hilft. Wirklich.
Ich glaube, es geht auch darum, sich selbst zu erlauben, in dieser Zeit ein bisschen sanfter zu sich selbst zu sein. Nicht alles perfekt machen zu müssen. Nicht immer stark sein zu müssen. Sondern einfach Mensch zu sein.
Und wenn man sich entscheidet, in dieser Zeit keine Gebete oder Korane zu rezitieren, ist das auch okay. Hauptsache, man vergisst Allah nicht. Hauptsache, man bleibt im Herzen verbunden.
Letzte Worte (mit einem Augenzwinkern)
Also, liebe Schwestern, lasst uns nicht von irgendwelchen Regeln davon abhalten, mit Allah zu sprechen, wenn wir es am meisten brauchen. Egal, ob wir bluten oder nicht. Allah hört zu, immer.
Und wenn jemand etwas dagegen hat, dann sag ihm einfach: "Das ist meine 'unpopuläre' Meinung!" Und zwinker ihm zu.
Denn am Ende zählt nur eins: Unsere Beziehung zu Allah. Und die ist stärker als jede Periode.
