Darf Man Im Flugzeug Stricken
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Bloggerin ist wieder da, frisch gelandet und voller Geschichten. Diesmal geht es um ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, und das vielleicht auch für euch interessant ist: Stricken im Flugzeug! Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich, bekennende Stricknadel-Schwingende, habe es gewagt, mein geliebtes Handarbeitszeug mit in den Himmel zu nehmen. Und ich möchte euch heute erzählen, wie das so war, was ihr beachten solltet und ob sich der Aufwand lohnt.
Ich erinnere mich noch gut an meine erste Flugreise, seitdem ich dem Stricken verfallen bin. Die Aufregung war groß, nicht nur wegen des Fluges selbst, sondern auch wegen der Frage: Darf ich das überhaupt? Ich hatte Bilder im Kopf von strengen Flugbegleitern, die mir meine Nadeln abnehmen und mich in die hinterste Ecke des Flugzeugs verbannen würden. Völliger Quatsch, wie sich herausstellte, aber der Zweifel war trotzdem da.
Meine persönliche Erfahrung: Ein Wollknäuel über den Wolken
Also, was soll ich sagen? Es war fantastisch! Stellt euch vor: Ihr sitzt in eurem Sitz, das sanfte Brummen der Triebwerke im Ohr, die Sonne scheint durch das kleine Fenster und ihr habt eure Hände mit etwas Sinnvollem beschäftigt. Die Zeit vergeht wie im Flug (Wortspiel beabsichtigt!), und ihr könnt entspannt ein paar Reihen stricken, während die Landschaft unter euch vorbeizieht. Ein Traum!
Ich hatte mir extra ein einfaches Projekt ausgesucht: Einen Schal in kraus rechts. Kein kompliziertes Muster, keine aufwendigen Zöpfe, einfach nur rechts, rechts, rechts. So konnte ich mich entspannen und musste nicht ständig auf die Anleitung schauen. Außerdem hatte ich darauf geachtet, dass mein Garn nicht zu fusselig ist, um die anderen Passagiere nicht zu belästigen.
Die Reaktionen meiner Mitreisenden waren durchweg positiv. Viele waren neugierig und fragten, was ich da mache. Einige erzählten von ihren eigenen Strick- oder Häkelprojekten. Es entstand sogar ein kleines Gespräch über die verschiedenen Wollsorten und Stricktechniken. Stricken verbindet eben, auch über den Wolken!
Die wichtigsten Tipps für stressfreies Stricken im Flugzeug
Damit euer Strick-Abenteuer im Flugzeug genauso entspannt verläuft wie meines, habe ich hier ein paar Tipps für euch:
1. Informiert euch bei eurer Fluggesellschaft: Auch wenn die meisten Fluggesellschaften das Stricken im Flugzeug erlauben, ist es immer besser, sich vorher zu informieren. Auf der Webseite oder telefonisch könnt ihr nachfragen, ob es bestimmte Einschränkungen gibt, zum Beispiel bezüglich der Art der Stricknadeln.
2. Wählt die richtigen Nadeln: Hier scheiden sich die Geister. Viele bevorzugen Holz- oder Bambusnadeln, da diese als weniger "gefährlich" gelten als Metallnadeln. Ich persönlich benutze gerne Rundstricknadeln, da diese weniger Platz beanspruchen und das Risiko, eine Nadel zu verlieren, geringer ist. Achtet aber darauf, dass die Nadeln nicht zu spitz sind.
3. Packt euer Strickzeug übersichtlich ein: Am besten verwendet ihr einen kleinen Beutel oder Rucksack, in dem ihr alles verstauen könnt: Wolle, Nadeln, Schere (Achtung: Die Schere sollte eine Klingenlänge von 6 cm nicht überschreiten!), Maßband und eventuell eine kleine Anleitung. So habt ihr alles griffbereit und müsst nicht lange suchen.
4. Entscheidet euch für ein einfaches Projekt: Wie bereits erwähnt, ist ein einfaches Projekt ideal für das Stricken im Flugzeug. So könnt ihr euch entspannen und müsst nicht ständig aufpassen. Vermeidet komplizierte Muster oder aufwendige Zöpfe.
5. Seid rücksichtsvoll: Achtet darauf, dass ihr eure Mitreisenden nicht stört. Vermeidet es, mit den Nadeln zu klappern oder zu viel Platz einzunehmen. Wenn ihr merkt, dass jemand sich gestört fühlt, nehmt Rücksicht und legt das Stricken vielleicht für eine Weile weg.
Zusätzliche Tipps:
- Nehmt eventuell eine kleine Leselupe mit, falls ihr Schwierigkeiten habt, die Maschen zu erkennen.
- Packt ein paar Ersatznadeln ein, falls doch mal eine kaputt geht.
- Denkt daran, genügend Wolle mitzunehmen, damit euch unterwegs nicht der Faden ausgeht.
- Nutzt die Zeit vor dem Start und nach der Landung, um euer Strickzeug zu verstauen.
Alternativen zum Stricken: Kreative Beschäftigungen für den Flug
Wenn Stricken doch nicht euer Ding ist oder ihr einfach mal etwas anderes ausprobieren möchtet, gibt es natürlich noch viele andere kreative Beschäftigungen, die ihr im Flugzeug ausüben könnt:
- Häkeln: Ähnlich wie beim Stricken, aber mit einer Häkelnadel.
- Zeichnen oder Malen: Nehmt ein Skizzenbuch und Stifte oder Aquarellfarben mit und lasst eurer Kreativität freien Lauf.
- Ausmalbücher für Erwachsene: Eine tolle Möglichkeit, um zu entspannen und Stress abzubauen.
- Bullet Journaling: Nutzt die Zeit im Flugzeug, um euer Bullet Journal zu gestalten und eure Gedanken und Ideen festzuhalten.
- Kreuzworträtsel oder Sudoku: Eine unterhaltsame Beschäftigung, die das Gehirn fit hält.
- Lesen: Ein Klassiker! Nehmt ein spannendes Buch mit und taucht in eine andere Welt ein.
Fazit:
Stricken im Flugzeug ist eine tolle Möglichkeit, um die Zeit zu vertreiben und etwas Sinnvolles zu tun. Mit den richtigen Vorbereitungen und etwas Rücksichtnahme steht einem entspannten Strick-Erlebnis über den Wolken nichts im Wege. Also, packt eure Nadeln ein und lasst die Wolle fliegen! Und wer weiß, vielleicht trefft ihr ja sogar Gleichgesinnte an Bord und könnt euch austauschen.
Ich hoffe, meine Erfahrungen und Tipps haben euch weitergeholfen. Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr sie gerne in den Kommentaren stellen. Und jetzt wünsche ich euch allen einen guten Flug und viel Spaß beim Stricken! Bis zum nächsten Mal!
Eure reiselustige Bloggerin!
