Das Lied Von Eis Und Feuer Buch 5
Okay, lasst uns ehrlich sein. Das Lied von Eis und Feuer Buch 5, auch bekannt als A Dance with Dragons, ist… kompliziert. Sagen wir mal so: Wenn Bücher Kaugummi wären, wäre das hier der, den man schon seit Stunden kaut und der langsam seinen Geschmack verliert.
Wo ist die Handlung?
Ich meine, es passiert schon was. Klar. Aber gefühlt schleichen wir uns im Schneckentempo durch Meere aus Details. Und mal ehrlich: Brauchen wir wirklich *jede* Mahlzeit, die Tyrion zu sich nimmt, haarklein beschrieben? Vermutlich nicht. Ich sage es nur ungern, aber manchmal fühlte es sich so an, als würde George R.R. Martin einfach nur Seiten füllen.
Die endlosen Nebenhandlungen
Versteht mich nicht falsch, ich liebe Nebenhandlungen. Aber in *A Dance with Dragons* fühlte es sich so an, als ob es mehr Nebenhandlungen als Hauptgericht gab. Und einige davon…naja, sagen wir mal so: Ich habe immer noch keine Ahnung, warum wir so viel Zeit mit Quentyn Martell verbringen mussten. Sorry, Quentyn, aber deine Reise war irgendwie… überflüssig. Es tut mir wirklich leid. Aber jemand musste es ja sagen.
Die vermissten Helden
Und wo waren eigentlich einige unserer Lieblingscharaktere? Ich meine, Bran chillt im Baum. Okay, ist ja sein Ding. Aber Jon Schnee ist gefühlt der einzige, der wirklich etwas tut, und selbst er verbringt die meiste Zeit damit, sich über Organisationsstrukturen der Nachtwache zu ärgern. Ja, Jon, Bürokratie ist doof. Das wissen wir alle.
Und Daenerys? Oh, Daenerys. Sie hängt in Meereen fest und versucht, eine Stadt zu regieren. Was an sich ja schon schwierig genug ist. Aber gefühlt verbringt sie mehr Zeit damit, über Politik nachzudenken als damit, Drachen zu reiten und coole Dinge zu tun. Ich will Daenerys sehen, wie sie Könige besiegt, nicht wie sie über Steuern diskutiert! Ist das zu viel verlangt?
Ein paar Lichtblicke
Aber es ist nicht alles schlecht! Es gab durchaus Momente, die mich begeistert haben. Die Kapitel von Tyrion waren immer noch grandios, auch wenn er viel Zeit mit Essen verbracht hat. Und die langsam aufkeimende Allianz zwischen Tyrion und Daenerys ist etwas, worauf ich mich wahnsinnig freue. Das könnte episch werden!
Und dann ist da noch Jon Schnee. Trotz der Bürokratie hat er einige wirklich coole Momente. Seine Entscheidung, die Wildlinge durch die Mauer zu lassen, war mutig und kontrovers. Und das Ende…nun, das Ende war definitiv ein Schock. Ich will jetzt nicht spoilern, aber sagen wir mal so: Es hat mich definitiv dazu gebracht, sehnsüchtig auf das nächste Buch zu warten. Falls es jemals kommt...
Die Wahrheit
Also, was ist mein Fazit? *A Dance with Dragons* ist ein gutes Buch. Aber es ist nicht das beste Buch der Reihe. Es ist ein bisschen zu lang, ein bisschen zu langsam und ein bisschen zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Aber es hat immer noch Momente der Brillanz. Und es legt den Grundstein für einige wirklich spannende Dinge, die in den zukünftigen Büchern passieren könnten. Hoffentlich.
Vielleicht bin ich auch einfach nur ungeduldig. Vielleicht bin ich einfach nur ein verwöhnter Leser, der zu viel erwartet. Aber ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der sich manchmal gedacht hat: "Komm schon, George! Bring die Handlung endlich voran!"
Ich liebe die Welt von Das Lied von Eis und Feuer. Ich liebe die Charaktere. Ich liebe die Intrigen und die Schlachten. Aber ich wünschte mir, dass *A Dance with Dragons* ein bisschen straffer und fokussierter gewesen wäre. Ist das eine unpopuläre Meinung? Vielleicht. Aber hey, jeder hat mal eine!
Also, was denkt ihr? Bin ich zu hart mit A Dance with Dragons ins Gericht gegangen? Oder stimmt ihr mir zu, dass es ein bisschen… ermüdend war? Lasst es mich wissen!
