Definition Of Marketing American Marketing Association
Stell dir vor, du stehst auf einem belebten Marktplatz. Überall riecht es nach frisch gebackenem Brot, exotischen Gewürzen und gebratenen Mandeln. Ein Händler preist lautstark seine handgefertigten Körbe an, eine andere Verkäuferin bietet dir eine Kostprobe ihres selbstgemachten Pestos an. Kinder rennen lachend umher, während im Hintergrund ein Musiker auf seiner Gitarre klimpert. Das alles ist, in gewisser Weise, Marketing – nur eben analog und mit viel Herz.
Die offizielle Version: Die American Marketing Association (AMA) erklärt die Welt
Aber was steckt wirklich hinter diesem Begriff, der uns in der modernen Welt ständig begegnet? Die American Marketing Association, kurz AMA, ist sozusagen der Hüter der Marketing-Definition. Und die klingt erstmal ganz schön trocken: "Marketing is the activity, set of institutions, and processes for creating, communicating, delivering, and exchanging offerings that have value for customers, clients, partners, and society at large." Puh! Klingt nach BWL-Seminar mit anschließendem Espressozwang, oder?
Übersetzen wir das mal ins Menschliche. Stell dir vor, die AMA säße in einem großen Büro, umgeben von Aktenordnern und Diagrammen. Einer der Marketing-Gurus räuspert sich und sagt: "Also, liebe Kollegen, wir müssen den Leuten erklären, dass Marketing mehr ist als nur Werbung!" Und dann entwirft er diese Definition, die alles abdecken soll.
Aber im Grunde meinen sie folgendes: Es geht darum, etwas zu schaffen (ein Produkt, eine Dienstleistung, eine Idee), das für andere Menschen wertvoll ist. Dann musst du diese "Sache" so kommunizieren, dass die Leute überhaupt mitbekommen, dass sie existiert. Danach sorgst du dafür, dass sie auch dorthin gelangt, wo die Leute sie haben wollen (Lieferung, Verfügbarkeit im Laden, etc.). Und am Ende findet ein Austausch statt – die Leute geben dir Geld, ihre Zeit, ihre Aufmerksamkeit oder irgendetwas anderes im Gegenzug. Und das Ganze soll nicht nur für die beteiligten Parteien gut sein, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Marketing ist mehr als nur nervige Werbung
Das ist der springende Punkt. Viele denken bei Marketing sofort an nervige Werbespots im Fernsehen oder an aggressive Verkäufer, die einem etwas andrehen wollen. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Ganzen.
Marketing kann auch bedeuten, dass ein kleines Café auf dem Land mit viel Liebe zum Detail eingerichtet ist und seine Gäste mit selbstgebackenen Kuchen und freundlichem Service verwöhnt. Das ist Marketing, weil es einen Wert schafft, der über den reinen Kaffeepreis hinausgeht. Oder denk an eine NGO, die sich für den Schutz bedrohter Tierarten einsetzt. Auch das ist Marketing, denn sie muss die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen und Spenden sammeln, um ihre Arbeit finanzieren zu können.
Es geht also darum, eine Geschichte zu erzählen, eine Verbindung herzustellen und einen Mehrwert zu bieten. Und das kann auf ganz unterschiedliche Arten geschehen. Ob mit Humor, mit Emotionen, mit Fakten oder mit einem Augenzwinkern – die Möglichkeiten sind schier unendlich.
Ein paar Beispiele zum Schmunzeln
"Marketing ist wie Flirten. Wenn du sagst, du bist toll, ist das Werbung. Wenn es der andere sagt, ist das Marketing." – Unbekannt
Stell dir vor, eine kleine Pommesbude macht mit einem ungewöhnlichen Slogan auf sich aufmerksam: "Unsere Pommes sind so gut, dass selbst Möwen neidisch werden!" Das ist cleveres Marketing, weil es humorvoll ist und im Gedächtnis bleibt.
Oder ein Bestattungsunternehmen wirbt mit dem Spruch: "Wir kümmern uns darum, wenn Sie es nicht mehr können." Zugegeben, etwas makaber, aber eben auch ehrlich und direkt. (Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber es zeigt, wie vielfältig Marketing sein kann.)
Und was ist mit der Eisdiele, die jeden Sommer eine neue, total verrückte Eissorte kreiert? Ob Gurken-Basilikum oder Speck-Ahorn – die Leute sind neugierig und wollen es ausprobieren. Das ist Marketing, weil es Aufmerksamkeit erregt und zum Kauf anregt.
Marketing kann auch berühren
Es muss aber nicht immer lustig sein. Marketing kann auch sehr berührend sein. Denk an die Weihnachtswerbung eines großen Supermarktes, in der ein kleiner Junge seinem Opa mit selbstgemalten Bildern eine Freude macht. Oder an die Kampagne einer Organisation, die sich für Obdachlose einsetzt und deren Geschichten erzählt.
Diese Art von Marketing zielt darauf ab, Emotionen zu wecken und eine Verbindung zu den Menschen herzustellen. Es geht darum, Mitgefühl zu zeigen und zum Handeln zu bewegen. Und das ist vielleicht die schönste Form des Marketings überhaupt.
Also, wenn du das nächste Mal mit Marketing in Berührung kommst, denk daran: Es ist mehr als nur Werbung. Es ist eine Kunst, eine Wissenschaft und eine Möglichkeit, die Welt ein bisschen besser (oder zumindest ein bisschen lustiger) zu machen. Die AMA hat es uns ja gesagt, wenn auch etwas kompliziert...
