Der Club Der Zweitgeborenen Royals 2
Hallo ihr Lieben, euer Globetrotter-Herz ist hier! Nach meinem letzten Trip, bei dem ich euch von den charmanten, aber oft übersehenen Ecken Europas erzählt habe, bin ich zurück mit einem neuen Abenteuer. Dieses Mal geht es nicht um versteckte Gassen oder unbekannte Museen, sondern um eine ganz besondere Art von kulturellem Erbe: Orte, die von den "Zweitgeborenen" der Königshäuser geprägt wurden. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen ersten Artikel über den "Club der Zweitgeborenen Royals" – nun, hier kommt die Fortsetzung, prall gefüllt mit neuen Entdeckungen und persönlichen Anekdoten!
Schottland: Mehr als nur Burgen und Whisky
Meine Reise beginnt in Schottland, einem Land, das von Geschichte und Legenden nur so strotzt. Aber anstatt mich auf die üblichen Touristenpfade zu begeben, habe ich mich auf die Spuren von Prinzessin Louise, der sechsten und jüngsten Tochter von Königin Victoria, begeben. Sie war nicht nur eine begabte Bildhauerin, sondern auch eine starke Verfechterin der Frauenrechte – eine Kombination, die sie zu einer faszinierenden Persönlichkeit macht.
Kensington Palace: Ein Hauch von Bohème
Obwohl Kensington Palace in London liegt, ist er ein wesentlicher Bestandteil der Geschichte von Prinzessin Louise. Hier wuchs sie auf und entwickelte ihre künstlerischen Fähigkeiten. Ihr Atelier befand sich in den Gärten des Palastes, und man kann sich gut vorstellen, wie sie, umgeben von Blumen und Grün, an ihren Skulpturen arbeitete. Im Kensington Palace findet man heute eine kleine Ausstellung, die ihr Leben und Werk würdigt. Besonders beeindruckend fand ich die detailgetreuen Gipsabgüsse, die sie von ihren Geschwistern anfertigte. Es war fast so, als würde man ihnen persönlich begegnen!
Nach dem Kensington Palace zog es mich aber weiter in den Norden, nach Schottland, wo sich Louise in der Abgeschiedenheit des Landes entfalten konnte.
Inveraray Castle: Ein Geschenk der Liebe
Inveraray Castle, der Stammsitz des Duke of Argyll, ist nicht nur ein prächtiges Schloss, sondern auch ein Ort tiefer Verbundenheit für Prinzessin Louise. Sie heiratete John Campbell, den Marquess of Lorne, der später der 9. Duke of Argyll wurde. Ihre Ehe war, gelinde gesagt, unkonventionell, aber sie schienen eine tiefe Zuneigung zueinander zu empfinden. Louise verbrachte viel Zeit in Inveraray Castle und half bei der Gestaltung der Gärten und der Innenausstattung. Man spürt ihren Einfluss überall im Schloss – von den eleganten Möbeln bis hin zu den handverlesenen Kunstwerken. Besonders beeindruckt hat mich die Bibliothek, die eine riesige Sammlung von Büchern und Manuskripten beherbergt. Es war, als würde man in eine andere Zeit eintauchen.
Ich habe mich in den Schlossgärten verirrt und die atemberaubende Aussicht auf den Loch Fyne genossen. Die friedliche Atmosphäre und die wunderschöne Landschaft haben mir geholfen, mich in die Zeit zurückzuversetzen und das Leben von Prinzessin Louise besser zu verstehen.
"Inveraray Castle ist nicht nur ein Schloss, sondern ein Zeugnis der Liebe und des Engagements von Prinzessin Louise für ihren Mann und ihr neues Zuhause."
Italien: Kunst und Lebensfreude
Meine Reise führte mich weiter nach Italien, dem Land der Kunst, der Kultur und des dolce vita. Hier habe ich mich auf die Spuren von Prinzessin Mafalda von Savoyen begeben, der zweiten Tochter von König Viktor Emanuel III. Sie war eine Frau von außergewöhnlicher Schönheit und Intelligenz, die sich für Kunst, Musik und Literatur begeisterte.
Villa Polissena: Ein Ort der Begegnung
Villa Polissena in Rom war nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ein beliebter Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und Diplomaten. Sie schuf einen Salon, in dem sich die intellektuelle Elite Roms austauschen und inspirieren konnte. Die Villa selbst ist ein architektonisches Juwel, das von üppigen Gärten umgeben ist. Obwohl sie heute nicht mehr öffentlich zugänglich ist, kann man sie von außen bewundern und sich vorstellen, wie das Leben dort gewesen sein muss. Ich habe versucht, mir vorzustellen, wie die Prinzessin ihre Gäste empfing, wie lebhafte Diskussionen geführt wurden und wie die Musik durch die Räume hallte.
Buchenwald: Eine tragische Geschichte
Leider hat das Leben von Prinzessin Mafalda ein tragisches Ende gefunden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie von den Nazis verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert, wo sie 1944 starb. Ihr Mut und ihre Würde angesichts des Leidens haben sie zu einer Ikone des Widerstands gemacht. Ein Besuch in Buchenwald ist unbedingt zu empfehlen, auch wenn es ein sehr bewegender und schmerzhafter Ort ist. Es ist wichtig, sich an die Opfer des Holocaust zu erinnern und aus der Geschichte zu lernen.
In Buchenwald gibt es eine Gedenkstätte, die an Prinzessin Mafalda und all die anderen Opfer erinnert. Es ist ein stiller Ort der Reflexion und des Gedenkens. Ich habe dort eine Kerze angezündet und einen Moment der Stille gehalten, um all derer zu gedenken, die ihr Leben verloren haben.
Spanien: Das Erbe einer Königin
Meine letzte Station war Spanien, wo ich mich mit dem Leben von Isabella II., der Tochter von König Ferdinand VII., auseinandergesetzt habe. Ihre Regentschaft war geprägt von politischen Unruhen und sozialen Spannungen, aber sie hat auch wichtige Reformen eingeleitet und die Entwicklung des Landes vorangetrieben.
Palacio Real de Madrid: Zentrum der Macht
Der Palacio Real de Madrid war das Zentrum ihrer Macht und ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen wurden. Obwohl die königliche Familie heute nicht mehr dort residiert, ist der Palast noch immer ein beeindruckendes Zeugnis der spanischen Geschichte. Die prunkvollen Säle, die opulenten Dekorationen und die wertvollen Kunstwerke vermitteln einen Eindruck von der Pracht und dem Glanz des spanischen Hofes. Besonders beeindruckt hat mich der Thronsaal, der mit seinen riesigen Kristalllüstern und den goldenen Verzierungen einfach atemberaubend ist.
Aranjuez: Ein königliches Refugium
Aranjuez, eine Stadt südlich von Madrid, war ein beliebtes Refugium für Isabella II. Der Palacio Real de Aranjuez, ein prächtiges Barockschloss, war ihr Rückzugsort, wo sie dem Trubel der Hauptstadt entfliehen konnte. Die Schlossgärten sind ein wahres Paradies mit Springbrunnen, Statuen und exotischen Pflanzen. Ich habe stundenlang durch die Gärten geschlendert und die Ruhe und Schönheit der Natur genossen. Es war leicht, sich vorzustellen, wie Isabella II. hier ihre Freizeit verbrachte, spazieren ging und die Gesellschaft ihrer Freunde und Familie genoss.
Die Reise auf den Spuren der "Zweitgeborenen" Royals war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Sie hat mir nicht nur neue Orte und Kulturen gezeigt, sondern mir auch geholfen, die Geschichte aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es ist faszinierend zu sehen, wie diese oft übersehenen Persönlichkeiten die Welt um sie herum geprägt haben und wie ihr Erbe bis heute weiterlebt. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Erlebnissen inspirieren und vielleicht sogar dazu anregen, eure eigenen Reisen auf den Spuren der Geschichte zu unternehmen.
Bis zum nächsten Mal, eure reiselustige Bloggerin!
