Der Stinkendste Fisch Der Welt
Habt ihr schon mal vom stinkigsten Fisch der Welt gehört? Haltet euch fest, denn jetzt wird's… äh… interessant! Wir reden hier nicht von einem Fisch, der einfach nur ein bisschen riecht. Nein, dieser Fisch ist eine ganz andere Liga. Er ist quasi der Champion im Stinken. Bereit für eine olfaktorische Herausforderung? Dann los!
Was ist eigentlich Surströmming?
Der Star unserer Geschichte heißt Surströmming. Das ist Schwedisch und bedeutet so viel wie "saurer Hering". Klingt ja noch harmlos, oder? Lasst euch nicht täuschen! Es handelt sich um Hering, der fermentiert wurde. Fermentiert? Ja, das heißt, er wurde in Salzlake eingelegt und dann... tja... sich selbst überlassen. Und das über Monate!
Man fischt den Hering im Frühling. Dann kommt er in Salzlake. Danach lagert er in Fässern. Die Gärung beginnt. Dabei entstehen Gase, die die Fässer aufblähen. Deshalb wird der Surströmming später in Dosen verpackt. Diese Dosen wölben sich auch gerne mal. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es bald… duftig wird!
Warum tut man das?
Gute Frage! Die Fermentierung ist eine alte Konservierungsmethode. Früher, als es noch keine Kühlschränke gab, war das eine clevere Idee. So konnte man den Fisch haltbar machen. Heute ist Surströmming eher eine kulinarische Tradition. Eine sehr spezielle Tradition, wohlgemerkt.
Manche sagen, der Geschmack sei einzigartig und delikat. Andere… naja… sind weniger begeistert. Aber eines ist sicher: Surströmming ist ein Erlebnis. Und zwar für alle Sinne!
Die Öffnung der Büchse der Pandora… äh… Surströmming-Dose
Jetzt kommt der spannende Teil. Das Öffnen der Dose. Am besten macht man das draußen. Und mit etwas Abstand. Denn sobald die Dose geöffnet wird, entfaltet sich das volle Aroma. Ein Aroma, das an… nun ja… an vergammelte Eier, ranzige Butter und alte Socken erinnert. Und das ist noch eine freundliche Beschreibung!
Die Schweden selbst haben da so ihre Tricks. Sie öffnen die Dose oft unter Wasser. Das soll die Geruchsexplosion etwas eindämmen. Andere tragen Taucherbrillen und Gasmasken. Okay, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber es zeigt, dass man den Surströmming nicht unterschätzen sollte!
"Surströmming ist wie ein guter Wein. Man muss ihn zu schätzen wissen." – Ein sehr mutiger Surströmming-Liebhaber
Wie isst man Surströmming richtig?
Wenn man sich dann überwunden hat, die Dose zu öffnen und den Geruch zu ertragen, stellt sich die Frage: Wie isst man das Zeug überhaupt? Die Antwort ist: Auf Tunnbröd! Das ist ein dünnes, flaches Brot. Dazu kommen gekochte Kartoffeln (am besten Mandelkartoffeln), Zwiebeln und Sauerrahm. Und natürlich der Surströmming.
Manche mögen noch etwas Dill oder Schnittlauch dazu. Und dann… guten Appetit! Oder wie die Schweden sagen: "Smaklig måltid!" Vergiss nicht ein kühles Bier oder einen Aquavit dazu. Das soll helfen, den Geschmack… zu neutralisieren.
Wichtig ist: Nicht zu viel auf einmal! Der Geschmack ist sehr intensiv. Und es ist eine Erfahrung, die man nicht so schnell vergisst.
Ein Fest für die Sinne (oder eher eine Mutprobe?)
Surströmming ist mehr als nur Essen. Es ist ein soziales Ereignis. Eine Mutprobe. Eine Herausforderung. In Schweden gibt es regelrechte Surströmming-Partys. Dort treffen sich Freunde und Familie, um gemeinsam den stinkenden Fisch zu genießen. Oder zumindest dabei zu sein, wenn andere ihn genießen.
Und wer weiß? Vielleicht schmeckt er ja doch besser, als er riecht. Manche sagen, der Geschmack sei würzig, salzig und leicht säuerlich. Andere sagen… naja… wir wiederholen uns lieber nicht.
Traut ihr euch?
Also, seid ihr neugierig geworden? Wollt ihr den stinkigsten Fisch der Welt selbst probieren? Dann ab nach Schweden oder in einen gut sortierten Feinkostladen! Aber seid gewarnt: Es ist kein Spaß für schwache Nerven. Und haltet am besten ein paar Raumsprays bereit!
Aber mal ehrlich: Wo sonst hat man schon die Gelegenheit, etwas so Außergewöhnliches zu erleben? Surströmming ist einzigartig. Und wer ihn einmal probiert hat, wird ihn so schnell nicht vergessen. Egal, ob im positiven oder negativen Sinne.
Viel Glück und guten Appetit… oder so ähnlich! Und denkt dran: Es ist nur Essen. Zumindest meistens. 😉
