Der Süße Brei Ddr Film
Kennt ihr das Gefühl, wenn etwas so richtig aus dem Ruder läuft? So richtig, dass man nur noch staunen kann und am liebsten laut loslachen würde? Genau dieses Gefühl hatte ich, als ich zum ersten Mal den DDR-Film "Der süße Brei" gesehen habe. Und das, obwohl ich eigentlich kein großer Fan von Märchenverfilmungen bin!
Denn "Der süße Brei" ist eben keine typische, schnulzige Märchenverfilmung. Klar, die Geschichte ist bekannt: Ein armes Mädchen bekommt von einer alten Frau einen Zaubertopf geschenkt. Dieser Topf kann auf Kommando köstlichen, süßen Brei kochen. Super, oder? Denkste! Denn irgendwann vergisst das Mädchen das Zauberwort, um den Topf wieder zum Aufhören zu bringen. Und dann passiert das Unvermeidliche: Der Brei kocht und kocht und kocht… Er quillt über, füllt das ganze Haus, dann die Straße und schließlich das ganze Dorf! Chaos pur!
Was diesen Film aber so besonders macht, ist die Art und Weise, wie dieses Chaos inszeniert wird. Man merkt richtig, dass die Macher Spaß hatten. Der Brei ist nicht einfach nur Brei. Er ist eine klebrige, dampfende, überbordende Masse, die alles unter sich begräbt. Die Leute versuchen verzweifelt, sich zu retten, waten knietief im Brei, stolpern und fallen. Es ist einfach herrlich absurd!
Warum der Film so gut funktioniert
Ein Grund, warum "Der süße Brei" so gut funktioniert, ist die liebevolle Gestaltung der Charaktere. Das arme Mädchen, gespielt von Carola Braunbock, ist kein unschuldiges Dummchen, sondern ein pfiffiges Mädchen, das einfach mal einen Fehler macht. Und die Dorfbewohner sind herrlich schrullig und skurril. Man erkennt sie sofort wieder, die neugierigen Nachbarn, die besserwisserischen Alten, die ängstlichen Kinder.
Ein weiterer Grund ist der Humor. Der Film ist voll von kleinen, feinen Gags, die oft erst beim zweiten oder dritten Mal Sehen auffallen. Zum Beispiel die Szene, in der ein Mann versucht, mit einem riesigen Löffel gegen die Breiflut anzukämpfen. Oder die Oma, die sich mit einem Regenschirm vor dem süßen Regen zu schützen versucht. Es ist einfach zum Schreien komisch!
Mehr als nur ein Kindermärchen
Aber "Der süße Brei" ist mehr als nur ein lustiges Kindermärchen. Er ist auch eine kleine Parabel auf die Konsumgesellschaft. Was passiert, wenn wir unsere Bedürfnisse nicht mehr kontrollieren können? Wenn wir immer mehr wollen und immer mehr haben wollen? Dann ertrinken wir am Ende in unserem eigenen Überfluss. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je.
Ich erinnere mich noch gut an einen Kommentar meiner Oma, als wir den Film zusammen geguckt haben. Sie meinte: "Das ist doch wie früher in der DDR. Wir hatten nicht viel, aber wir waren zufrieden. Heute wollen alle immer mehr und sind trotzdem nicht glücklich." Da hat sie wohl recht gehabt.
Und dann ist da natürlich noch die Musik. Die Filmmusik ist eingängig, fröhlich und einfach zum Mitsingen. Wer den Film einmal gesehen hat, bekommt die Melodie von "Brei, Brei, süßer Brei!" so schnell nicht mehr aus dem Kopf. Versprochen!
Was macht den Film so einzigartig?
Es ist die Mischung aus all diesen Elementen, die "Der süße Brei" so einzigartig macht. Es ist ein Film, der sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistert. Ein Film, der zum Lachen und zum Nachdenken anregt. Ein Film, der einfach gute Laune macht.
Also, wenn ihr mal wieder Lust auf einen Filmabend habt, der etwas anders ist, dann schaut euch unbedingt "Der süße Brei" an. Es ist ein Film, den man immer wieder sehen kann und der jedes Mal aufs Neue Spaß macht. Und wer weiß, vielleicht bekommt ihr ja auch Lust, mal wieder einen Topf mit süßem Brei zu kochen. Aber Vorsicht: Vergesst das Zauberwort nicht!
Und falls doch, dann denkt daran: Hauptsache, es schmeckt! Und vielleicht noch wichtiger: Hauptsache, man hat etwas zu lachen. Denn Lachen ist bekanntlich die beste Medizin – auch gegen eine Breiflut.
"Brei, Brei, süßer Brei, steh!" – Wer dieses Zauberwort vergisst, hat ein Problem!
Ich persönlich finde ja, dass "Der süße Brei" ein absoluter Klassiker ist, der in keiner Filmsammlung fehlen sollte. Er ist ein Stück DDR-Geschichte, ein Stück Kindheitserinnerung und vor allem ein Stück pure Unterhaltung. Und wer weiß, vielleicht steckt ja auch ein bisschen Magie in diesem Film. Denn jedes Mal, wenn ich ihn sehe, fühle ich mich ein bisschen wie ein Kind, das sich über ein unerwartetes Geschenk freut.
