Derzeit Sind Keine Verfügungen Von Ihrem Konto Möglich Dkb
Kennt ihr das? Ihr wollt fix online was überweisen. Zack, kommt diese Meldung. “Derzeit sind keine Verfügungen von Ihrem Konto möglich.” DKB. Immer DKB. Ist ja nicht so, als ob ich irgendwas Illegales vorhätte. Nur schnell die Miete... oder das dritte Paar Schuhe diese Woche.
Ich weiß ja nicht, was bei denen im Hintergrund so abgeht. Vielleicht ist es ja auch nur ein ausgeklügelter Plan, mich vor mir selbst zu schützen? Vor meinen eigenen, manchmal etwas... impulsiven Ausgaben? Könnte sein. Wäre ja fast schon rührend, diese Fürsorge.
Aber ehrlich? Meine unpopuläre Meinung: Ich glaube, die DKB macht das extra, damit ich mal 'nen Gang runterschalte.
Die DKB: Mein persönlicher Budget-Coach?
Ok, Ok. Tief durchatmen. Vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht. Vielleicht brauche ich diesen kleinen Denkzettel ja wirklich. "Hey, du da! Bevor du jetzt wieder wahllos Geld raushaust, denk mal kurz drüber nach!" Danke, DKB. Danke für die unerwartete Finanzberatung.
Aber mal ehrlich, wer hat sich noch nie in dem Moment gefragt, ob die DKB eigentlich weiß, *was* ich eigentlich vorhatte? Ob die mir heimlich über die Schulter gucken? Ob da irgendwo ein kleiner DKB-Wichtel sitzt und bei jeder Transaktion eine Risikobewertung macht? "Oh, dritte Bestellung bei Zalando heute? Alarmstufe Rot!"
"Wartungsarbeiten" - Die Mutter aller Ausreden
Und dann kommt immer diese Erklärung: "Wartungsarbeiten." Ah ja. Natürlich. Wartungsarbeiten. Sind wir mal ehrlich: Sind das die gleichen "Wartungsarbeiten", die auch mein Computer hat, wenn ich ihn neu starten muss, weil er sich aufgehängt hat? Sind die Server der DKB einfach nur müde? Brauchen die auch mal 'ne Pause?
Ich stelle mir vor, wie die Server abends, nach Feierabend, zusammen sitzen und sich über uns lustig machen. "Haha, der hat schon wieder versucht, sich was zu gönnen! Haben wir ihm aber schön einen Strich durch die Rechnung gemacht!"
Andererseits: Vielleicht sollten wir der DKB dankbar sein. Dankbar dafür, dass sie uns zwingt, uns mit unseren Finanzen auseinanderzusetzen. Dankbar dafür, dass sie uns daran erinnert, dass Geld nicht auf Bäumen wächst. (Obwohl, wenn es so wäre...wäre das nicht fantastisch?)
Ich gebe zu, manchmal, wenn ich wieder diese Meldung sehe, kriege ich kurz Panik. Was, wenn ich jetzt wirklich *dringend* Geld brauche? Was, wenn es ein Notfall ist? Aber dann erinnere ich mich: Ich habe ja noch... Bargeld. Ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit.
“Bargeld lacht,” sagt man so schön. Und in dem Moment lacht es wirklich. Lacht über die DKB. Lacht über die "Wartungsarbeiten." Lacht über meine leicht panische Reaktion.
Und dann mache ich was? Dann gehe ich zum Bankautomaten. Und zahle brav Gebühren. (Unpopuläre Meinung: Ich hasse Gebühren am Bankautomaten.)
Die DKB und ich: Eine Hassliebe
Letztendlich ist es wohl eine Hassliebe. Ich brauche die DKB. Die DKB braucht mich (hoffentlich). Und manchmal, da nerven wir uns einfach gegenseitig. So wie in jeder guten Beziehung.
Ich stelle mir vor, wie ich in Zukunft meinen Kindern erzähle: "Früher, Kinder, da gab es Banken, die haben dir einfach so dein Geld weggenommen...äh, ich meine, vorübergehend nicht zugänglich gemacht. Das nannte man 'Wartungsarbeiten'."
Und was lernen wir daraus? Vielleicht, dass wir uns alle ein bisschen mehr mit unseren Finanzen auseinandersetzen sollten. Vielleicht, dass wir ein bisschen weniger impulsiv kaufen sollten. Vielleicht, dass wir einfach die DKB hassen... äh, lieben lernen sollten.
Oder vielleicht auch einfach nur, dass wir immer genug Bargeld zu Hause haben sollten. Für den Fall der Fälle. Für den Fall der "Wartungsarbeiten". Für den Fall des DKB-Wichtels mit seiner Risikobewertung. Die DKB. Einfach unberechenbar. Und irgendwie... liebenswert. Vielleicht.
