Deutschorden Gymnasium Bad Mergentheim
Stell dir vor, du gehst zur Schule und dein Pausenhof ist quasi ein mittelalterliches Schloss. Klingt nach Hogwarts? Fast! Ich rede vom Deutschorden Gymnasium Bad Mergentheim, kurz DOG, einer Schule mit mehr Geschichte als so manche Geschichtslehrerin. Und glaub mir, da gibt’s einiges zu erzählen, was weit über stinknormale Schulstunden hinausgeht.
Zuerst mal, das Gebäude. Es ist nicht einfach nur alt, es ist wirklich alt. Ursprünglich war es mal der Sitz des Deutschen Ordens, einer ziemlich wichtigen Truppe im Mittelalter. Ritter, Kreuzzüge, Burgen – das volle Programm. Stell dir vor, hier sind schon Menschen mit Schwertern und Rüstungen rumgelaufen, bevor es überhaupt Handys oder Selfies gab! Heute sitzen hier Teenager mit Smartphones und versuchen, sich nicht von den alten Gemäuern einschüchtern zu lassen. Der Kontrast ist einfach Gold wert.
Manchmal, wenn man durch die langen Flure geht (die übrigens gefühlt endlos sind), hat man das Gefühl, jeden Moment könnte ein Ritter um die Ecke biegen und fragen, ob man ihm mal eben beim Schmieden helfen kann. Oder zumindest nach dem Weg zur nächsten LAN-Party fragen. Wer weiß? Vielleicht spukt es ja auch ein bisschen. Geschichten kursieren genug. Angeblich soll ja manchmal ein leises Kettenrasseln zu hören sein… Naja, vielleicht ist es aber auch nur der Hausmeister mit seinem Schlüsselbund.
Was das DOG besonders macht
Aber das DOG ist mehr als nur ein altes Gebäude. Es ist eine Schule mit Herz. Eine Schule, die versucht, Tradition und Moderne unter einen Hut zu bekommen. Und das gelingt ihr ziemlich gut. Klar, es gibt den üblichen Schulstress: Vokabeln lernen, Mathearbeiten schreiben, Referate halten. Aber es gibt auch Projekte, die einfach nur Spaß machen. Theateraufführungen im Innenhof, Konzerte in der Kirche, Mittelalterfeste, bei denen sich die Schüler verkleiden und versuchen, möglichst authentisch zu sein (naja, so authentisch, wie es eben geht, wenn man im 21. Jahrhundert lebt).
Ich erinnere mich an einen Freund, der im Theaterkurs war. Sie haben jedes Jahr ein riesiges Stück aufgeführt, meistens irgendwas Klassisches. Aber die Kostüme! Die waren der Hammer. Da steckte so viel Arbeit drin, und man hat gemerkt, dass die Schüler mit Herzblut dabei waren. Und die Aufführungen selbst? Ein Spektakel! Manchmal hat man sich wirklich gefragt, ob man gerade in einem normalen Schultheater oder doch in einem professionellen Schauspielhaus sitzt.
Die Lehrer – ganz normale Menschen, oder doch nicht?
Und die Lehrer? Die sind auch irgendwie besonders. Klar, es gibt die strengen Pauker, die man lieber aus dem Weg geht. Aber es gibt auch die coolen Lehrer, die mit einem lachen können und die sich wirklich für ihre Schüler interessieren. Die, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch versuchen, einem im Leben weiterzuhelfen. Die, die einem Mut machen, wenn man mal wieder am Verzweifeln ist. Und die, die einem auch mal einen dummen Spruch verzeihen können. (Okay, vielleicht nicht immer…)
Eine Lehrerin, Frau Schmidt, war bekannt für ihre unkonventionellen Unterrichtsmethoden. Sie hat zum Beispiel mal eine ganze Geschichtsstunde im Freien verbracht, direkt vor den Toren des Schlosses. Sie hat uns die Geschichte des Deutschen Ordens so lebendig erzählt, dass man das Gefühl hatte, man wäre selbst dabei gewesen. Und das Beste daran: Sie hat uns am Ende der Stunde noch Eis spendiert! Wer kann da schon Nein sagen?
Natürlich gibt es auch am DOG die üblichen Probleme. Zu wenig Parkplätze, zu laute Pausen, zu kurze Mittagspausen (vor allem, wenn man versucht, in der überfüllten Mensa etwas zu essen zu ergattern). Aber im Großen und Ganzen ist das DOG ein Ort, an dem man sich wohlfühlen kann. Ein Ort, an dem man Freunde findet, an dem man lernt, an dem man wächst. Und ein Ort, an dem man Geschichten erlebt, die man so schnell nicht vergisst.
Und wenn man dann irgendwann mal das DOG verlässt, um in die große weite Welt zu ziehen, dann nimmt man nicht nur das Abiturzeugnis mit nach Hause. Sondern auch eine Menge Erinnerungen. Erinnerungen an verrückte Lehrer, an unvergessliche Projekte, an lange Nächte vor Klausuren, an den Geruch des alten Gemäuers, an das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Und an das Wissen, dass man an einem ganz besonderen Ort zur Schule gegangen ist. Einem Ort, an dem Ritter und Schüler friedlich nebeneinander existieren. Zumindest in der Fantasie.
Also, wenn du mal in Bad Mergentheim bist, schau dir das Deutschorden Gymnasium an. Es ist mehr als nur eine Schule. Es ist ein Denkmal, eine Zeitkapsel, ein Ort voller Geschichten und Geheimnisse. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja auch dein eigenes kleines Abenteuer dort. Nur pass auf, dass du nicht von einem Ritter über den Haufen gerannt wirst!
