Die Tochter Peter Bichsel
Okay, hört mal zu. Ich habe da so eine... Meinung. Eine, die vielleicht nicht jeder teilt. Eine, die einige als... nun ja, "frevelhaft" bezeichnen könnten. Es geht um Peter Bichsel. Und, ja, seine Tochter. Genauer gesagt, meine Gedanken über *die Tochter von Peter Bichsel*.
Jeder kennt Bichsel, oder? Der Mann der kleinen Geschichten, der grossen Beobachtungen. Der, der uns beigebracht hat, dass ein Satz wie "Ich bin nicht Biedermann und der bin ich auch nicht" mehr ist als nur ein Satz. Er ist ein Lebensgefühl! Aber seine Tochter? Hmmm...
Versteht mich nicht falsch! Ich kenne sie nicht persönlich. Ich habe keine Ahnung, was sie beruflich macht, ob sie Katzen mag oder lieber Hunde hat. Das ist auch alles gar nicht der Punkt. Der Punkt ist... Erwartungen.
Die Last des Namens
Stellt euch vor, euer Vater wäre der Peter Bichsel. Der Schweizer Literatur-Papst! Der, dessen Bücher im Deutschunterricht rauf und runter analysiert wurden. Der, dessen Zitate jeder kennt. Wäre das nicht... anstrengend?
Ich meine, was auch immer sie macht, es steht doch immer im Schatten dieses riesigen literarischen Baumes. Wenn sie Bäckerin wäre, würden die Leute sagen: "Ach, die Tochter von Bichsel! Na, backt sie auch so subtil und tiefgründig wie ihr Vater schreibt?". Wenn sie Astronautin wäre: "Wahnsinn! Aber kann sie auch so präzise und klar formulieren wie ihr Vater, während sie im All schwebt?"
Der ewige Vergleich
Es ist einfach unfair. Klar, es gibt viele Kinder berühmter Leute. Schauspieler, Musiker, Politiker... Aber bei einem Schriftsteller ist es irgendwie anders. Seine Arbeit ist so... persönlich. So eng verbunden mit seinem Innersten.
Deshalb, meine – vielleicht kontroverse – Meinung: Wir sollten *die Tochter von Peter Bichsel* einfach in Ruhe lassen. Lasst sie ihr Ding machen. Ohne den ewigen Vergleich. Ohne die Last des grossen Namens.
Und wenn sie mal ein Buch schreibt? Dann soll es ihr Buch sein. Nicht "Die Tochter von Bichsel schreibt auch". Sondern einfach: "Ein neues Buch!".
Meine heimliche Hoffnung
Okay, ich gebe es zu. Ich habe auch eine heimliche Hoffnung. Eine, die vielleicht etwas gemein ist. Aber ich muss sie einfach loswerden. Ich hoffe... dass sie irgendwann mal ein Buch schreibt. Ein Buch, das so gar nicht nach Bichsel klingt. Ein Buch voller Action, Intrigen und explodierender Raumschiffe. Einfach, um alle zu überraschen.
Oder, noch besser: Ein Kochbuch! "Die Rezepte meiner Grossmutter - ganz ohne literarische Tiefe". Das wäre doch mal was!
Es ist ihr Leben. Ihre Entscheidung. Aber ich glaube, sie verdient unseren Respekt. Und vielleicht auch ein bisschen Mitleid. Denn Peter Bichsel mag ein wunderbarer Schriftsteller sein. Aber er ist eben auch... ihr Vater.
Ich weiss, ich weiss. Das ist alles sehr spekulativ. Vielleicht ist sie ja total glücklich mit ihrer Situation. Vielleicht findet sie es toll, die Tochter von Peter Bichsel zu sein. Aber ich kann mir einfach vorstellen, dass es auch manchmal ganz schön nerven kann.
Lasst uns anders sein!
Deshalb mein Appell: Lasst uns anders sein. Lasst uns aufhören, Menschen ständig in Schubladen zu stecken. Lasst uns jeden als Individuum sehen. Auch *die Tochter von Peter Bichsel*. Sie ist mehr als nur ein Name. Sie ist ein Mensch. Mit eigenen Träumen, eigenen Zielen und eigenen Meinungen.
Und wer weiss? Vielleicht ist sie ja sogar eine heimliche Superheldin. Oder eine Meisterin im Origami. Oder eine Weltklasse-Jodlerin. Wir wissen es nicht. Und vielleicht sollten wir es auch gar nicht wissen wollen. Lasst uns einfach überraschen lassen.
Vielleicht irre ich mich ja auch total. Vielleicht ist das alles Quatsch. Aber das ist ja das Schöne an Meinungen: Man darf sie haben. Auch wenn sie unbequem sind. Und auch wenn sie sich um *die Tochter von Peter Bichsel* drehen.
So, das musste mal raus. Danke fürs Zuhören (oder Lesen). Jetzt gehe ich mir eine Tasse Tee machen. Und vielleicht heimlich hoffen, dass die Tochter von Peter Bichsel irgendwann mal dieses kleine Essay liest und sich denkt: "Der spinnt ja total! Aber irgendwie hat er ja auch recht..."
