Do Not Forsake Me Oh My Darling Deutsche übersetzung
Manchmal stolpert man über Dinge, die sind so schräg, so unerwartet, dass man einfach nur grinsen muss. So ging es mir mit der deutschen Version von "Do Not Forsake Me Oh My Darling". Ja, richtig gelesen. Diese Folge von "The Prisoner", dieser Kult-Serie aus den 60ern, hat eine deutsche Synchronisation, und die ist... sagen wir mal, einzigartig.
Die Prisoner-Was? Kurze Einführung
Für alle, die jetzt Fragezeichen über dem Kopf schweben haben: "The Prisoner" ist eine britische Science-Fiction-Serie über einen Mann, der als Nummer Sechs in einem mysteriösen Dorf gefangen gehalten wird. Er erinnert sich nicht, wie er dorthin kam oder warum, aber er weigert sich standhaft, seine Geheimnisse preiszugeben. Die Serie ist voll von surrealen Bildern, philosophischen Fragen und einer gehörigen Portion Paranoia. Klingt abgefahren? Ist es auch!
Und mitten in diesem psychedelischen Trip kommt die Folge "Do Not Forsake Me Oh My Darling". In dieser Episode wird Nummer Sechs in den Körper eines Professors versetzt, um das Geheimnis eines Waffendesigns zu lüften. Verwirrend? Ja, schon wieder. Aber das ist ja das Schöne an "The Prisoner".
Die Deutsche Synchronisation: Ein Fall für sich
Nun zur eigentlichen Überraschung: der deutschen Fassung. Deutsche Synchronisationen sind ja oft sehr gut gemacht, präzise und nah am Original. Aber hier… hier wurde irgendwie der Rotstift angesetzt, oder vielleicht auch einfach die Kreativität freien Lauf gelassen. Ich nenne es mal liebevoll "künstlerische Freiheit".
Die Dialoge wurden nicht einfach nur übersetzt, sondern stellenweise komplett neu geschrieben. Und zwar so, dass sie zwar irgendwie noch zum Kontext passen, aber trotzdem völlig anders klingen. Sätze, die im Original kryptisch und bedeutungsschwer sind, werden in der deutschen Version plötzlich herrlich banal oder unfreiwillig komisch.
Einige Szenen wirken dadurch, als würden sie in einem Paralleluniversum spielen, in dem Nummer Sechs plötzlich einen norddeutschen Akzent hat und über das Wetter schimpft. Okay, vielleicht nicht ganz, aber die Tendenz ist da.
Einige Beispiele gefällig?
Leider kann ich hier nicht die komplette Folge zitieren, aber ein paar Beispiele für die Abweichungen sind einfach zu gut, um sie nicht zu erwähnen. Ich erinnere mich dunkel an eine Szene, in der Nummer Sechs im Original etwas sagt wie: "I will not be pushed, filed, indexed, briefed, debriefed or numbered! My life is my own!" In der deutschen Version könnte das ungefähr so klingen: "Ich lasse mich nicht herumschubsen! Ich bin doch kein Aktenstück!"
Es sind diese kleinen, subtilen (und manchmal auch nicht so subtilen) Unterschiede, die die deutsche Version so unterhaltsam machen. Es ist, als würde man die Serie zum ersten Mal sehen, aber gleichzeitig auch nicht.
Warum ist das so lustig?
Warum ist das Ganze eigentlich so amüsant? Ich denke, es liegt daran, dass man "The Prisoner" eigentlich sehr ernst nimmt. Die Serie ist düster, philosophisch und voller existentialistischer Fragen. Die deutsche Synchronisation nimmt dem Ganzen ein wenig die Schwere und macht es zugänglicher – auf eine sehr skurrile Art und Weise.
Es ist auch eine Frage der Erwartung. Man erwartet eine genaue Übersetzung, und stattdessen bekommt man etwas völlig Unerwartetes. Diese Diskrepanz ist einfach urkomisch.
Fazit: Ein Geheimtipp für Serienfans mit Humor
Wenn du "The Prisoner" magst oder einfach nur auf der Suche nach etwas wirklich Besonderem bist, dann solltest du dir unbedingt die deutsche Version von "Do Not Forsake Me Oh My Darling" ansehen. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja sogar neue philosophische Erkenntnisse in den unfreiwillig komischen Dialogen.
Also, Popcorn raus und ab ins Dorf! Aber Vorsicht: Du könntest am Ende mehr Fragen haben als vorher.
Sei wachsam! Sei kritisch! Sei… amüsiert!
Und denke daran: Be seeing you!
