Drei Haselnüsse Für Aschenbrödel Kdepak Ty Ptáčku Hnízdo Máš
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Weihnachten ist vorbei. Aber haltet eure Rentierschlitten noch nicht an! Es gibt da nämlich noch einen Film, der in der Vorweihnachtszeit (und eigentlich das ganze Jahr!) läuft wie geschnitten Brot. Und zwar: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.
Ich weiß, ich weiß. Unantastbar. Kindheitserinnerungen. Märchenzauber pur. Aber... ich habe da so meine Zweifel. Oder besser gesagt, ein paar unpopuläre Meinungen.
Fangen wir mal mit dem Prinzen an. Puh! Ist der nicht ein bisschen... naja... ein Trottel? Er stolpert durch den Wald, schießt schlechter als mein Opa (und der hat Arthrose!), und braucht gefühlt ewig, um zu kapieren, dass Aschenbrödel die Frau seiner Träume ist. Ich meine, hallo? Die Eule hat's doch schon längst gerallt!
Und dieses ständige "Kdepak ty ptáčku hnízdo máš?" – "Wo hast du dein Nest, Vöglein?" – Gesungen von der armen kleinen Eule, die als gefiederter Bote missbraucht wird. Sorry, aber das Lied geht mir sowas von auf die Nerven. Nach dem zehnten Mal wünsche ich mir, die Eule würde einfach "Hau ab!" krächzen. Und vielleicht dem Prinzen ins Ohr picken. Nur so als Denkanstoß.
Aber lasst uns nicht vergessen: Die Stiefmutter! Eine absolute Diva. Böse bis in die Haarspitzen und mit einem Hang zu theatralischen Auftritten, die jeden Opernbesuch in den Schatten stellen. Man muss ihr ja fast schon dankbar sein. Ohne sie wäre Aschenbrödel doch nur ein normales Mädchen im Aschenputtel-Outfit. Sie ist quasi der Katalysator für das ganze Drama!
Die Haselnüsse: Fluch oder Segen?
Klar, die Haselnüsse sind magisch. Sie erfüllen Wünsche. Aber sind sie wirklich so praktisch? Ein Jäger-Outfit? Ein Ballkleid? Hätte sich Aschenbrödel nicht was Besseres wünschen können? Vielleicht ein Ticket nach Paris? Oder eine unerschöpfliche Quelle für Schokolade? Nur so als Vorschlag.
Das Ende vom Lied (oder Film)
Und dann dieses Happy End. Alle sind glücklich. Der Prinz hat seine Aschenbrödel gefunden. Die Stiefmutter schmollt (hoffentlich für immer). Und die Eule... nun ja, die Eule singt wahrscheinlich immer noch "Kdepak ty ptáčku hnízdo máš?".
Aber mal ehrlich: Was kommt danach? Heiraten die beiden? Bekommen sie kleine Prinzen und Prinzessinnen? Streiten sie sich darüber, wer den Müll rausbringt? Vermutlich schon. Denn auch Märchen haben ein "Nachher".
Ich will den Film ja nicht schlechtmachen. Er ist ja schließlich Kult. Aber manchmal frage ich mich, ob wir ihn nicht ein bisschen zu verklärt sehen. Ob wir nicht mal die rosarote Brille abnehmen und die kleinen Macken und Absurditäten des Films anerkennen können.
Und ich bin mir sicher, ich bin nicht die Einzige, die das so sieht. Oder?
Es ist wie mit Weihnachten selbst. Wir lieben es, aber wir wissen auch, dass es stressig sein kann.
Ich behaupte nicht, dass Drei Haselnüsse für Aschenbrödel schlecht ist. Weit gefehlt! Aber vielleicht sollten wir aufhören, ihn als unantastbares Meisterwerk zu behandeln und stattdessen einfach ein bisschen Spaß daran haben, seine kleinen Fehler zu entdecken.
Denn sind wir mal ehrlich: Gerade die Fehler machen ihn doch so liebenswert, oder?
Also, schnappt euch eure Haselnüsse (oder was auch immer ihr gerade griffbereit habt), kuschelt euch auf die Couch und genießt den Film. Aber denkt daran: Es ist nur ein Film. Und manchmal ist es okay, ihn ein bisschen zu hinterfragen. Und vielleicht laut loszulachen, wenn der Prinz mal wieder in einen Schneehaufen fällt.
Und wenn ihr euch das nächste Mal "Kdepak ty ptáčku hnízdo máš?" singen hört, denkt an mich. Und lächelt. Denn wir wissen beide: Es ist zwar nervig, aber irgendwie auch ein bisschen Kult.
