Du Bist Toll So Wie Du Bist
Hallo meine Lieben! Eure Lisa hier, wieder mal mit einer Geschichte, die mir wirklich am Herzen liegt. Es geht nicht um ein bestimmtes Hotel, eine atemberaubende Aussicht oder das beste Restaurant einer Stadt. Heute geht es um etwas viel Wichtigeres: um dich. Und darum, dass du toll bist, so wie du bist. Ja, genau du, der oder die gerade diese Zeilen liest.
Ich weiß, das klingt vielleicht erstmal nach einem dieser typischen, kitschigen Motivationssprüche, die man überall im Internet findet. Aber ich verspreche euch, das hier ist anders. Das hier ist meine persönliche Erfahrung, meine Erkenntnis, die ich auf meinen Reisen gewonnen habe – und die ich unbedingt mit euch teilen möchte. Denn reisen bedeutet für mich nicht nur neue Orte zu entdecken, sondern vor allem auch, sich selbst besser kennenzulernen.
Die Reise zu mir selbst
Ich erinnere mich noch gut an meine erste große Reise. Ich war jung, naiv und hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ich sein sollte. Ich wollte cool, lässig und unbeschwert wirken, so wie die ganzen Reiseblogger, denen ich auf Instagram folgte. Ich versuchte krampfhaft, in dieses Bild hineinzupassen, und vergaß dabei völlig, wer ich wirklich war.
In Rom, der Stadt der ewigen Liebe, versuchte ich, das perfekte Instagram-Foto vor dem Kolosseum zu schießen, anstatt einfach den Moment zu genießen. In Barcelona hetzte ich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, um möglichst viele Punkte auf meiner To-Do-Liste abzuhaken, anstatt mich einfach treiben zu lassen und die Atmosphäre der Stadt aufzusaugen. Ich war so sehr damit beschäftigt, jemand anderes zu sein, dass ich die Schönheit um mich herum gar nicht richtig wahrnehmen konnte.
Es dauerte eine Weile, bis ich merkte, dass ich mich selbst sabotierte. Ich war unglücklich, gestresst und fühlte mich leer, obwohl ich die ganze Zeit an wunderschönen Orten unterwegs war. Der Wendepunkt kam in einer kleinen, unscheinbaren Bar in Lissabon. Ich saß allein an einem Tisch, trank einen Ginjinha und hörte einer alten Dame zu, die Fado sang. Ihre Stimme war rau und voller Melancholie, aber gleichzeitig auch voller Leben und Leidenschaft. In diesem Moment spürte ich etwas, das ich lange nicht mehr gespürt hatte: Ehrlichkeit.
Diese Frau sang aus tiefstem Herzen, ohne sich darum zu kümmern, was andere von ihr dachten. Sie war einfach sie selbst, mit all ihren Fehlern und Unvollkommenheiten. Und genau das machte sie so authentisch und berührend. Da wurde mir klar: Ich musste aufhören, jemand anderes sein zu wollen, und anfangen, mich selbst zu akzeptieren, mit all meinen Ecken und Kanten.
Akzeptanz ist der Schlüssel
Von diesem Tag an änderte sich meine Art zu reisen. Ich hörte auf, mich mit anderen zu vergleichen, und konzentrierte mich stattdessen darauf, meine eigenen Erfahrungen zu machen. Ich erlaubte mir, spontan zu sein, Fehler zu machen und Dinge auszuprobieren, die ich mich vorher nie getraut hätte. Ich lernte, dass es okay ist, wenn nicht alles perfekt ist, und dass gerade die kleinen Unvollkommenheiten das Leben so spannend machen.
In Marrakesch verirrte ich mich in den verwinkelten Gassen der Medina und landete in einem kleinen Teppichladen, wo ich mit dem Besitzer stundenlang über das Leben philosophierte. In Bangkok aß ich an einem Straßenstand eine Suppe, von der ich keine Ahnung hatte, was drin war – und sie schmeckte unglaublich lecker. In Buenos Aires lernte ich Tango tanzen, obwohl ich absolut kein Rhythmusgefühl habe (was zu einigen sehr amüsanten Situationen führte).
Diese Erfahrungen haben mich verändert. Sie haben mir gezeigt, dass es nicht darum geht, perfekt zu sein, sondern darum, authentisch zu sein. Darum, seine eigenen Stärken und Schwächen zu kennen und sich selbst so zu lieben, wie man ist. Denn du bist toll, so wie du bist. Mit all deinen Macken, deinen Ängsten und deinen Träumen.
Wie du dich selbst auf Reisen entdecken kannst
Ich weiß, das klingt alles sehr schön und gut, aber wie setzt man das in der Praxis um? Wie kann man sich selbst auf Reisen entdecken und lernen, sich selbst zu lieben? Hier sind ein paar Tipps, die mir geholfen haben:
- Sei mutig und verlasse deine Komfortzone: Probiere neue Dinge aus, rede mit Fremden, wage dich an Orte, die du sonst meiden würdest. Du wirst überrascht sein, was du alles über dich selbst lernen kannst.
- Höre auf dein Bauchgefühl: Wenn sich etwas nicht richtig anfühlt, dann lass es sein. Vertraue deiner Intuition und folge deinem Herzen.
- Nimm dir Zeit für dich selbst: Reisen kann anstrengend sein. Plane regelmäßig Pausen ein, in denen du dich entspannen und deine Gedanken schweifen lassen kannst. Lies ein Buch, schreibe Tagebuch, meditiere oder mach einfach gar nichts.
- Sei achtsam: Nimm deine Umgebung bewusst wahr. Beobachte die Menschen, höre die Geräusche, rieche die Düfte. Versuche, im Moment zu leben und die kleinen Dinge zu genießen.
- Sei freundlich zu dir selbst: Sei nicht zu streng mit dir, wenn etwas nicht klappt. Fehler gehören dazu und sind eine Chance, daraus zu lernen. Behandle dich selbst mit Freundlichkeit und Mitgefühl.
Reisen ist eine unglaubliche Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen und zu wachsen. Es ist eine Chance, seine eigenen Grenzen zu überwinden, neue Perspektiven zu gewinnen und sich selbst neu zu erfinden. Aber das Wichtigste ist, dass du dich auf dieser Reise selbst treu bleibst. Vergiss nicht, wer du bist, und was dich ausmacht. Denn genau das macht dich so einzigartig und wertvoll.
"Die größte Reise deines Lebens ist die Reise zu dir selbst."
Und zum Schluss möchte ich euch noch etwas mit auf den Weg geben: Egal wo du bist, egal was du tust, egal wie du dich fühlst, vergiss nie: Du bist toll, so wie du bist. Und das ist mehr als genug. Also, pack deine Koffer, lass deine Sorgen zu Hause und geh raus in die Welt. Entdecke neue Orte, lerne neue Menschen kennen und vor allem: Entdecke dich selbst! Ich wünsche dir eine wundervolle Reise!
Eure Lisa.
