E 20 Fehler Bei Waschmaschine
Oh, die Tücken des Reisens! Manchmal sind es nicht nur verpasste Flüge oder verlorene Koffer, die einem das Leben schwer machen. Manchmal ist es ganz banal: die stinknormale Waschmaschine, die streikt. Und wisst ihr was? Genau das ist mir vor kurzem passiert, mitten in meinem idyllischen Aufenthalt in einer kleinen Pension in Bayern. E20. Dieser unscheinbare Code, der mein Leben für ein paar Stunden in ein Chaos stürzte. Aber keine Sorge, ich habe es überlebt – und teile meine Geschichte und Tipps, damit es euch nicht auch so ergeht!
Ich war gerade dabei, meine Wäsche zu waschen – nach einer Woche Wandern in den bayerischen Alpen waren meine Klamotten, sagen wir mal, bedürftig. Ich hatte die Maschine beladen, das Waschmittel eingefüllt und auf den Startknopf gedrückt. Alles lief gut, zumindest für die ersten paar Minuten. Dann, plötzlich, ein Stopp. Kein Brummen, kein Drehen, einfach nur Stille. Und im Display: E20. Mein erster Gedanke? "Was zur Hölle bedeutet das?"
Panik und Recherche: Was bedeutet E20 überhaupt?
In solchen Momenten bin ich dankbar für das Internet. Ein paar schnelle Suchanfragen später wusste ich, dass E20 bei vielen Waschmaschinen (besonders bei Modellen von AEG, Electrolux und Zanussi, wie sie in der Pension stand) ein Problem mit dem Abpumpen des Wassers signalisiert. Super. Genauer gesagt, es bedeutet, dass die Maschine das Wasser aus irgendeinem Grund nicht loswird. Mögliche Ursachen:
- Verstopfter Ablaufschlauch
- Verstopftes Flusensieb
- Defekte Pumpe
- Ein Knick im Ablaufschlauch
- Manchmal auch ein Software-Fehler (eher selten)
Okay, ich hatte also eine Liste von Verdächtigen. Aber wo fängt man an? Mein erster Impuls war, den Vermieter zu rufen, aber ich dachte, ich könnte ja mal versuchen, das Problem selbst zu lösen. Schließlich bin ich Abenteurer! (zumindest in meinen eigenen Augen).
Schritt für Schritt zur Problemlösung: Mein persönlicher Waschmaschinen-Detektiv
Hier ist, was ich unternommen habe, um den E20-Fehler zu beheben – und was ihr auch probieren könnt, wenn ihr in einer ähnlichen Situation seid:
1. Der Ablaufschlauch: Mein erster Verdächtiger
Der einfachste Check zuerst: Ich habe den Ablaufschlauch sorgfältig untersucht. War er geknickt? Gequetscht? Irgendwie blockiert? Glücklicherweise sah er auf den ersten Blick gut aus. Aber nur weil man nichts sieht, heißt das nicht, dass nichts ist. Ich habe ihn vom Abflussrohr getrennt und hineingepustet (ja, ich weiß, nicht die eleganteste Methode, aber sie funktioniert!). Es kam Luft durch, also war der Schlauch zumindest nicht komplett verstopft.
2. Das Flusensieb: Der Klassiker
Das Flusensieb. Der Klassiker unter den Waschmaschinenproblemen. Ich habe die kleine Klappe unten an der Maschine geöffnet (Achtung: meistens kommt da noch ein bisschen Wasser raus, also am besten einen Lappen bereithalten!). Und siehe da: ein kleiner Zoo aus Fusseln, Haaren, einem Knopf und… einem 50-Cent-Stück! Ich habe alles sorgfältig entfernt und das Sieb unter fließendem Wasser gereinigt. Das war schon mal ein guter Anfang.
Wichtiger Tipp: Bevor ihr das Flusensieb wieder einsetzt, solltet ihr überprüfen, ob sich das kleine Rädchen, das die Pumpe antreibt, frei drehen lässt. Manchmal blockieren auch hier kleine Gegenstände.
3. Der Eimer-Test: Abpumpen manuell
Nachdem ich das Flusensieb gereinigt hatte, wollte ich wissen, ob die Pumpe überhaupt noch funktioniert. Also habe ich einen Eimer unter den Ablaufschlauch gehalten und die Maschine auf "Abpumpen" gestellt. Und… nichts. Kein Geräusch, kein Wasser. Das deutete stark auf eine defekte Pumpe hin. Mist.
4. Der Notfallplan: Den Vermieter informieren
Okay, jetzt war klar, dass ich das Problem nicht alleine lösen konnte. Ich habe den Vermieter angerufen und ihm die Situation erklärt. Er war sehr nett und bot an, sich am nächsten Tag darum zu kümmern. Zum Glück hatte ich noch ein paar saubere Klamotten für den Rest meines Aufenthalts.
Die Moral von der Geschicht': Was ich gelernt habe
Diese kleine Waschmaschinen-Episode hat mir ein paar wichtige Dinge gelehrt – die vielleicht auch für euch auf Reisen nützlich sein könnten:
- Kennt eure Geräte: Macht euch mit den grundlegenden Funktionen und Fehlermeldungen der Geräte vertraut, die ihr benutzt, besonders in Ferienwohnungen oder Hotels. Eine kurze Google-Suche kann oft schon helfen.
- Seid vorsichtig beim Beladen: Überladet die Waschmaschine nicht und achtet darauf, dass keine kleinen Gegenstände (Münzen, Knöpfe, etc.) in die Trommel gelangen können.
- Regelmäßige Reinigung: Reinigt das Flusensieb regelmäßig (am besten nach jeder Wäsche). Das verhindert Verstopfungen und verlängert die Lebensdauer der Maschine.
- Nicht alles selbst machen: Wenn ihr merkt, dass ihr das Problem nicht lösen könnt, scheut euch nicht, um Hilfe zu bitten. Der Vermieter oder das Hotelpersonal sind oft die besten Ansprechpartner.
- Akzeptiert das Chaos: Manchmal passieren einfach Dinge, die man nicht kontrollieren kann. Atmet tief durch, lacht darüber und macht das Beste daraus.
E20 und die Reiseplanung: Was ihr mitnehmen könnt
Okay, eine kaputte Waschmaschine ist natürlich kein Weltuntergang. Aber wenn ihr länger unterwegs seid, besonders mit begrenztem Gepäck, kann es schon ärgerlich sein. Hier ein paar Tipps, um solche Situationen zu vermeiden oder zumindest zu entschärfen:
- Reisewaschmittel: Nehmt ein kleines Päckchen Reisewaschmittel mit. So könnt ihr notfalls auch mal ein paar Kleidungsstücke im Waschbecken waschen.
- Wäscheleine und Klammern: Eine kleine Wäscheleine und ein paar Klammern sind Gold wert, wenn ihr eure Wäsche selbst trocknen müsst.
- Schnelltrocknende Kleidung: Investiert in ein paar Kleidungsstücke aus schnelltrocknenden Materialien. Das spart Zeit und Platz im Koffer.
- Waschsalon-Apps: Informiert euch über Apps, die euch Waschsalons in eurer Nähe anzeigen. In vielen Städten gibt es mittlerweile moderne und saubere Waschsalons, die eine gute Alternative zur Waschmaschine in der Ferienwohnung sind.
- Flexibilität: Seid flexibel und plant Pufferzeiten ein. Wenn die Wäsche nicht rechtzeitig fertig wird, ist das nicht das Ende der Welt.
Und was die Waschmaschine in meiner bayerischen Pension betrifft? Der Vermieter hat sie am nächsten Tag reparieren lassen. Es war tatsächlich die Pumpe, die den Geist aufgegeben hatte. Und ich? Ich habe die restlichen Tage meines Urlaubs in vollen Zügen genossen – mit sauberen (oder zumindest halbwegs sauberen) Klamotten. Denn am Ende sind es ja die kleinen Abenteuer und Pannen, die eine Reise unvergesslich machen. Also, packt eure Koffer, vergesst das Reisewaschmittel nicht – und lasst euch nicht von einer streikenden Waschmaschine die Laune verderben!
Bon voyage! Und möge eure Wäsche immer frisch und sauber sein!
Denkt daran, Reisen bedeutet nicht nur das Erreichen des Ziels, sondern auch das Genießen des Weges – und manchmal gehört eben auch eine kaputte Waschmaschine dazu!
