E Mail Schreiben Für Bewerbung
Okay, mal ehrlich, wer freut sich wirklich auf's E-Mail-Schreiben für 'ne Bewerbung? Ich meine, hallo? Wir leben im 21. Jahrhundert. Könnte man nicht einfach ein Selfie mit Lebenslauf schicken und sagen: "Hier bin ich, nehmt mich!"? Wäre viel effizienter, oder?
Aber nein, die Personalabteilungen lieben es kompliziert. Also, müssen wir uns hinsetzen und diese E-Mail-Meisterwerke verfassen. Jede Formulierung muss sitzen, jede Komma perfekt platziert. Sonst landet das Ding direkt im digitalen Papierkorb.
Der Betreff: Die Kunst der Kürze
Der Betreff… Oh, der Betreff! Ein Minenfeld aus Möglichkeiten. Zu langweilig? Vergessen. Zu frech? Weg damit. "Bewerbung als Superheld bei der Firma Superschlau GmbH"? Hmm, vielleicht doch lieber "Bewerbung Max Mustermann". Sicher ist sicher.
Ich finde ja, man sollte den Betreff einfach mit Emojis füllen. Eine Rakete für Motivation, ein Muskel für Stärke, ein Gehirn für Intelligenz… Okay, vielleicht doch nicht. Wahrscheinlich würden die denken, man hat zu viel Zeit und zu wenig Ahnung.
Die Anrede: Sehr geehrte Damen und Herren… wirklich?
Und dann kommt die Anrede. "Sehr geehrte Damen und Herren". Wie originell! Klingt irgendwie nach verstaubter Bibliothek, oder? Aber was soll man machen? "Hey Leute von Superschlau"? Eher nicht so professionell, oder?
Ich träume ja von einer Welt, in der man einfach "Hallo [Name]" schreiben kann. Oder noch besser: "Servus!" Aber bis dahin heißt es wohl oder übel: "Sehr geehrte Damen und Herren". Seufz.
Der Inhalt: Bloß nicht einschlafen!
Jetzt wird's knifflig. Der Inhalt. Wo man beweisen muss, dass man der oder die Beste für den Job ist. Aber bitte nicht zu angeberisch. Und bloß nicht zu bescheiden. Ein schmaler Grat, sag ich euch!
Man muss die Keywords aus der Stellenanzeige herausfiltern und sie dann geschickt in den Text einbauen. "Teamfähig", "kommunikativ", "lösungsorientiert"... Bingo! Hab ich alles drauf. Zumindest in der E-Mail.
Ich finde ja, man sollte einfach schreiben dürfen, was man wirklich denkt. "Ich brauche den Job, weil meine Miete immer teurer wird!" Oder: "Ich bin zwar nicht perfekt, aber ich bin lernfähig!" Aber nein, das wäre ja zu ehrlich. Also, polieren wir die Wahrheit lieber auf und schreiben etwas über unsere "Leidenschaft für innovative Lösungen".
Ich plädiere für mehr Ehrlichkeit in Bewerbungs-E-Mails!
Der Schlusssatz: Bloß nicht zu aufdringlich!
Und dann der Schlusssatz. "Mit freundlichen Grüßen". Standard. "Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch". Klingt, als würde man es kaum erwarten können. "Ich stehe Ihnen gerne für Rückfragen zur Verfügung". Klar, jederzeit, Tag und Nacht!
Ich hätte ja lieber einen Schlusssatz wie: "Wenn Sie mich nicht einstellen, verpassen Sie was!" Aber das wäre wohl etwas... selbstbewusst. Also, bleibe ich lieber bei "Mit freundlichen Grüßen". Sicher ist sicher.
Ach, das E-Mail-Schreiben für Bewerbungen ist schon eine Wissenschaft für sich. Eine Wissenschaft, die ich am liebsten abschaffen würde. Aber solange es sie gibt, müssen wir uns wohl oder übel damit abfinden. Und vielleicht sogar ein bisschen Spaß dabei haben. Vielleicht.
Also, viel Glück beim Verfassen eurer Bewerbungs-Mails! Und denkt dran: Immer schön lächeln (auch wenn's nur in der E-Mail ist)!
