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Eltern Von Kindern Mit Behinderung


Eltern Von Kindern Mit Behinderung

Eltern von Kindern mit Behinderung stehen in Deutschland vor besonderen Herausforderungen, aber auch vor einer Vielzahl von Unterstützungsangeboten. Dieser Artikel soll einen umfassenden Überblick über wichtige Aspekte geben, die Eltern mit behinderten Kindern in Deutschland betreffen, von der Diagnose über rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu praktischen Hilfen und Anlaufstellen.

Diagnose und erste Schritte

Die Diagnose einer Behinderung bei einem Kind ist oft ein einschneidendes Erlebnis. Es ist wichtig zu wissen, dass Sie als Eltern nicht allein sind. Nach der Diagnose beginnt ein Prozess der Auseinandersetzung, der Akzeptanz und der Informationsbeschaffung. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, die Diagnose zu verarbeiten und sich nicht von Anfang an unter Druck setzen zu lassen.

Wo finden Sie Hilfe bei der Diagnose?

  • Kinderärzte und Fachärzte: Sie sind die ersten Ansprechpartner und können weitere Untersuchungen veranlassen und an Spezialisten überweisen.
  • Frühförderstellen: Bieten Diagnostik, Beratung und Förderung für Kinder im Vorschulalter mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen.
  • Sozialpädiatrische Zentren (SPZ): Spezialisierte Einrichtungen, die umfassende Diagnostik und interdisziplinäre Betreuung anbieten.
  • Beratungsstellen für Eltern und Familien: Bieten psychologische Unterstützung und Informationen zu weiteren Hilfsangeboten.

Lassen Sie sich von den Fachleuten die Diagnose genau erklären und stellen Sie alle Fragen, die Ihnen wichtig erscheinen. Es ist Ihr Recht, eine Zweitmeinung einzuholen.

Rechtliche Rahmenbedingungen und finanzielle Unterstützung

In Deutschland gibt es eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen, die die Rechte und Ansprüche von Menschen mit Behinderung und ihren Familien regeln. Dazu gehören:

  • Sozialgesetzbuch (SGB) IX: Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: Regelt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Teilhabe am Arbeitsleben, Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und Leistungen zur Unterstützung der persönlichen Entwicklung.
  • SGB VIII: Kinder- und Jugendhilfe: Bietet Hilfen zur Erziehung und Unterstützung für Familien mit behinderten Kindern.
  • Schwerbehindertengesetz (SchwbG): Regelt die Rechte von Menschen mit Schwerbehinderung, z.B. im Arbeitsleben.

Grad der Behinderung (GdB) und Schwerbehindertenausweis

Der Grad der Behinderung (GdB) wird vom Versorgungsamt festgestellt und kann zwischen 20 und 100 liegen. Ab einem GdB von 50 gilt man als schwerbehindert und kann einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Dieser Ausweis ermöglicht den Zugang zu verschiedenen Nachteilsausgleichen, wie z.B.:

  • Steuerliche Vorteile
  • Parkerleichterungen
  • Ermäßigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln und kulturellen Veranstaltungen

Die Feststellung des GdB ist ein wichtiger Schritt, um die zustehenden Leistungen in Anspruch nehmen zu können. Lassen Sie sich bei der Antragstellung beraten, z.B. von einem Sozialverband oder einer Beratungsstelle.

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Eltern von Kindern mit Behinderung haben Anspruch auf verschiedene finanzielle Unterstützungen:

  • Kindergeld: Wird unabhängig von der Behinderung des Kindes gezahlt.
  • Kinderzuschlag: Für Familien mit geringem Einkommen.
  • Eingliederungshilfe: Leistungen zur Förderung der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft (z.B. Assistenz, Freizeitaktivitäten).
  • Pflegegeld oder Pflegesachleistungen: Für Kinder mit Pflegebedarf. Die Höhe richtet sich nach dem Pflegegrad.
  • Leistungen der Krankenkasse: Übernahme von Kosten für medizinische Behandlungen, Hilfsmittel (z.B. Rollstuhl, Hörgerät) und Therapien.

Die Beantragung dieser Leistungen kann komplex sein. Es empfiehlt sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, z.B. bei einer Beratungsstelle oder einem Sozialverband.

Schule und Bildung

Kinder mit Behinderung haben das Recht auf Bildung. In Deutschland gibt es verschiedene Schulformen, die auf die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung zugeschnitten sind:

  • Regelschule (Inklusion): Kinder mit und ohne Behinderung lernen gemeinsam in einer Klasse.
  • Förderschule: Spezialisierte Schulen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung ausgerichtet sind.
  • Integrationsklassen: In Regelschulen werden spezielle Klassen für Kinder mit Behinderung eingerichtet.

Die Wahl der richtigen Schulform hängt von den individuellen Bedürfnissen des Kindes ab. Lassen Sie sich von der Schule, der Schulaufsicht und Beratungsstellen beraten. Die Inklusion ist ein wichtiges Ziel, aber nicht immer die beste Lösung für jedes Kind.

Nachteilsausgleich

Um sicherzustellen, dass Kinder mit Behinderung gleiche Bildungschancen haben, gibt es den Nachteilsausgleich. Dieser kann z.B. umfassen:

  • Verlängerung der Bearbeitungszeit bei Prüfungen
  • Einsatz von Hilfsmitteln
  • Individuelle Anpassung des Unterrichtsmaterials

Der Nachteilsausgleich wird individuell festgelegt und muss bei der Schule beantragt werden.

Alltagsleben und Freizeit

Die Gestaltung des Alltags und der Freizeit kann für Familien mit behinderten Kindern eine Herausforderung sein. Es gibt jedoch zahlreiche Unterstützungsangebote, die helfen können:

  • Familienentlastender Dienst (FED): Bietet stundenweise Betreuung zu Hause, um Eltern zu entlasten.
  • Freizeitgruppen und -angebote: Spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
  • Persönliche Assistenz: Unterstützung im Alltag, z.B. bei der Körperpflege, der Mobilität oder der Kommunikation.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen Eltern von Kindern mit Behinderung. Der Austausch von Erfahrungen kann sehr hilfreich sein.

Anlaufstellen und Beratung

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Anlaufstellen und Beratungsangeboten für Eltern von Kindern mit Behinderung:

  • Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB): Kostenlose und unabhängige Beratung zu allen Fragen der Teilhabe.
  • Sozialverbände (z.B. VdK, SoVD): Bieten Beratung und Unterstützung in sozialrechtlichen Fragen.
  • Elterninitiativen und Selbsthilfegruppen: Bieten Austausch und Unterstützung von Betroffenen für Betroffene.
  • Kommunale Beratungsstellen: Bieten Informationen und Unterstützung zu lokalen Angeboten.

Scheuen Sie sich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es gibt viele Menschen und Organisationen, die Sie unterstützen können. Die frühe Inanspruchnahme von Beratung und Unterstützung kann viele spätere Probleme vermeiden.

Wichtige Tipps für Eltern

  • Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst: Die Betreuung eines Kindes mit Behinderung ist anstrengend. Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse und nehmen Sie sich Auszeiten.
  • Suchen Sie den Austausch mit anderen Eltern: Der Austausch von Erfahrungen kann sehr hilfreich sein.
  • Seien Sie geduldig: Die Entwicklung eines Kindes mit Behinderung kann länger dauern.
  • Feiern Sie die Erfolge: Jeder kleine Fortschritt ist ein Grund zur Freude.
  • Lassen Sie sich nicht entmutigen: Es wird auch schwierige Zeiten geben. Wichtig ist, nicht aufzugeben und weiter nach Lösungen zu suchen.

Die Erziehung eines Kindes mit Behinderung ist eine besondere Herausforderung, aber auch eine große Bereicherung. Mit der richtigen Unterstützung können Sie Ihrem Kind ein erfülltes Leben ermöglichen.

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