Email In Englisch Schreiben
Erinnerst du dich an dein erstes Mal? Nein, nicht das erste Mal! Ich meine, dein erstes Mal, als du versucht hast, eine E-Mail auf Englisch zu schreiben. Für manche ist es, als würde man zum ersten Mal einen Zauberstab in die Hand nehmen. Man hat eine vage Vorstellung, was passieren soll, aber das Ergebnis… nun ja, das Ergebnis kann magisch sein oder auch eher… muggelhaft.
Ich erinnere mich lebhaft an meine ersten Gehversuche. Ich wollte unbedingt einen englischen Brieffreund beeindrucken, den ich in einem Online-Forum für Computerspiele kennengelernt hatte. Meine E-Mail war eine Mischung aus holprigem Schulenglisch und verzweifelten Versuchen, witzig zu sein. Ich glaube, ich habe das Wort "Awesome" viel zu oft benutzt. Und dann war da noch der Betreff: "Hello from Germany, your friend!". Kreativität pur!
Das Verrückte ist, dass es funktioniert hat! Er hat geantwortet! Vielleicht war es Mitleid, vielleicht war es echte Neugier, aber wir begannen einen regen Austausch. Ich lernte schnell, dass es weniger darum ging, fehlerfreies Englisch zu sprechen, sondern vielmehr darum, sich verständlich zu machen und eine Verbindung herzustellen. Fehler waren erlaubt, sogar erwünscht, denn sie machten die Kommunikation menschlich.
Die Herausforderungen des "English Mailings"
Klar, es gibt Herausforderungen. Zum Beispiel die Sache mit den Redewendungen. "It's raining cats and dogs" ist etwas, was man in der deutschen Sprache so nicht findet. Stell dir vor, du würdest das wortwörtlich übersetzen! Dein Empfänger würde wahrscheinlich denken, du hast den Verstand verloren. Und dann sind da noch die subtilen Unterschiede in der Höflichkeit. Ein direktes "I need this now!" kann in einer englischen E-Mail unhöflich wirken. Ein freundliches "I would be grateful if you could look into this as soon as possible" klingt da schon viel besser.
Der Einfluss von Google Translate
Und dann ist da noch der allgegenwärtige Google Translate. Ein Segen und ein Fluch zugleich! Er kann dir in brenzligen Situationen helfen, aber er kann dich auch in peinliche Situationen bringen. Ich habe einmal einen Geschäftsbrief gesehen, der mit "Kind regards, your sincere donkey" endete. Autsch! Man sollte sich also nie blind auf Google Translate verlassen, sondern immer noch mal selbst überprüfen, ob der übersetzte Text auch wirklich Sinn macht.
Aber lass uns ehrlich sein, auch Muttersprachler machen Fehler! Ich habe schon E-Mails von Engländern und Amerikanern gesehen, die vor Grammatikfehlern und Tippfehlern nur so strotzten. Das beruhigt ungemein! Es zeigt, dass Perfektion nicht das Ziel ist. Das Ziel ist Kommunikation.
Die Magie der Verbindung
Das wirklich Schöne am E-Mail-Schreiben auf Englisch ist die Möglichkeit, mit Menschen aus aller Welt in Kontakt zu treten. Du kannst mit einem Startup in Silicon Valley über innovative Technologien diskutieren, mit einem Künstler in London über moderne Kunst philosophieren oder mit einem Reisenden in Australien über seine Abenteuer sprechen. Die Welt liegt dir zu Füßen, oder besser gesagt, in deinem Posteingang.
Ich habe durch englische E-Mails Freundschaften geschlossen, Geschäftspartnerschaften aufgebaut und sogar ein bisschen die Welt verbessert. Einmal habe ich einem englischen Rentner geholfen, ein verlorenes Fotoalbum seiner Frau wiederzufinden. Er war so dankbar! Kleine Gesten, große Wirkung.
Also, nur Mut! Schreib diese E-Mail! Mach Fehler! Lerne daraus! Und vergiss nicht, ein bisschen Humor einzustreuen. Ein gut platzierter Witz kann Wunder wirken. Und wenn alles schief geht, kannst du immer noch die "Entschuldigung für meine schlechte Englischkenntnisse"-Karte spielen. Funktioniert fast immer!
"The limit of my language means the limit of my world." - Ludwig Wittgenstein.
Und hey, vielleicht findest du ja auch deinen eigenen englischen Brieffreund und erlebst dein ganz persönliches E-Mail-Abenteuer. Wer weiß, vielleicht schreiben wir uns ja bald! See you in the inbox!
