Englisch 6 Klasse Gymnasium Who Which Whose
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wer von uns hat in der 6. Klasse Gymnasium bei Who, Which, Whose nicht geschwitzt? Ich meine, da saßen wir, frisch aus der Grundschule, und plötzlich ging es um Relativpronomen. Relativpronomen! Klingt wie etwas aus einem Harry-Potter-Roman, oder?
Ich gebe zu, ich war verwirrt. So richtig verwirrt. Und, ja, ich gebe es zu: Ich bin es manchmal heute noch. Sorry, Frau Müller, falls Sie das lesen! 😉
Die Qual der Wahl: Who, Which, Whose
Da ist Who. Relativ einfach, oder? Es bezieht sich auf Personen. "The girl who sings is my sister." Klingt logisch. Kein Problem. Denkt man. Aber wartet ab...
Dann kommt Which ins Spiel. Which ist für Sachen und Tiere. "The dog which is barking is annoying." Auch noch okay. Aber mal ehrlich, wer denkt beim Hund wirklich an "which"? Wir denken doch alle an "who"! Ist doch ein Familienmitglied, oder?
Und dann... der Endgegner. Whose. Whose zeigt Besitz an. "The boy whose bike was stolen is sad." Okay, der Junge, dessen Fahrrad gestohlen wurde... Hier fängt es an, kompliziert zu werden. Warum nicht einfach "The boy, his bike was stolen..." sagen? Viel einfacher! Aber nein, wir brauchen whose. Warum?
Meine Unbeliebte Meinung
Jetzt kommt meine unbeliebte Meinung: Brauchen wir Whose wirklich so oft? Ich behaupte: Nein! Es gibt doch so viele andere Möglichkeiten, Besitz auszudrücken. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Ich sage ja nicht, dass wir es komplett abschaffen sollen. Aber müssen wir es wirklich so in den Vordergrund stellen? Ich finde, wir sollten den armen Sechstklässlern etwas mehr Luft zum Atmen geben!
Ich erinnere mich noch an eine Klassenarbeit. Da war ein Satz, den wir vervollständigen sollten: "The house _______ roof was damaged..." Ich habe allen Ernstes "The house, it's roof was damaged..." geschrieben. Frau Müller hat mir das natürlich rot angestrichen. War aber doch verständlich, oder? Verdammt noch mal, es war verständlich!
Klar, grammatikalisch war es falsch. Aber darum geht es doch gar nicht, oder? Es geht darum, sich auszudrücken. Es geht darum, zu kommunizieren. Und wenn ich mich so besser verständlich machen kann, dann ist das doch okay, oder?
"Grammatik ist wichtig, aber Kommunikation ist wichtiger." – Mein innerer Rebell, wahrscheinlich.
Und noch etwas: Warum müssen wir immer alles so kompliziert machen? Die englische Sprache ist doch eigentlich so schön einfach. Kurze Sätze, einfache Wörter. Und dann kommen wir mit Relativpronomen um die Ecke und machen alles kaputt.
Also, liebe Englischlehrer und -lehrerinnen: Bitte seid gnädig mit den Sechstklässlern. Erklärt Who, Which, Whose verständlich. Und vielleicht, nur vielleicht, lasst uns Whose ein bisschen in den Hintergrund rücken. Der Weltuntergang droht nicht, wenn wir stattdessen mal "his" oder "her" benutzen.
Denn am Ende des Tages wollen wir doch alle nur eines: Dass die Schüler Spaß am Englischlernen haben. Und wenn sie vor lauter Relativpronomen keinen Spaß mehr haben, dann haben wir etwas falsch gemacht.
Und übrigens, falls sich jetzt jemand fragt: Ja, ich weiß, dass es "whose" heißt und nicht "who's" im Zusammenhang mit Besitz. Aber ich musste einfach noch einen kleinen Fehler einbauen, um authentisch zu wirken. Schließlich bin ich auch nur ein Mensch, who Fehler macht. 😉
