Englisch Steigerung Von Adjektiven übungen
Hallo liebe Reisefreunde! Wisst ihr, was mir auf meinen unzähligen Reisen immer wieder auffällt? Nicht nur die atemberaubenden Landschaften und die faszinierenden Kulturen, sondern auch die vielen kleinen Gespräche mit Einheimischen. Und genau diese Gespräche, diese Begegnungen, sind oft das Salz in der Suppe. Aber was, wenn die Sprache eine Hürde darstellt? Keine Sorge, ich habe da eine Idee, wie wir uns gemeinsam vorbereiten können! Heute tauchen wir ein in die Welt der deutschen Adjektive und wie wir sie steigern – ein bisschen wie das Würzen unserer sprachlichen Reiseapotheke, damit wir für jede Situation gewappnet sind.
Stellt euch vor, ihr steht vor dem beeindruckenden Kölner Dom. Ihr wollt sagen, wie großartig er ist. Einfach nur "groß" reicht da doch nicht, oder? Wir brauchen mehr Ausdruckskraft! Hier kommen die Steigerungsformen ins Spiel.
Die Grundlagen: Positiv, Komparativ und Superlativ
Im Grunde genommen ist es ganz einfach: Jedes Adjektiv hat drei Steigerungsformen:
- Positiv: Die Grundform des Adjektivs (z.B. groß, schön, schnell).
- Komparativ: Die Vergleichsform (z.B. größer, schöner, schneller) – wir vergleichen zwei Dinge miteinander.
- Superlativ: Die Höchstform (z.B. am größten, am schönsten, am schnellsten oder der/die/das größte, schönste, schnellste) – wir beschreiben etwas als das Ultimative, das Beste von allem.
Denkt an eine Wanderung in den Alpen. Ihr seht einen Berg und sagt: "Der Berg ist hoch" (Positiv). Dann seht ihr einen noch höheren Berg und sagt: "Dieser Berg ist höher als der andere" (Komparativ). Und schließlich erreicht ihr den Gipfel und sagt: "Das ist der höchste Berg, den ich je bestiegen habe!" (Superlativ).
Wie bilden wir den Komparativ?
In den meisten Fällen ist das ganz einfach: Wir hängen einfach ein "-er" an den Positiv an.
Beispiele:
- klein -> kleiner
- schnell -> schneller
- langsam -> langsamer
- hell -> heller
Aber Achtung! Bei einigen Adjektiven mit den Vokalen a, o oder u kommt es zu einer Umlautung (also einer Veränderung des Vokals).
Beispiele:
- alt -> älter
- groß -> größer
- jung -> jünger
- arm -> ärmer
Und der Superlativ?
Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten:
- "am" + Adjektiv + "-sten": Wir verwenden "am" + Adjektiv + "-sten", wenn wir sagen wollen, dass etwas von allen Dingen die Eigenschaft am meisten besitzt. Z.B. "Das ist am schönsten".
- "der/die/das" + Adjektiv + "-ste": Wir verwenden "der/die/das" + Adjektiv + "-ste", wenn wir ein Substantiv näher beschreiben und betonen wollen, dass dieses Substantiv die Eigenschaft im höchsten Maße besitzt. Z.B. "Das ist der schönste Strand".
Auch hier gilt: Bei einigen Adjektiven mit a, o oder u gibt es eine Umlautung. Und bei Adjektiven, die auf -d, -t, -s, -ss, -sch, -tz, -x oder -z enden, fügen wir ein "-e" zwischen Adjektiv und "-sten" bzw. "-ste" ein, damit es sich besser anhört.
Beispiele:
- am einfachsten (einfach)
- der kälteste Winter (kalt)
- am größten (groß)
- der älteste Baum (alt)
- am längsten (lang)
- die schönste Stadt (schön)
Die Ausnahmen: Unregelmäßige Steigerungen
Wie überall im Leben gibt es auch hier Ausnahmen. Einige Adjektive steigen wir unregelmäßig. Diese solltet ihr euch am besten merken!
Beispiele:
- gut -> besser -> am besten (z.B. "Das Essen hier ist gut, aber das Restaurant nebenan ist besser. Das beste Essen gibt es aber im Sternerestaurant!")
- viel -> mehr -> am meisten (z.B. "Ich habe viel Zeit in Berlin verbracht, aber noch mehr Zeit in München. Am meisten Zeit habe ich aber in Hamburg verbracht.")
- hoch -> höher -> am höchsten (z.B. "Der Turm ist hoch, aber der Berg ist höher. Der höchste Punkt ist aber der Fernsehturm.")
- nah -> näher -> am nächsten (z.B. "Das Hotel ist nah am Bahnhof, aber das Apartment ist noch näher. Am nächsten ist aber die Bushaltestelle.")
Üben, üben, üben!
Theorie ist gut, aber die Praxis ist noch besser! Hier sind ein paar Übungen, die ihr während eurer nächsten Reise ausprobieren könnt:
- Beschreibt eure Unterkunft: Ist euer Hotel groß oder klein? Ist es sauberer als das letzte? Ist es vielleicht sogar das sauberste Hotel, in dem ihr je übernachtet habt?
- Vergleicht Restaurants: Welches Restaurant bietet das beste Essen? Welches ist am günstigsten? Welches hat die freundlichste Bedienung?
- Bewertet Sehenswürdigkeiten: Ist der Eiffelturm hoch oder höher als der Kölner Dom? Ist die Mona Lisa das berühmteste Gemälde der Welt?
- Vergleicht die Preise: Ist der Kaffee in Italien teuer oder teurer als in Deutschland? Ist er am teuersten in der Schweiz?
Versucht, eure Beobachtungen und Eindrücke mit gesteigerten Adjektiven auszudrücken. Ihr werdet sehen, wie lebendig eure Beschreibungen werden!
Noch ein paar Tipps für eure Reise
Neben dem Üben der Adjektive habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für eure sprachlichen Reisevorbereitungen:
- Lernt ein paar grundlegende Sätze: "Guten Tag", "Bitte", "Danke", "Entschuldigung", "Wie viel kostet das?". Diese einfachen Sätze öffnen Türen und zeigen Respekt gegenüber der Kultur.
- Nutzt Apps und Online-Übersetzer: Es gibt viele nützliche Apps und Online-Übersetzer, die euch im Notfall helfen können. Aber Achtung: Verlasst euch nicht blind darauf! Manchmal sind die Übersetzungen etwas holprig.
- Habt keine Angst, Fehler zu machen: Niemand erwartet von euch, dass ihr perfekt Deutsch sprecht. Die meisten Einheimischen freuen sich, wenn ihr euch bemüht, ihre Sprache zu sprechen – auch wenn ihr Fehler macht.
- Seid offen und neugierig: Die Sprache ist nur ein Werkzeug, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Seid offen für neue Begegnungen und lasst euch von der Kultur inspirieren!
Und denkt daran: Die schönste Reise ist die, die uns verändert und uns neue Perspektiven eröffnet. Ich hoffe, dieser kleine Ausflug in die Welt der deutschen Adjektive hilft euch dabei, eure nächste Reise noch intensiver und unvergesslicher zu gestalten. Viel Spaß beim Üben und vor allem: Gute Reise!
