Er Liked Bilder Von Anderen Frauen
Ach, meine Lieben, lasst mich euch heute eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte von Fernweh, von neuen Ufern, und...nun ja, von ein paar digitalen Stolpersteinen, die fast meine Reisepläne torpediert hätten. Vielleicht kennt ihr das ja auch: Man plant den perfekten Urlaub, die Vorfreude steigt ins Unermessliche, und dann...bumm! Stolpert man über etwas, das einem den Wind aus den Segeln nimmt. Bei mir war es diesmal etwas Unerwartetes: Sein "Like"-Verhalten auf Instagram.
Ich nenne ihn jetzt mal einfach "Jan". Jan und ich, wir sind ein Herz und eine Seele. Oder waren es zumindest, bis ich eines Abends, ganz unschuldig, durch seinen Instagram-Feed scrollte. Ich wollte sehen, ob er vielleicht schon ein paar Fotos von unserer geplanten Reise nach Bali gepostet hatte. Stattdessen stolperte ich über eine ganze Reihe von Bildern. Bilder von...nun, sagen wir mal, sehr freizügigen Frauen. Frauen, die mit Bali so viel zu tun hatten wie ein Pinguin mit der Sahara.
Zuerst dachte ich, ich hätte mich verklickt. War das wirklich sein Account? Aber ja, da war er, sein Name, sein Profilbild, sein unverkennbarer Humor in der Bio. Und da waren sie auch, die kleinen Herzchen unter den Bildern, die seine Zustimmung signalisierten. Likes. Eine ganze Menge davon.
Ich muss zugeben, in diesem Moment war ich nicht die entspannteste Reisebloggerin. Meine Laune sank schneller als ein Stein in der Tiefsee. War das wirklich der Mann, mit dem ich die azurblauen Wellen Balis teilen wollte? Der Mann, mit dem ich abends am Strand sitzen und den Sonnenuntergang bewundern wollte? Der Mann, der mir immer versicherte, wie wunderschön ich sei?
Die große Aussprache
Natürlich habe ich ihn darauf angesprochen. Kein langes Drumherumgerede, keine passiv-aggressiven Kommentare, sondern ein offenes und ehrliches Gespräch. Ich sagte ihm, wie ich mich fühlte: Irritiert, verunsichert und ehrlich gesagt, auch ein bisschen verletzt. Ich erklärte ihm, dass es mir nicht darum ging, ihm vorzuschreiben, was er im Internet anzuschauen hat, sondern dass es um die Wirkung ging. Es ließ mich einfach an seinem Urteil und seiner Wertschätzung mir gegenüber zweifeln.
Seine Reaktion? Zuerst war er überrascht. Dann entschuldigte er sich. Er erklärte, dass er sich über diese Dinge gar keine großen Gedanken mache. Es sei einfach nur "Scrolling", ein bisschen Ablenkung vom Alltag. Er betonte, dass es nichts mit seinen Gefühlen für mich zu tun habe. Er sagte, dass er mich liebe und dass er nie etwas tun würde, um mich absichtlich zu verletzen.
Und wisst ihr was? Ich habe ihm geglaubt. Nicht sofort und bedingungslos, aber ich habe ihm zugehört und versucht, seine Perspektive zu verstehen. Er hat sich die Zeit genommen, meine Gefühle anzuerkennen und zu validieren. Er hat mir versichert, dass er in Zukunft bewusster mit seinem "Like"-Verhalten umgehen würde.
Die Lösung: Kompromiss und Kommunikation
Was dann folgte, war keine radikale Veränderung, sondern ein Prozess des Verständnisses und des Kompromisses. Wir haben darüber gesprochen, was für uns beide akzeptabel ist. Ich habe gelernt, dass Jans "Likes" nicht unbedingt eine direkte Bedrohung für unsere Beziehung darstellen. Er hat gelernt, dass sein Verhalten Auswirkungen auf meine Gefühle haben kann.
Wir haben auch eine Art "Social-Media-Regeln" für uns aufgestellt. Nichts Weltbewegendes, aber kleine Dinge, die uns beiden helfen, uns wohler zu fühlen. Zum Beispiel verzichtet Jan seitdem darauf, offensichtlich sexualisierte Inhalte zu liken, während ich versuche, nicht jeden seiner Online-Aktivitäten zu analysieren. Kommunikation ist hier das Schlüsselwort! Offene und ehrliche Kommunikation. Ohne Vorwürfe, ohne Schuldzuweisungen, sondern mit dem Ziel, einander zu verstehen.
Bali, wir kommen!
Und so kam es, dass wir unsere Reise nach Bali doch antraten. Zwar mit einem kleinen Knacks im Gepäck, aber auch mit einem neu gewonnenen Verständnis füreinander. Bali war wunderschön, atemberaubend und genau das, was wir brauchten. Wir haben die Sonne genossen, im Meer gebadet, köstliches Essen probiert und unvergessliche Erinnerungen gesammelt.
Ich habe gelernt, dass Beziehungen nicht perfekt sind. Sie sind ein ständiges Auf und Ab, ein Tanz zwischen Nähe und Distanz, zwischen Vertrauen und Zweifeln. Und dass selbst ein vermeintlich harmloser "Like" auf Instagram eine Lawine auslösen kann. Aber wenn man bereit ist, miteinander zu reden, aufeinander zuzugehen und Kompromisse einzugehen, kann man auch die schwierigsten Situationen meistern.
Also, liebe Reisefreunde, lasst euch von kleinen Stolpersteinen nicht eure Reisepläne verderben. Sprecht miteinander, seid ehrlich und offen, und vergesst nie, dass die Liebe das größte Abenteuer von allen ist. Und vielleicht, nur vielleicht, solltet ihr auch mal einen Blick auf das Instagram-Profil eures Partners werfen. Aber bitte, mit Vorsicht und einem Augenzwinkern!
Und was habe ich aus dieser Erfahrung gelernt? Nun, erstens, dass Instagram eine Quelle unendlicher Dramen sein kann. Zweitens, dass Kommunikation wirklich alles ist. Und drittens, dass selbst die kleinsten Dinge in einer Beziehung große Auswirkungen haben können. Seid achtsam, seid liebevoll und genießt eure Reisen – sowohl die inneren als auch die äußeren!
In diesem Sinne, bis zum nächsten Abenteuer! Und denkt daran: Das Leben ist zu kurz, um sich über "Likes" zu ärgern. Oder vielleicht doch nicht? Das ist wohl Ansichtssache. Aber eines ist sicher: Bali war jeden Streit wert!
Eure reiselustige (und nun etwas weisere) Freundin,
[Dein Name]
