Er Will Mich Nicht Heiraten
Hallo ihr Lieben, eure reisefreudige Freundin ist wieder da! Heute erzähle ich euch von einer ganz besonderen Reise, die nicht so verlaufen ist, wie geplant. Es geht um meine Zeit in Berlin, um Currywurst, Spreefahrten – und um einen Mann, der mich, nun ja, nicht heiraten wollte. Aber keine Sorge, es ist keine tragische Liebesgeschichte, sondern eher eine amüsante Anekdote, gespickt mit Reisetipps für euch, wenn ihr die deutsche Hauptstadt besucht!
Ich hatte mir alles so schön ausgemalt. Stellen wir uns vor: Ich, frisch verliebt in einen Berliner (nennen wir ihn einfach mal "Max"), schlendere mit ihm Hand in Hand durch den Tiergarten, die Sonne scheint, und er hält plötzlich an, kniet nieder und… ihr wisst schon. Klingt kitschig, ich weiß. Aber die Romantikerin in mir konnte einfach nicht anders.
Max und ich hatten uns auf einer meiner Reisen kennengelernt. Er war Fotograf, ich war (natürlich) die faszinierte Touristin. Wir trafen uns in einem kleinen Café in Prenzlauer Berg, und von da an war es um mich geschehen. Er zeigte mir das "echte" Berlin, fernab von Touristenmassen und den üblichen Sehenswürdigkeiten. Wir besuchten Flohmärkte in Neukölln, aßen Falafel bei einer syrischen Familie in Kreuzberg und tanzten bis zum Morgengrauen in einem Underground-Club in Friedrichshain. Ich war hin und weg.
Deswegen beschloss ich, für ein paar Monate nach Berlin zu ziehen. Ich wollte ihn besser kennenlernen, tiefer in seine Welt eintauchen und, ja, vielleicht sogar den nächsten Schritt wagen. Ich quartierte mich in einer schnuckeligen Airbnb-Wohnung in Mitte ein – ein Viertel, das ich euch übrigens wärmstens empfehlen kann. Die Lage ist perfekt, um die Stadt zu erkunden, und es gibt unzählige Cafés, Restaurants und Boutiquen.
Reisetipp #1: Vergesst die typischen Touristenpfade! Berlin hat so viel mehr zu bieten als nur das Brandenburger Tor und den Reichstag. Lasst euch einfach treiben, erkundet die verschiedenen Kieze und lasst euch von der Atmosphäre verzaubern. Macht eine Fahrradtour durch den Mauerpark am Sonntag, besucht den türkischen Markt am Maybachufer oder genießt ein Picknick am Wannsee.
Die ersten Wochen in Berlin waren einfach traumhaft. Max zeigte mir seine Lieblingsorte, wir kochten zusammen, lachten viel und entdeckten die Stadt gemeinsam. Ich lernte sogar ein paar Brocken Deutsch (obwohl mein Akzent wahrscheinlich immer noch furchtbar ist). Alles schien perfekt. Bis… ja, bis ich das Thema "Zukunft" ansprach.
Ich war ehrlich gesagt ziemlich nervös. Ich hatte mir einen ganzen Plan zurechtgelegt, wie ich das Gespräch am besten anfangen könnte. Ich wollte es locker und ungezwungen angehen, aber gleichzeitig auch meine Gefühle deutlich machen. Wir saßen in einem kleinen Restaurant in Charlottenburg, aßen Wiener Schnitzel (nicht unbedingt typisch für Berlin, aber es war nun mal das Gericht des Tages) und tranken Federweißer. Die Stimmung war gut, die Musik leise, und ich dachte, der Zeitpunkt sei perfekt.
"Max," sagte ich, und meine Stimme zitterte ein bisschen, "ich fühle mich hier in Berlin wirklich wohl. Und ich liebe es, Zeit mit dir zu verbringen. Ich könnte mir vorstellen, hier länger zu bleiben. Vielleicht sogar…" Ich schluckte. "...für immer."
Max sah mich an, sein Gesichtsausdruck war unleserlich. Er sagte nichts. Er aß einfach weiter an seinem Schnitzel. Die Stille wurde immer unangenehmer. Schließlich räusperte er sich und sagte: "Lisa, ich mag dich auch sehr gerne. Aber…"
Und da wusste ich es. Das gefürchtete "Aber". Das "Aber", das jede Hoffnung zunichtemacht. Das "Aber", das mir den Boden unter den Füßen wegzog.
"Aber", fuhr Max fort, "ich bin einfach nicht der Typ für eine feste Beziehung. Ich bin glücklich, so wie es jetzt ist. Ich will mich nicht festlegen. Ich will nicht heiraten."
Die Luft war raus. Mein sorgfältig geplanter Heiratsantrag (in meinen Träumen!) war geplatzt wie eine Seifenblase. Ich war enttäuscht, traurig und ein bisschen wütend. Aber ich war auch realistisch. Max hatte mir von Anfang an gesagt, dass er kein Beziehungsmensch sei. Ich hatte es einfach ignoriert und gehofft, dass ich ihn ändern könnte. Ein klassischer Fehler, ich weiß.
Die restliche Zeit in Berlin war… kompliziert. Wir versuchten, die Dinge so gut wie möglich weiterlaufen zu lassen, aber die Spannung war spürbar. Ich fühlte mich unwohl, unsicher und fragte mich ständig, ob ich etwas falsch gemacht hatte. Schließlich beschloss ich, dass es das Beste sei, die Beziehung zu beenden und nach Hause zurückzukehren.
Reisetipp #2: Seid ehrlich zu euch selbst! Wenn ihr in ein anderes Land reist, um jemandem näher zu kommen, stellt sicher, dass ihr die gleichen Erwartungen habt. Sprecht offen und ehrlich über eure Gefühle und Wünsche. Es ist besser, die Wahrheit zu kennen, auch wenn sie schmerzhaft ist, als sich in Illusionen zu verlieren.
Natürlich war ich traurig, als ich Berlin verließ. Aber ich war auch dankbar für die Erfahrungen, die ich gemacht hatte. Ich hatte eine wunderschöne Stadt kennengelernt, tolle Menschen getroffen und viel über mich selbst gelernt. Und ich hatte gelernt, dass man niemanden zu etwas zwingen kann, was er nicht will.
Ich bin jetzt wieder zu Hause und konzentriere mich auf meine eigenen Ziele und Träume. Und wer weiß, vielleicht finde ich ja irgendwann den Richtigen, der mich dann auch wirklich heiraten will. Aber bis dahin genieße ich mein Leben, reise um die Welt und teile meine Geschichten mit euch.
Reisetipp #3: Vergesst den Humor nicht! Auch wenn eine Reise nicht so verläuft, wie geplant, versucht, die positiven Aspekte zu sehen und darüber zu lachen. Jede Erfahrung, egal ob gut oder schlecht, macht uns stärker und klüger.
Und was Berlin betrifft: Ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Die Stadt hat mich verzaubert, und ich habe noch lange nicht alles gesehen. Nächstes Mal werde ich mich aber vielleicht eher auf die Currywurst und die Spreefahrten konzentrieren als auf die Suche nach dem Mr. Right.
Reisetipp #4: Unbedingt Currywurst probieren! Es ist zwar nicht jedermanns Geschmack, aber ein Muss für jeden Berlin-Besucher. Am besten mit Pommes rot-weiß und einer ordentlichen Portion Currypulver. Meinen Favoriten findet ihr übrigens am U-Bahnhof Mehringdamm. Und für die Süßen unter euch: Vergesst nicht, einen Berliner (Krapfen) zu probieren!
So, ihr Lieben, das war meine Geschichte von Berlin und dem Mann, der mich nicht heiraten wollte. Ich hoffe, ihr konntet euch ein bisschen amüsieren und vielleicht sogar ein paar Reisetipps mitnehmen. Bleibt neugierig, bleibt reisefreudig und bis zum nächsten Mal!
P.S.: Wenn ihr noch Fragen zu Berlin habt, immer her damit! Ich stehe euch gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Reisetipp #5: Nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel! Das Berliner U-Bahn- und S-Bahn-Netz ist sehr gut ausgebaut, und es ist die einfachste und günstigste Möglichkeit, die Stadt zu erkunden. Kauft euch am besten eine Tageskarte oder eine Mehrtageskarte.
Und noch ein letzter Tipp: Sprecht mit den Einheimischen! Die Berliner sind zwar manchmal etwas ruppig, aber sie sind auch sehr hilfsbereit und haben oft die besten Insider-Tipps.
In diesem Sinne, tschüss und bis bald!
