Erased Die Stadt In Der Es Mich Nicht Gibt
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Es gibt Animes, die sind einfach...überschätzt. Ja, ich habe es gesagt. Und ich stehe dazu. Ein paar heilige Kühe müssen mal geschlachtet werden, wisst ihr? Heute nehme ich mir einen Anime vor, der von vielen in den Himmel gelobt wird: Erased – Die Stadt, in der es mich nicht gibt (oder, wie die coolen Leute sagen: Boku dake ga Inai Machi).
Bevor ihr mich jetzt steinigt: Ich hasse den Anime nicht. Wirklich nicht. Aber ich verstehe den Hype einfach nicht. Überhaupt nicht. Jeder redet davon, wie genial die Story ist, wie tiefgründig die Charaktere, wie spannend das Ganze... Ich nicke dann immer höflich und denke mir meinen Teil.
Zeitreisen sind doch langsam ausgelutscht, oder?
Ja, ich weiß, Zeitreisen sind ein beliebtes Thema. Aber sind wir mal ehrlich, ist das Thema nicht langsam etwas...abgenutzt? Gefühlt jede zweite Serie handelt davon, dass jemand in der Zeit zurückreist, um irgendetwas zu verändern. Erased macht da leider keine Ausnahme. Gut, die "Revival"-Fähigkeit ist ein netter Twist, aber im Grunde genommen ist es doch nur eine weitere Zeitreise-Geschichte. Sorry, nicht wirklich bahnbrechend für mich.
Der ach so geniale Plot
Der Plot ist anfangs wirklich fesselnd. Ein junger Mann, Satoru Fujinuma, kann in der Zeit zurückreisen, um Katastrophen zu verhindern. Er wird in seine Kindheit zurückgeschickt, um den Mord an einem seiner Klassenkameraden zu verhindern. Klingt spannend, oder? Ist es auch. Zuerst. Aber dann... irgendwie verliert sich die Serie. Die Auflösung des Falls ist irgendwie...anticlimactic. Und der Täter? Naja, sagen wir mal so: Ich habe schon kreativere Bösewichte gesehen.
Ich will ja nicht spoilern, aber der ganze Plot wirkt auf mich wie ein überambitionierter Schüleraufsatz. Die Idee ist da, aber die Umsetzung... naja. Ich hatte das Gefühl, dass die Serie zu viele Themen auf einmal anreißen wollte, aber keines davon wirklich zufriedenstellend behandelt hat. Kindheitstrauma, Missbrauch, Serienmord... alles drin, aber irgendwie ohne echten Tiefgang.
Die Charaktere sind...okay?
Die Charaktere in Erased sind sicherlich nicht schlecht. Satoru ist ein sympathischer Protagonist, aber er ist auch irgendwie...blass. Er ist der typische "nette Kerl", der alles für seine Freunde tut. Aber ihm fehlt irgendwie die Tiefe, die Ecken und Kanten, die ihn wirklich interessant machen würden. Und die anderen Charaktere? Naja, sie erfüllen ihren Zweck. Aber niemand hat mich wirklich vom Hocker gehauen.
Kayo Hinazuki, das Opfer des Mordes, ist vielleicht noch der interessanteste Charakter. Ihre traurige Hintergrundgeschichte berührt, aber auch sie bleibt irgendwie...distanziert. Ich hatte das Gefühl, dass die Serie ihr Potenzial nicht voll ausgeschöpft hat. Da wäre noch so viel mehr drin gewesen!
"Anime ist Geschmackssache,"sagt meine Oma immer. Und sie hat Recht. Ich bin sicher, viele von euch lieben Erased. Und das ist auch völlig okay. Aber für mich ist der Anime einfach... okay. Nicht mehr, nicht weniger.
Das Ende...puh!
Das Ende... darüber könnte man sich streiten. Es ist nicht unbedingt schlecht, aber es ist auch nicht wirklich befriedigend. Satoru rettet zwar Kayo und verhindert den Mord, aber das Ganze fühlt sich irgendwie...erzwungen an. Und der ganze Plot mit dem Koma? Naja, das fand ich dann doch etwas too much. Ein bisschen weniger Drama hätte der Serie gut getan.
Ich will jetzt nicht sagen, dass Erased ein schlechter Anime ist. Ganz im Gegenteil, er ist handwerklich gut gemacht, die Animationen sind schön und der Soundtrack ist passend. Aber für mich ist er einfach nicht der Überflieger, als der er von vielen dargestellt wird. Er ist ein solider Anime, der aber meiner Meinung nach nicht wirklich aus der Masse heraussticht.
Vielleicht bin ich einfach zu kritisch. Vielleicht habe ich zu hohe Erwartungen. Oder vielleicht bin ich einfach nur ein Hater. Aber hey, Geschmäcker sind verschieden, oder? Und ich stehe zu meiner Meinung: Erased ist ein netter Anime, aber er ist meiner Meinung nach maßlos überschätzt.
So, jetzt bin ich gespannt auf eure Meinungen. Bin ich der Einzige, der das so sieht? Oder gibt es noch andere "Erased"-Skeptiker da draußen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! Aber bitte, bleibt freundlich. Wir sind ja hier nicht im Krieg. Sondern nur bei einer kleinen, harmlosen Anime-Diskussion.
Und falls ihr mich jetzt hasst: Keine Sorge, ich habe noch viele andere Animes, die ich als nächstes auseinandernehmen kann. Also bleibt dran!
