Erhebung Auf Der Haut 5 Buchstaben
Sie haben eine Erhebung auf der Haut, die Sie beunruhigt, und suchen nach Informationen? Die Suche nach einer Diagnose kann verwirrend sein, besonders wenn man medizinische Begriffe nicht kennt. Wenn Sie nach einer „Erhebung auf der Haut 5 Buchstaben“ suchen, stoßen Sie wahrscheinlich auf das Wort "Quaddel". Dieser Artikel erklärt, was Quaddeln sind, wie sie entstehen, was die Ursachen sein können und wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.
Was ist eine Quaddel?
Eine Quaddel ist eine flache, erhabene Hautveränderung, die typischerweise rot oder rosa ist und oft von Juckreiz begleitet wird. Quaddeln sind ein charakteristisches Merkmal von Urtikaria, besser bekannt als Nesselsucht. Sie können in Größe und Form variieren und an jeder Stelle des Körpers auftreten. Das Besondere an Quaddeln ist, dass sie oft innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden, manchmal sogar noch schneller, ohne bleibende Spuren zu hinterlassen. Neue Quaddeln können jedoch an anderen Stellen auftreten, was zu einem wellenartigen Verlauf der Symptome führt.
Visuell ähneln Quaddeln oft Insektenstichen, was die Diagnose manchmal erschweren kann. Im Gegensatz zu Stichen sind Quaddeln jedoch in der Regel zahlreicher und treten flächenhaft auf. Die Rötung und Schwellung sind auf die Freisetzung von Histamin und anderen Entzündungsmediatoren in der Haut zurückzuführen, die eine erhöhte Durchlässigkeit der Blutgefäße verursachen.
Wie entstehen Quaddeln?
Die Entstehung von Quaddeln ist ein komplexer Prozess, der im Wesentlichen auf einer Immunreaktion beruht. Mastzellen, spezielle Zellen des Immunsystems, die sich in der Haut befinden, spielen dabei eine zentrale Rolle. Diese Zellen enthalten Granula, die verschiedene Stoffe enthalten, darunter Histamin. Wenn Mastzellen aktiviert werden, setzen sie diese Stoffe frei.
Die Aktivierung der Mastzellen kann durch verschiedene Auslöser erfolgen, darunter:
- Allergene: Substanzen, die eine allergische Reaktion auslösen können, wie z.B. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Nüsse, Schalentiere, Milch, Eier) oder Medikamente (z.B. Penicillin).
- Nicht-allergische Auslöser: Diese umfassen physikalische Reize wie Kälte, Wärme, Druck (z.B. durch enge Kleidung oder langes Sitzen), Sonnenlicht oder Vibrationen. Auch bestimmte Infektionen, Medikamente (z.B. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac), Stress oder bestimmte Nahrungsmittelzusatzstoffe können Quaddeln auslösen.
- Autoimmunerkrankungen: In einigen Fällen können Quaddeln durch eine Autoimmunreaktion verursacht werden, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift.
Das freigesetzte Histamin führt zu einer Erweiterung der kleinen Blutgefäße in der Haut (Vasodilatation) und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Gefäßwände. Dadurch tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe aus, was zu der charakteristischen Schwellung und Rötung der Quaddel führt. Gleichzeitig reizt Histamin die Nervenendigungen in der Haut, was den Juckreiz verursacht.
Ursachen für Quaddeln
Die Suche nach der Ursache von Quaddeln kann eine detektivische Arbeit sein, da die Auslöser vielfältig sind. Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen akuter Urtikaria, die plötzlich auftritt und meist innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen wieder verschwindet, und chronischer Urtikaria, die länger als sechs Wochen andauert. Die Ursachen für akute und chronische Urtikaria können unterschiedlich sein.
Akute Urtikaria:
Die häufigsten Ursachen für akute Urtikaria sind:
- Allergische Reaktionen: Nahrungsmittelallergien (z.B. Nüsse, Schalentiere), Insektenstiche oder Medikamente sind typische Auslöser.
- Infektionen: Virale Infektionen (z.B. Erkältungen, Grippe) oder bakterielle Infektionen können ebenfalls Quaddeln verursachen.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, insbesondere Antibiotika (z.B. Penicillin) und Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Diclofenac), können allergische oder nicht-allergische Reaktionen auslösen, die zu Quaddeln führen.
Chronische Urtikaria:
Die Ursachen für chronische Urtikaria sind oft schwieriger zu finden. In vielen Fällen bleibt die Ursache unklar (idiopathische Urtikaria). Mögliche Ursachen oder begünstigende Faktoren sind:
- Autoimmunerkrankungen: Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto-Thyreoiditis), rheumatoide Arthritis oder systemischer Lupus erythematodes können mit chronischer Urtikaria einhergehen.
- Physikalische Reize: Kälte, Wärme, Druck, Sonnenlicht oder Vibrationen können bei manchen Menschen chronische Quaddeln auslösen (physikalische Urtikaria).
- Chronische Infektionen: Selten können chronische Infektionen, wie z.B. Helicobacter pylori-Infektionen im Magen, eine Rolle spielen.
- Stress: Psychischer Stress kann die Symptome einer chronischen Urtikaria verstärken.
- Nahrungsmittelzusatzstoffe: Bestimmte Konservierungsstoffe, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker in Lebensmitteln können bei manchen Menschen Quaddeln auslösen.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
In den meisten Fällen sind Quaddeln harmlos und verschwinden von selbst wieder. Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Arztbesuch ratsam ist:
- Atemnot oder Schluckbeschwerden: Wenn Quaddeln im Mund- und Rachenraum auftreten und zu Atembeschwerden oder Schluckbeschwerden führen, kann dies ein Zeichen für eine schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) sein. In diesem Fall ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich (Notruf 112).
- Schwindel oder Bewusstlosigkeit: Auch Schwindel oder Bewusstlosigkeit sind Anzeichen für eine schwere allergische Reaktion und erfordern sofortige ärztliche Behandlung.
- Starke Schwellungen im Gesicht oder am Hals: Ausgeprägte Schwellungen können ebenfalls auf eine Anaphylaxie hindeuten.
- Quaddeln, die länger als ein paar Tage anhalten: Wenn die Quaddeln nicht innerhalb weniger Tage verschwinden oder immer wiederkehren, sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden.
- Begleitende Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen oder Gewichtsverlust: Diese Symptome können auf eine zugrunde liegende Erkrankung hinweisen, die behandelt werden muss.
- Chronische Urtikaria: Wenn die Quaddeln länger als sechs Wochen andauern, spricht man von chronischer Urtikaria. In diesem Fall ist eine gründliche Untersuchung durch einen Arzt erforderlich, um die Ursache zu finden und eine geeignete Behandlung einzuleiten.
Was können Sie selbst tun?
Während ein Arztbesuch in bestimmten Fällen unerlässlich ist, können Sie auch selbst einige Maßnahmen ergreifen, um die Symptome zu lindern:
- Vermeiden Sie mögliche Auslöser: Versuchen Sie herauszufinden, was die Quaddeln auslöst, und vermeiden Sie diese Auslöser. Führen Sie beispielsweise ein Tagebuch, in dem Sie notieren, was Sie gegessen oder getrunken haben, welche Medikamente Sie eingenommen haben und welchen Umwelteinflüssen Sie ausgesetzt waren, bevor die Quaddeln aufgetreten sind.
- Kühlen Sie die betroffenen Stellen: Kalte Umschläge oder Duschen können den Juckreiz lindern.
- Tragen Sie lockere Kleidung: Enge Kleidung kann die Haut reizen und den Juckreiz verstärken.
- Vermeiden Sie Kratzen: Kratzen kann die Haut zusätzlich reizen und das Risiko von Infektionen erhöhen.
- Verwenden Sie juckreizstillende Cremes oder Lotionen: Antihistaminika-haltige Cremes oder Lotionen können den Juckreiz lindern.
- Nehmen Sie Antihistaminika ein: Antihistaminika blockieren die Wirkung von Histamin und können so die Symptome lindern. Sie sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich, sollten aber bei länger anhaltenden Beschwerden nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden.
Zusammenfassung
Quaddeln sind erhabene, juckende Hautveränderungen, die durch die Freisetzung von Histamin verursacht werden. Sie können durch verschiedene Auslöser wie Allergene, physikalische Reize oder Autoimmunerkrankungen entstehen. In den meisten Fällen sind Quaddeln harmlos und verschwinden von selbst wieder. Bei Atembeschwerden, Schwindel oder starken Schwellungen ist jedoch sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Bei länger anhaltenden oder wiederkehrenden Quaddeln sollte die Ursache von einem Arzt abgeklärt werden. Durch das Vermeiden möglicher Auslöser, Kühlen der betroffenen Stellen und die Einnahme von Antihistaminika können Sie die Symptome lindern.
