Es Ist 12 Uhr Ich Kauf Mir Supreme Lied
Es ist Mitternacht. Oder fast. Und ich? Ich denke an Supreme. Nicht die Klamotten. Sondern das Lied. Ihr wisst schon, "Es ist 12 Uhr, ich kauf mir Supreme". Ja, genau das.
Klar, es gibt tiefgründigere Musik. Musik, die Welten bewegt. Musik, die Herzen bricht und wieder zusammenflickt. Aber manchmal? Manchmal will man einfach nur stumpfe Beats und einen Ohrwurm, der sich festsetzt wie Kaugummi unter dem Schuh.
Ich weiß, ich weiß. Manche finden es peinlich. "Oberflächlich!" höre ich sie rufen. "Kommerz!" kreischen andere. Aber ganz ehrlich? Ist es nicht auch irgendwie... ehrlich? Sagt mal, wer von euch hat noch nie was Sinnloses gekauft, nur weil er es wollte? Wer hat noch nie einen Impuls gehabt, der jegliche Logik über Bord wirft?
Die Guilty Pleasure Hymne
Vielleicht ist es genau das, was das Lied so anziehend macht. Es ist die musikalische Manifestation unseres inneren Kindes. Das Kind, das Süßigkeiten will, auch wenn es schon Abendessen gab. Das Kind, das das teuerste Spielzeug im Laden haben will, obwohl es schon genug hat.
Und dieses "Supreme" ist ja auch nur ein Symbol. Es könnte auch "Pizza um 3 Uhr morgens" sein. Oder "ein überteuerter Kaffee, nur weil er in einem hippen Laden serviert wird". Es geht um den Moment. Um die Rebellion gegen die Vernunft. Um den kleinen, egoistischen Kick.
Die Macht der Wiederholung
Zugegeben, der Text ist nicht Shakespeare. Aber die Wiederholung? Genial! Sie bohrt sich ins Gehirn. Tage später ertappe ich mich dabei, wie ich im Supermarkt stehe und innerlich murmele: "Es ist halb eins, ich kauf mir Käse..."
Und dann ist da noch der Beat. So einfach, so treibend. Er katapultiert mich direkt in einen Zustand unbeschwerter Albernheit. Plötzlich tanze ich durch die Wohnung, während ich eigentlich die Steuererklärung machen sollte. Verdammt, Supreme!
Ist es wirklich schlimm, wenn Musik uns einfach nur Spaß macht? Wenn sie uns für ein paar Minuten die Sorgen vergessen lässt? Wenn sie uns dazu bringt, albern zu sein?
Ich glaube nicht. Wir leben in einer Welt voller Probleme. Klimawandel, Krieg, Inflation… Da darf man doch wohl mal ein Lied feiern, das sich um nichts weiter schert als um teure Klamotten. Oder eben um die Idee, sich etwas Teures zu kaufen, weil man es will. Punkt.
Ein Hoch auf den Unsinn!
Vielleicht ist das mein Problem. Ich mag den Unsinn. Ich mag die Ironie. Ich mag es, wenn Musik sich selbst nicht zu ernst nimmt. Und "Es ist 12 Uhr, ich kauf mir Supreme"? Das ist Unsinn in Reinkultur.
Klar, ich höre auch anspruchsvolle Musik. Ich liebe Jazz, Klassik, Indie-Rock. Aber manchmal, ganz heimlich, wenn niemand zuhört (oder wenn es mir egal ist, wer zuhört), drehe ich Supreme auf. Und dann tanze ich. Und dann lache ich. Und dann fühle ich mich… frei.
Also, wenn ihr mich sucht: Es ist gleich Mitternacht. Ich bin dann mal kurz weg. Ihr könnt ja raten, was ich mache.
Psst… Ich verrate euch was: Manchmal kaufe ich mir auch gar nichts. Manchmal tanze ich einfach nur. Und das ist auch gut so.
Vielleicht ist das die eigentliche Botschaft des Liedes: Mach, was dich glücklich macht. Egal, was die anderen sagen. Und wenn das bedeutet, sich um Mitternacht Supreme zu kaufen… dann tu es. (Oder eben nicht. Hauptsache, du hast Spaß!)
