Es War Einmal In Amerika Extended Cut Stream
Okay, Hand aufs Herz: Wer von uns hat schon mal versucht, Es War Einmal In Amerika Extended Cut zu streamen? Und wer hat dabei nicht geflucht, weil die Hälfte der Links aussahen wie Trojaner in Filmform?
Ich bekenne mich schuldig! Und ich sage euch was: Ich glaube, ich habe eine – Achtung, heiße These! – unpopuläre Meinung dazu.
Das Streaming-Dilemma: Eine Odyssee
Lasst uns ehrlich sein: Die Suche nach dem perfekten Stream ist oft anstrengender als der Film selbst. Man klickt sich durch Pop-Ups, fragwürdige Download-Buttons und Kommentare, die mehr russische Bots als ehrliche Meinungen beinhalten. Manchmal fühlt man sich wie Noodles, der versucht, die Wahrheit zu rekonstruieren – nur ohne coolen Trenchcoat und mit mehr Virenwarnungen.
Die Qual der Wahl (und der Qualität)
Und dann, wenn man endlich einen Stream findet, ist die Qualität oft… suboptimal. Pixel wie Legosteine, Ton wie aus einer Blechdose. Man fragt sich, ob Sergio Leone das so gewollt hätte. Ich bezweifle es.
Und dann die Untertitel! Oh Gott, die Untertitel! Sind sie überhaupt synchron? Übersetzen sie „Fuggedaboutit“ als „Vergiss es“ oder eher als „Wirf es in den Müll und zünde es an“? Man weiß es nie!
Meine Unpopuläre Meinung (Haltet Euch Fest!)
Hier kommt sie: Ich finde… die Extended Cut ist… überbewertet. Jaaaa, ich habe es gesagt! Ich weiß, ich weiß, die Hardcore-Fans werden mich jetzt steinigen wollen. Aber hört mir zu!
Klar, die zusätzlichen Szenen geben mehr Kontext und Tiefe. Wir verstehen Deborah vielleicht ein bisschen besser (oder auch nicht). Wir sehen mehr von Max’ dunklen Machenschaften. Aber irgendwie… zieht es sich dann doch wie Kaugummi.
Ich meine, ist es wirklich nötig, jede Zigarettenpause von Noodles in voller Länge zu sehen? Brauchen wir wirklich noch mehr melancholische Mundharmonika-Musik?
Ich behaupte mal, die gekürzte Version hat mehr Biss. Sie ist fokussierter, spannender und lässt mehr Raum für Interpretation. Man wird als Zuschauer nicht mit Informationen erschlagen, sondern kann selbst die Puzzleteile zusammensetzen.
Versteht mich nicht falsch, ich liebe Es War Einmal In Amerika. Es ist ein Meisterwerk. Aber ich finde, manchmal ist weniger mehr. Wie bei Pizza: Zu viel Belag ist auch nicht gut.
Die Nostalgie-Brille
Vielleicht liegt es auch an der Nostalgie. Ich habe den Film zum ersten Mal in der gekürzten Version gesehen. Vielleicht verklärt das meine Erinnerung. Vielleicht bin ich einfach nur zu ungeduldig für drei Stunden und 49 Minuten Gangster-Epos.
Aber ganz ehrlich: Wenn ich die Wahl habe zwischen einem perfekt gestreamten, aber überlangen Extended Cut und einer etwas pixeligeren, aber knackigeren Originalversion… dann wähle ich fast immer die Originalversion. Und ich schäme mich nicht dafür!
Das Fazit (mit einem Augenzwinkern)
Also, das nächste Mal, wenn ihr euch durch die dunklen Gassen des Streaming-Dschungels kämpft, um Es War Einmal In Amerika Extended Cut zu finden… denkt vielleicht nochmal drüber nach. Vielleicht ist die vermeintlich „bessere“ Version gar nicht so viel besser. Vielleicht ist es nur… länger.
Und vielleicht, ganz vielleicht, findet ihr sogar Gefallen an meiner unpopulären Meinung. Oder ihr steinigt mich. Beides ist okay.
Hauptsache, ihr genießt den Film (in welcher Version auch immer!). Und passt auf die Viren auf!
