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Essay Shooting An Elephant


Essay Shooting An Elephant

Okay, hört mal zu. Ich hab da so 'ne Meinung. Eine, die vielleicht nicht jeder teilt. Es geht um George Orwell. Und um Elefanten.

Ja, genau. Die berühmte Kurzgeschichte. "Shooting an Elephant". Der Elefant stirbt. Orwell fühlt sich schlecht. Alle sind irgendwie betroffen. Soll man ja auch sein, oder?

Aber...

Aber, Leute. War der Elefant nicht auch ein bisschen... ein Mistkerl?

Ich mein, klar, er ist ein Tier. Ein großes, graues, beeindruckendes Tier. Aber er hat halt auch Felder verwüstet. Und jemanden totgetrampelt. Das ist jetzt nicht so die feine Art.

Wir sollen Mitleid mit ihm haben, weil er von einem gelangweilten Polizisten erschossen wird? Tut mir leid, Elefant. Hättest du dich besser benehmen sollen!

Versteht mich nicht falsch. Ich mag Elefanten. Wirklich! Ich spende sogar manchmal an Elefantenschutzorganisationen. Aber ich lese diese Geschichte und denke mir: Junge, Junge, der Elefant hatte's echt drauf angelegt.

Orwell's Dilemma

Okay, okay. Ich weiß. Es geht nicht nur um den Elefanten. Es geht um Imperialismus. Und um den Druck, der auf Orwell lastete, als er dort als Polizist arbeitete. Der Druck der Masse, der ihn zu einer Handlung zwang, die er eigentlich nicht wollte.

Aber trotzdem! Der Elefant! Stell dir vor, du bist Orwell. Du bist jung. Du bist neu im Job. Und da ist dieser verdammte Elefant, der Chaos stiftet. Was machst du denn?

Klar, idealerweise betäubt man ihn. Oder schickt ihn in den Zoo. Aber damals? In Burma? Ich glaube, die hatten andere Sorgen.

Und dann dieser ganze Druck. Die ganzen Leute, die dich anstarren. Die von dir erwarten, dass du "was tust". Da wärst du auch nervös, oder?

Die Moral von der Geschicht'?

Vielleicht ist die Moral der Geschichte ja gar nicht, dass der Imperialismus böse ist (okay, ist er schon, aber...). Vielleicht ist die Moral, dass man sich manchmal einfach in beschissenen Situationen wiederfindet. Und dass man dann irgendwie versuchen muss, das Beste draus zu machen. Auch wenn es bedeutet, einen Elefanten zu erschießen.

Unpopuläre Meinung? Definitiv. Aber ich sag's ja nur. Der Elefant war halt auch kein Unschuldslamm.

Und ganz ehrlich? Ich glaube, Orwell hat sich auch ein bisschen angestellt. Er war ja immerhin ein Schriftsteller. Er hätte die Geschichte viel spannender schreiben können! Mehr Drama! Mehr Action! Ein bisschen mehr "Elefant vs. Polizist: Clash of the Titans!".

Aber gut, er war ja auch nur ein Mensch. Ein Mensch mit einem Elefantenproblem.

Vielleicht sollte ich selbst mal eine Geschichte schreiben. Über einen Polizisten. Und einen Elefanten. Aber dieses Mal gewinnt der Polizist.

Ich weiß, ich weiß. Völlig unakzeptabel. Aber stellt euch mal vor...

Und jetzt kommt mir nicht mit "Elefanten sind bedrohte Tierarten!". Das weiß ich doch! Ich sag ja auch nicht, dass man jeden Elefanten erschießen soll. Nur diesen einen. Der in Orwells Geschichte. Der war ein echter Störenfried.

Also, denkt mal drüber nach. Vielleicht hat der Elefant die ganze Sache auch ein bisschen provoziert. Wer weiß...

Und jetzt gehe ich mir einen Tee kochen. Und denke über Elefanten nach. Und über George Orwell. Und darüber, wie man eine wirklich gute Kurzgeschichte schreibt. Eine mit noch mehr Elefanten. Und noch mehr Drama.

Vielleicht mit einem Happy End. Für den Polizisten. Nicht für den Elefanten. Sorry, Elefant.

"Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher." - George Orwell (Wahrscheinlich. Oder so ähnlich.)

Also, dann mal Prost! Auf Orwell. Und auf Elefanten. Und auf unpopuläre Meinungen.

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