Example Of A Letter In English
Okay, lasst uns ehrlich sein. Wer schreibt heutzutage noch Briefe? Außer Omas, die dir Geburtstagskarten mit Geldscheinen schicken (danke, Oma!), und vielleicht noch Anwälte mit furchteinflößenden Mahnungen. Aber ein richtiger, handgeschriebener Brief? Fühlt sich an wie aus einer anderen Zeit, oder?
Der verlorene Charme des Briefes
Ich weiß, ich weiß. Es gibt diese Romantiker da draußen. Sie schwärmen von der Intimität eines Briefes, dem Duft des Papiers, der Mühe, die jemand investiert hat. "Es ist so persönlich!" sagen sie. Und ich nicke brav. Aber innerlich denke ich: "Ich könnte diese Person einfach anrufen. Oder eine WhatsApp schicken. Mit Emojis!"
Versteht mich nicht falsch. Ich schätze die Geste. Wirklich. Aber manchmal fühlt es sich an, als würde man versuchen, mit einer Dampfmaschine zum Mond zu fliegen. Süß, aber ineffizient. Und diese Briefe, die wirklich schön sein sollen? Die mit den eleganten Füllfederhaltern und dem teuren Büttenpapier? Die fühlen sich an, als müsste man sie in einem Museum ausstellen, statt sie zu lesen.
Die Qual der Wahl: Das Papier
Mal ehrlich, die Papierauswahl ist eine Wissenschaft für sich. Gibt es überhaupt jemanden, der den Unterschied zwischen "chamois" und "ivory" Papier wirklich erkennt? Und die Umschläge! Gerippt, glatt, mit oder ohne Fenster? Es ist genug, um jemanden in den Wahnsinn zu treiben! Ich würde eher einen komplizierten Algorithmus programmieren als mich für das richtige Briefpapier zu entscheiden.
Und dann ist da noch die Handschrift. Meine eigene Handschrift ist eine Katastrophe. Sie sieht aus, als hätte ein Huhn mit Tinte gefüllte Füße über das Papier laufen lassen. Ich bewundere Leute, deren Handschrift elegant und leserlich ist. Aber für mich ist es einfach nur... frustrierend. Ich tippe viel schneller und akkurater!
E-Mails: Die modernen Briefe?
Okay, ich gebe zu. E-Mails sind nicht gerade romantisch. Aber sie sind praktisch. Und schnell. Und man kann Fehler einfach korrigieren. Und man kann Anhänge hinzufügen! Bilder, Videos, sogar GIFs! Versuch das mal mit einem handgeschriebenen Brief. Viel Spaß beim Kopieren eines YouTube-Links von Hand.
Und was ist mit der Archivierung? Meine E-Mails sind alle schön geordnet in Ordnern. Ich kann alles in Sekundenschnelle finden. Meine Briefe hingegen? Die liegen irgendwo in einer Kiste auf dem Dachboden, zusammen mit alten Rechnungen und längst vergessenen Kindheitserinnerungen. Vielleicht lese ich sie eines Tages wieder. Oder auch nicht.
Die Ironie der handschriftlichen Notiz
Ich liebe irony. Erinnert ihr euch an die handschriftlichen Dankeskarten, die man nach einem Vorstellungsgespräch schreiben sollte? Ich habe immer das Gefühl, dass sie ein bisschen... aufgesetzt sind. "Vielen Dank für Ihre Zeit. Ich bin sehr an der Position interessiert." Klingt das nicht alles ein bisschen gezwungen? Ich meine, wenn ich wirklich interessiert bin, rufe ich an. Oder schicke eine E-Mail. Ich schreibe keine Karte, die dann in den Papierkorb wandert.
Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Vielleicht ist die langsame, bewusste Art, wie man einen Brief schreibt, genau das, was die Welt braucht. Eine Pause von der Hektik des digitalen Lebens. Ein Moment der Reflexion. Vielleicht sollte ich doch wieder mal einen Brief schreiben. Aber zuerst muss ich herausfinden, wo ich mein Briefpapier versteckt habe. Und meine Brille. Und vielleicht ein Wörterbuch für Synonyme, damit ich nicht immer die gleichen langweiligen Wörter benutze. Ach ja, und ich brauche jemanden, dem ich schreiben kann. Vielleicht schreibe ich Oma noch eine Dankeskarte für den letzten Geldschein.
Unpopular Opinion: Ich finde, dass E-Mails viel effizienter sind als Briefe. Und hey, man kann trotzdem seine Wertschätzung ausdrücken – mit einem cleveren GIF!
Was denkt ihr? Brief oder E-Mail? Lasst es mich wissen (in einer E-Mail natürlich! 😉)
P.S.: Wenn du mir einen Brief schreibst, sei bitte nicht beleidigt, wenn ich ihn erst in ein paar Monaten beantworte. Ich muss erst den Dachboden durchsuchen.
