F91.3 Störung Des Sozialverhaltens Mit Oppositionellem Aufsässigem Verhalten
Also, Freunde, mal ehrlich, wer von uns hatte nicht schon mal so eine Phase? Ihr wisst schon, die Zeit, in der "Nein!" das Lieblingswort war und man am liebsten mit den Augen gerollt hat, bis man fast hintenübergekippt ist. Die Phase, in der man dachte, man hätte das Weisheit mit Löffeln gefressen und die Erwachsenen sowieso keine Ahnung haben. Klingt bekannt? Tja, willkommen im Club!
Wenn "Bockigkeit" zum Dauerzustand wird
Natürlich ist es völlig normal, dass Kinder und Jugendliche mal ihren eigenen Kopf haben und gegen Regeln rebellieren. Das gehört zur Entwicklung dazu wie Pickel in der Pubertät! Aber manchmal, und jetzt kommt das kleine Wörtchen "aber", kann diese "Oppositionelle Aufsässigkeit" etwas hartnäckiger und intensiver werden. Dann reden wir vielleicht nicht mehr nur von einem pubertierenden Teenager, der sich von seinen Eltern abgrenzen will, sondern von etwas, das im Fachjargon F91.3 genannt wird: Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten. Puh, langer Name, oder?
Was bedeutet das denn genau?
Vereinfacht gesagt, bedeutet das, dass die Aufsässigkeit und der Ungehorsam nicht nur gelegentlich auftreten, sondern zum Dauerzustand geworden sind. Es ist, als ob jemand ständig den "Streit"-Knopf gedrückt hält. Diese Kinder oder Jugendlichen streiten sich oft mit Erwachsenen, weigern sich, Anweisungen zu befolgen, sind nachtragend und reizbar. Und das Ganze nicht nur zuhause, sondern auch in der Schule oder im Freundeskreis. Stell dir vor, du bist ständig im Clinch mit allen um dich herum. Ziemlich anstrengend, oder?
Ein Beispiel: Mama sagt, "Räum dein Zimmer auf!". Die normale Reaktion wäre vielleicht ein genervtes Stöhnen und dann doch irgendwann das Zimmer aufzuräumen. Bei F91.3 wäre die Reaktion eher: "Nö! Mach ich nicht! Du hast mir gar nichts zu sagen! Und überhaupt ist mein Zimmer doch total ordentlich!" Gefolgt von einer Stunde Türenknallen und Schmollen. Mal ehrlich, wer hat das nicht schon mal so ähnlich erlebt?
Kein Grund zur Panik!
Bevor jetzt alle Eltern panisch werden und ihre Kinder unter Generalverdacht stellen: Keine Sorge! Nur weil dein Kind ab und zu bockig ist, heißt das nicht, dass es gleich eine "Störung des Sozialverhaltens" hat. Es ist wichtig, das Ganze im Kontext zu sehen. Wie oft tritt das Verhalten auf? Wie stark beeinträchtigt es den Alltag? Und vor allem: Wie lange dauert es schon an?
Wenn du aber das Gefühl hast, dass die Aufsässigkeit deines Kindes über das normale Maß hinausgeht und euch als Familie stark belastet, dann ist es gut, sich professionelle Hilfe zu suchen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke! Es zeigt, dass du bereit bist, etwas zu unternehmen, um deinem Kind zu helfen.
Was kann man tun?
Es gibt verschiedene Therapieansätze, die bei F91.3 helfen können. Oftmals geht es darum, die Kommunikation innerhalb der Familie zu verbessern und neue Strategien zu erlernen, um mit Konflikten umzugehen. Auch das Kind oder der Jugendliche selbst kann lernen, seine Gefühle besser zu kontrollieren und konstruktiver mit Frustration umzugehen. Und manchmal hilft es einfach schon, wenn man sich verstanden fühlt und merkt, dass man nicht alleine ist.
Und mal ehrlich, wer von uns Erwachsenen könnte nicht auch noch ein bisschen an seiner Kommunikationsfähigkeit arbeiten? Vielleicht ist die "Störung des Sozialverhaltens" des Kindes ja auch ein Spiegelbild der eigenen Unzulänglichkeiten. Denk mal drüber nach!
Wichtig ist: Bleibt locker! Habt Geduld! Und vergesst nicht, dass auch in den bockigsten Kindern und Jugendlichen ein liebenswertes Herz schlägt. Man muss es nur manchmal ein bisschen freilegen!
Und denkt immer daran: Auch die längste Trotzphase geht irgendwann vorbei. Versprochen!
Also, Kopf hoch, durchatmen und mit einem Augenzwinkern die nächste "Ich-will-aber-nicht"-Attacke überstehen. Ihr schafft das!
