Falsch Getankt Wie Lange Fahren
Hallo ihr Lieben, eure reisefreudige Freundin Lena hier! Heute habe ich eine Geschichte für euch, die mir wirklich *peinlich* ist, aber die ich trotzdem mit euch teilen möchte, weil ich weiß, dass es vielen von euch auch passieren kann – und im Urlaub ist sowas ja besonders blöd. Es geht ums Falschtanken. Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich, Lena, die sich eigentlich ganz gut mit Autos auskennt (dachte ich zumindest!), habe es geschafft, den falschen Kraftstoff in meinen geliebten kleinen Flitzer zu kippen. Und ich erzähle euch jetzt, wie lange ich damit gefahren bin, was die Konsequenzen waren und was ihr tun solltet, wenn euch das auch passiert.
Wie es dazu kam: Ein Moment der Unachtsamkeit
Es war während meiner Roadtrip durch die Toskana. Die Sonne schien, die Zypressen flitzten an uns vorbei, ich hatte die perfekte Playlist am Laufen und war einfach nur glücklich. Wir waren gerade in einem kleinen, malerischen Dorf und ich wollte den Tank auffüllen, bevor es weiterging zu unserem nächsten Agriturismo. Die Tankstelle war klein und etwas unübersichtlich, aber ich dachte mir nichts dabei. Ich habe kurz mit meinem Freund gequatscht, welcher Wein uns wohl heute Abend erwarten würde, und schwupps – hatte ich den falschen Zapfhahn in der Hand. Diesel statt Benzin. Ein klassischer Anfängerfehler, sollte man meinen, aber eben auch mir passiert.
Ich muss zugeben, dass ich den Unterschied am Anfang *nicht* bemerkt habe. Das Auto sprang ohne Probleme an und wir fuhren los. Ich erinnere mich, dass ich kurz dachte, der Motor klingt irgendwie komisch, ein bisschen rauer als sonst, aber ich schob es auf die Hitze oder die ungewohnte Luftfeuchtigkeit. Typisch, oder? Lieber alles auf äußere Umstände schieben, als den Fehler bei sich selbst zu suchen.
Die Wahrheit kommt ans Licht: Ein Ruck und dann Stille
Wir waren vielleicht 15 Kilometer gefahren, als es passierte. Plötzlich ein Ruck, ein Stottern, und dann ging der Motor aus. Mitten auf einer Landstraße, natürlich ohne Handyempfang. Super! Mein Freund und ich blickten uns ratlos an. Ich versuchte, den Motor neu zu starten, aber es tat sich nichts. Nur ein müdes Röcheln. Dann kam mir die vage Erinnerung an den Tankvorgang in den Sinn und ich bekam ein ganz schlechtes Gefühl. Ich checkte den Tankdeckel – und da war es, die bittere Wahrheit: Diesel. Im Benzinauto. Mist!
Ich war am Boden zerstört. Nicht nur, weil unser Urlaub plötzlich in Gefahr war, sondern auch, weil ich mir Vorwürfe machte. Wie konnte mir das nur passieren? So unaufmerksam zu sein, war einfach nur dumm. Die nächsten Stunden waren geprägt von Warten, Telefonaten (sobald wir Empfang hatten) und dem Versuch, die Situation irgendwie zu retten.
Was passiert, wenn man falsch tankt und wie lange man damit fahren kann?
Die Frage, wie lange man mit dem falschen Kraftstoff fahren kann, ist natürlich super wichtig. Und die Antwort ist leider: Nicht sehr lange! Je nachdem, welcher Fehler passiert ist (Diesel in Benzin oder Benzin in Diesel), sind die Auswirkungen unterschiedlich, aber in beiden Fällen ist es schädlich für den Motor.
Diesel in Benzin
Das ist der Fehler, der mir passiert ist. Diesel hat eine ganz andere Viskosität als Benzin. Er ist viel öliger und schmiert die Zylinder nicht richtig, was zu erheblichem Verschleiß führen kann. Außerdem kann Diesel die Zündkerzen verkleben und die Einspritzanlage beschädigen. Je nachdem, wie viel Diesel im Tank ist, kann der Motor schon nach wenigen Kilometern Schaden nehmen. Bei mir waren es eben diese unglücklichen 15 Kilometer.
Benzin in Diesel
Das ist tendenziell noch schlimmer, weil Benzin die Schmierung des Dieselmotors beeinträchtigt. Dieselmotoren sind auf die Schmierung durch den Dieselkraftstoff angewiesen. Benzin kann die Einspritzpumpe beschädigen und zu irreparablen Schäden am Motor führen. Auch hier gilt: Je mehr Benzin im Tank ist, desto schneller und größer der Schaden.
Die Quintessenz ist: Wenn ihr merkt, dass ihr falsch getankt habt, solltet ihr das Auto sofort abstellen und den Motor nicht mehr starten! Jede weitere Fahrt verschlimmert das Problem.
Die Konsequenzen meines Fehlers
Nachdem wir endlich einen Abschleppwagen organisiert hatten (was in der Toskana übrigens auch kein Zuckerschlecken ist), wurde mein Auto in die nächste Werkstatt gebracht. Der Mechaniker diagnostizierte eine Verunreinigung des Kraftstoffsystems. Das bedeutete: Tank leeren, Kraftstoffleitungen spülen, Filter austauschen und Zündkerzen reinigen. Zum Glück war der Schaden noch nicht so groß, dass der Motor komplett ausgetauscht werden musste, aber es war trotzdem eine teure Angelegenheit. Und natürlich hat es unseren Zeitplan komplett durcheinandergebracht.
Wir haben zwei Tage in dem kleinen Dorf festgesessen, während mein Auto repariert wurde. Aber ehrlich gesagt, war das gar nicht so schlimm. Wir haben die Zeit genutzt, um die Gegend zu erkunden, haben leckeres Essen genossen und uns einfach mal treiben lassen. Manchmal muss man eben aus der Not eine Tugend machen.
Was tun, wenn es passiert? Meine Tipps
Damit euch nicht das Gleiche passiert wie mir, hier meine wichtigsten Tipps:
- Achtet genau auf die Beschriftung der Zapfsäulen. Klingt banal, ist aber Gold wert!
- Lasst euch nicht ablenken. Konzentriert euch auf den Tankvorgang und vermeidet Gespräche oder andere Ablenkungen.
- Wenn ihr unsicher seid, fragt nach. Lieber einmal zu viel gefragt als falsch getankt!
- Wenn ihr den Fehler bemerkt habt, startet den Motor auf keinen Fall! Ruft den Pannendienst und lasst das Auto abschleppen.
- Informiert eure Versicherung. Unter Umständen übernimmt sie die Kosten für die Reparatur.
Fazit: Aus Fehlern lernt man (und manchmal kostet es etwas)
Die Geschichte vom Falschtanken in der Toskana ist zwar peinlich, aber sie hat mir auch gezeigt, dass man aus Fehlern lernen kann. Ich bin jetzt viel aufmerksamer beim Tanken und achte penibel auf die Beschriftung. Und ich habe gelernt, dass auch unvorhergesehene Ereignisse im Urlaub zu unvergesslichen Erlebnissen werden können.
Ich hoffe, meine Geschichte hilft euch, den gleichen Fehler zu vermeiden. Und falls es doch mal passiert: Keine Panik! Bleibt ruhig, ruft den Pannendienst und macht das Beste aus der Situation. In diesem Sinne: Gute Reise und immer den richtigen Kraftstoff im Tank!
Eure Lena
