Fernuni Hagen Psychologie Klausur
Ach, die Fernuni Hagen. Ein Ort der Bildung, der Flexibilität – und der berüchtigten Klausuren. Besonders die Psychologie-Klausuren haben es in sich. Man hört Geschichten... Geschichten von Studierenden, die Nächte durchpauken, von Lerngruppen, die zu kleinen Sekten mutieren, und von Nervenzusammenbrüchen, die fast schon zum guten Ton gehören.
Aber mal ehrlich, so schlimm ist es dann doch nicht, oder? Naja, vielleicht doch ein bisschen. Stellen wir uns vor: Klausurtag. Die Luft ist zum Schneiden dick vor Anspannung. Man sieht blasse Gesichter, die angestrengt in ihre Skripte starren. Einige murmeln Formeln vor sich hin, als würden sie einen Zauberspruch aufsagen. Der Raum selbst? Eine Mischung aus Klassenzimmer-Charme und dem Gefühl, in einem Verhörraum zu sitzen.
Das Mysterium der Aufgabenstellung
Dann kommt er, der Moment der Wahrheit: Die Klausur wird ausgeteilt. Und was einem entgegenblickt, ist oft genug ein Rätsel, das selbst Sherlock Holmes ins Schwitzen bringen würde. "Erklären Sie die triarchische Theorie der Intelligenz unter Berücksichtigung der soziokulturellen Kontextfaktoren und entwickeln Sie ein eigenes Modell zur Förderung von Hochbegabung bei Kindern mit Migrationshintergrund." Äh, bitte was?
Manchmal hat man das Gefühl, die Dozenten sitzen in ihren Elfenbeintürmen und erfinden Aufgaben, nur um uns Normalsterbliche zu quälen. Aber hey, irgendwo muss ja der Spaß bleiben, oder?
Die Psychologie des Schummelns (oder der kreativen Interpretation)
Und was passiert, wenn das Wissen nicht ganz so präsent ist? Nun, dann beginnt die Stunde der Kreativität. Man beobachtet hochkonzentrierte Studierende, die angestrengt auf ihre Fingernägel starren (auf die natürlich dezent Formeln gekritzelt wurden). Andere haben "zufällig" einen Spickzettel fallen lassen, der dann natürlich niemandem gehört. Und dann gibt es noch die Meister der nonverbalen Kommunikation, die sich mit Blicken und minimalen Kopfbewegungen austauschen.
Natürlich, Schummeln ist böse (sagt man). Aber in einer Notsituation... nun ja, wer von uns ist schon ganz unschuldig? Es ist fast schon ein eigener kleiner Wettbewerb: Wer ist der kreativste Schummler?
„Ich erinnere mich an eine Klausur, da hat jemand eine komplette Seite in seine Wasserflasche geklebt. Respekt für den Einfallsreichtum, aber auch etwas beängstigend", erzählt mir Anna, eine ehemalige Fernuni-Psychologie-Studentin lachend.
Und dann gibt es natürlich die, die einfach aufgeben. Die ihren Namen drauf schreiben, ein paar nette Worte an den Dozenten richten ("Ich hab's versucht! Wirklich!") und dann seelenruhig den Raum verlassen. Auch eine Strategie, oder?
Die Lerngruppen-Saga
Apropos Strategie: Ein wichtiger Bestandteil des Fernuni-Lebens sind die Lerngruppen. Hier trifft sich alles, was Rang und Namen hat. Die Streber, die alles bis ins kleinste Detail verstanden haben. Die Paniker, die ständig das Gefühl haben, alles vergessen zu haben. Und die Pragmatiker, die einfach nur hoffen, irgendwie durchzukommen.
In den Lerngruppen wird diskutiert, gestritten, gelacht und geweint. Es werden WhatsApp-Gruppen gegründet, die 24/7 glühen. Es werden Lernzettel ausgetauscht, die so komplex sind, dass man sie erst mal selbst entziffern muss. Und es werden Freundschaften geschlossen, die ein Leben lang halten. Denn nichts schweißt mehr zusammen als die gemeinsame Angst vor einer Statistik-Klausur.
Die post-klausurale Depression (und ihre Überwindung)
Nach der Klausur kommt dann oft die Leere. Die post-klausurale Depression, wie man sie liebevoll nennt. Man liegt im Bett, starrt an die Decke und fragt sich: War das alles für die Katz? Hätte ich nicht doch noch ein Kapitel mehr lesen sollen? War die Antwort auf Frage 3 wirklich "C" oder doch eher "B"?
Aber dann kommt die Erlösung: Die Noten sind da! Und egal, ob man bestanden hat oder nicht, man hat es hinter sich gebracht. Man hat gekämpft, man hat gelitten, man hat gelernt (hoffentlich). Und man hat eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte von Angst, von Stress, von Humor und von Zusammenhalt. Eine Geschichte, die nur Fernuni-Studenten verstehen können.
Und vielleicht, ganz vielleicht, hat man sogar etwas gelernt, das über reine Fakten hinausgeht. Man hat gelernt, wie man mit Stress umgeht, wie man sich organisiert, wie man in einer Gruppe zusammenarbeitet und wie man sich selbst motiviert. Fähigkeiten, die im Leben mindestens genauso wichtig sind wie die triarchische Theorie der Intelligenz.
Also, liebe Fernuni-Psychologie-Studenten, Kopf hoch! Die nächste Klausur kommt bestimmt. Aber denkt daran: Ihr seid nicht allein. Und irgendwann, wenn ihr dann euren Abschluss in der Tasche habt, werdet ihr auf diese Zeit zurückblicken und schmunzeln. Versprochen.
