Finger Eingeschlafen Geht Nicht Weg
Herzlich willkommen! Es kann ziemlich beunruhigend sein, wenn ein Finger „einschläft“ und dieses Gefühl nicht verschwindet, besonders wenn man unterwegs ist und eigentlich die Zeit genießen möchte. Dieses Kribbeln, Taubheitsgefühl oder der Verlust des Gefühls in einem oder mehreren Fingern wird oft als „eingeschlafen“ beschrieben. Aber was, wenn dieses Gefühl einfach nicht weggeht? Keine Sorge, in diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, warum das passiert, was du selbst tun kannst und wann du dir professionelle Hilfe suchen solltest – besonders wichtig, wenn du gerade in Deutschland bist und vielleicht nicht sofort weißt, wo du dich hinwenden kannst.
Was bedeutet es, wenn ein Finger "einschläft"?
Zuerst einmal: Was passiert eigentlich, wenn ein Finger "einschläft"? Meistens wird dieses Gefühl durch eine vorübergehende Unterbrechung der Nervenfunktion verursacht. Nerven sind wie kleine Kabel, die Signale vom Gehirn zum Körper und zurück transportieren. Wenn ein Nerv eingeklemmt oder komprimiert wird, kann er diese Signale nicht mehr richtig senden, was zu Taubheit, Kribbeln (Ameisenlaufen) oder einem brennenden Gefühl führt. Stell dir vor, du knickst einen Gartenschlauch ab – das Wasser (die Nervensignale) kann nicht mehr richtig fließen.
Die häufigsten Ursachen für ein "eingeschlafenes" Gefühl in den Fingern sind:
- Druck auf einen Nerv: Langes Sitzen in einer unbequemen Position, das Schlafen auf dem Arm oder das Tragen einer schweren Tasche, die auf die Schulter drückt, können Nerven einklemmen.
- Karpaltunnelsyndrom: Dies ist eine häufige Erkrankung, bei der der Medianusnerv im Handgelenk eingeklemmt wird. Sie kann durch repetitive Bewegungen, Schwangerschaft oder andere gesundheitliche Probleme verursacht werden.
- Ulnarisnerv-Kompression (Kubitaltunnelsyndrom): Der Ulnarisnerv verläuft an der Innenseite des Ellenbogens. Wenn er eingeklemmt wird, kann dies zu Taubheit und Kribbeln im kleinen Finger und Ringfinger führen.
- Nervenschäden (Neuropathie): Dies kann durch Diabetes, bestimmte Medikamente, Infektionen oder Verletzungen verursacht werden.
- Durchblutungsstörungen: Eine schlechte Durchblutung kann ebenfalls zu Taubheit in den Fingern führen.
- Andere Ursachen: Seltenere Ursachen können Vitaminmangel (insbesondere Vitamin B12), Multiple Sklerose oder andere neurologische Erkrankungen sein.
Was du selbst tun kannst, wenn dein Finger nicht "aufwacht"
Wenn dein Finger eingeschlafen ist und das Gefühl nicht verschwindet, gibt es ein paar Dinge, die du selbst ausprobieren kannst, bevor du zum Arzt gehst:
- Bewegung: Schüttle deine Hand und deinen Arm aus. Mache Faust- und Streckübungen mit den Fingern. Bewege deinen Arm und deine Schulter, um die Durchblutung zu fördern.
- Position ändern: Wenn du in einer Position bist, die Druck auf deinen Arm oder deine Hand ausübt, ändere sie sofort. Steh auf, gehe herum und bewege dich.
- Massage: Massiere deinen Arm, dein Handgelenk und deine Finger. Konzentriere dich besonders auf Bereiche, die sich angespannt oder schmerzhaft anfühlen.
- Wärme oder Kälte: Probiere aus, ob Wärme oder Kälte das Gefühl verbessert. Ein warmes Bad oder eine kalte Kompresse können helfen, die Durchblutung zu fördern oder Entzündungen zu reduzieren.
- Überprüfe deine Haltung: Achte darauf, dass du richtig sitzt oder stehst, besonders wenn du lange am Computer arbeitest. Eine schlechte Haltung kann Nerven einklemmen.
- Handgelenkschiene: Wenn du vermutest, dass du das Karpaltunnelsyndrom hast, kann eine Handgelenkschiene, die du nachts trägst, helfen, den Nerv zu entlasten. Diese sind in Apotheken (Apotheke) und Sanitätshäusern erhältlich.
- Vermeide repetitive Bewegungen: Wenn das Gefühl durch repetitive Bewegungen verursacht wird, versuche, diese zu vermeiden oder Pausen einzulegen.
Wann du einen Arzt aufsuchen solltest (besonders wichtig in Deutschland)
In den meisten Fällen verschwindet ein "eingeschlafener" Finger von selbst. Allerdings solltest du einen Arzt aufsuchen, wenn:
- Das Taubheitsgefühl oder Kribbeln länger als ein paar Stunden anhält.
- Das Gefühl wiederholt auftritt.
- Das Taubheitsgefühl oder Kribbeln sich verschlimmert.
- Du Schmerzen in deinem Arm, Handgelenk oder Nacken hast.
- Du Schwäche in deiner Hand oder deinem Arm verspürst.
- Du Schwierigkeiten hast, Dinge zu greifen oder zu halten.
- Du andere Symptome hast, wie z.B. Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen.
- Du kürzlich eine Verletzung hattest.
- Du Diabetiker bist.
Wo du in Deutschland Hilfe findest:
Wenn du in Deutschland bist und medizinische Hilfe benötigst, hast du mehrere Möglichkeiten:
Hausarzt (Allgemeinarzt)
Dein erster Ansprechpartner sollte ein Hausarzt sein. Er kann dich untersuchen und bei Bedarf an einen Spezialisten überweisen. Um einen Hausarzt zu finden, kannst du online suchen (z.B. über Jameda oder Doctolib) oder dich bei deiner Krankenversicherung erkundigen.
Notaufnahme (Notaufnahme/Krankenhaus)
Wenn du starke Schmerzen hast oder vermutest, dass es sich um einen Notfall handelt (z.B. nach einer Verletzung), gehe in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Die Notaufnahmen sind rund um die Uhr geöffnet.
Bereitschaftsdienst (Ärztlicher Bereitschaftsdienst)
Wenn du außerhalb der regulären Sprechzeiten deines Hausarztes medizinische Hilfe benötigst, aber es kein Notfall ist, kannst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 erreichen. Sie können dir Ratschläge geben oder dich an einen Arzt in deiner Nähe vermitteln.
Apotheke (Apotheke)
Apotheken in Deutschland sind gut ausgestattet und bieten kompetente Beratung. Sie können dir bei leichteren Beschwerden helfen und dich beraten, ob du einen Arzt aufsuchen solltest. Außerdem können sie dir rezeptfreie Medikamente empfehlen, wie z.B. Schmerzmittel oder entzündungshemmende Salben.
Wichtig: Vergiss nicht deine Krankenversicherungskarte (Krankenversicherungskarte), wenn du zum Arzt gehst. Wenn du keine deutsche Krankenversicherung hast, solltest du dich vorab über die Kosten informieren.
Prävention: Wie du vermeiden kannst, dass deine Finger einschlafen
Vorbeugen ist besser als Heilen! Hier sind ein paar Tipps, wie du vermeiden kannst, dass deine Finger überhaupt erst einschlafen:
- Ergonomie am Arbeitsplatz: Achte auf eine gute Ergonomie an deinem Arbeitsplatz. Stelle deinen Stuhl, deinen Bildschirm und deine Tastatur so ein, dass du eine gute Haltung hast und deine Handgelenke nicht überlastet werden.
- Regelmäßige Pausen: Lege regelmäßig Pausen ein, wenn du lange am Computer arbeitest oder repetitive Bewegungen ausführst. Steh auf, dehne dich und bewege deine Hände und Arme.
- Vermeide Druck auf Nerven: Vermeide es, lange in Positionen zu verharren, die Druck auf deine Nerven ausüben. Trage keine schweren Taschen auf der Schulter und schlafe nicht auf deinem Arm.
- Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen ist wichtig für die Nervenfunktion. Achte besonders auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B12.
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und kann helfen, Nervenschäden vorzubeugen.
- Kontrolle bei Diabetes: Wenn du Diabetiker bist, achte auf eine gute Blutzuckereinstellung, um Nervenschäden zu vermeiden.
Fazit
Ein "eingeschlafener" Finger, der nicht weggeht, kann beunruhigend sein, ist aber in den meisten Fällen harmlos. Indem du die oben genannten Tipps befolgst und auf deinen Körper hörst, kannst du das Problem oft selbst beheben. Sollten die Beschwerden jedoch anhalten oder sich verschlimmern, zögere nicht, einen Arzt aufzusuchen – besonders wenn du dich in Deutschland befindest und unsicher bist, wo du dich hinwenden sollst. Genieße deinen Aufenthalt und sorge gut für dich!
