Finger In Tür Eingeklemmt Nagel Blau
Hallo, ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist wieder da, und dieses Mal habe ich eine Geschichte, die… naja, sagen wir mal, sie ist etwas anders als meine üblichen sonnigen Reiseberichte. Keine Sorge, alles ist gut, aber es ist eine Erinnerung, dass Reisen (und das Leben im Allgemeinen) manchmal unerwartete Wendungen nehmen kann. Und ja, es beinhaltet eine eingeklemmte Finger und einen blauen Nagel. Aber lasst uns von vorne anfangen!
Ich war gerade in Lissabon, Portugal. Eine absolut bezaubernde Stadt! Die bunten Kacheln, die sanften Hügel, die köstlichen Pastéis de Nata… ich war im siebten Himmel. Ich hatte die meiste Zeit damit verbracht, die Alfama zu erkunden, mich in den engen Gassen zu verirren und mich von dem Fado, der aus den kleinen Restaurants drang, verzaubern zu lassen. An einem besonders schönen Morgen beschloss ich, das Castelo de São Jorge zu besuchen, eine historische Burg mit atemberaubendem Blick über die Stadt.
Ich hatte ein kleines Airbnb in der Nähe des Zentrums gebucht, ein süßes Apartment mit einem winzigen Balkon. Es war perfekt für mich. Am besagten Morgen, nachdem ich meinen Kaffee getrunken und meine Kamera eingepackt hatte, war ich bereit, die Welt zu erobern. Ich öffnete die Wohnungstür (eine schwere Holztür, typisch für ältere Gebäude in Lissabon), um hinauszugehen. Und dann… *BANG!*
Autsch! Ich kann es immer noch spüren! Die Tür schlug mit voller Wucht zu, und mein Ringfinger befand sich im denkbar ungünstigsten Moment dazwischen. Ich schreie nicht schnell, aber in diesem Fall entkam mir ein lauter Schrei. Der Schmerz war unmittelbar und stechend. Ich zog meinen Finger heraus und starrte ihn an. Nun, er sah nicht gut aus. Er war schon leicht blaurot angelaufen, und der Schmerz pulsierte. Ich atmete tief durch und versuchte, die Panik zu unterdrücken.
„Okay, Claudia, du schaffst das“, murmelte ich vor mich hin. „Kein Grund zur Panik.“ Aber innerlich war ich alles andere als ruhig. Was, wenn ich mir den Finger gebrochen hatte? Ich war in einem fremden Land, sprach die Sprache nicht fließend und hatte keine Ahnung, wo ich ein Krankenhaus finden sollte. Meine Reisepläne begannen, vor meinen Augen zu zerbröseln.
Nach ein paar Minuten, in denen ich mich zusammenriss, beschloss ich, die Situation so gut wie möglich zu beurteilen. Der Finger war definitiv geschwollen und verfärbt, aber ich konnte ihn noch bewegen. Das war schon mal ein gutes Zeichen, oder? Ich beschloss, erst einmal in eine Apotheke zu gehen. Ich wusste, dass portugiesische Apotheken oft sehr kompetent sind und gute Ratschläge geben können.
Ich verließ die Wohnung (diesmal sehr vorsichtig mit der Tür!) und humpelte zur nächsten Apotheke, die ich auf Google Maps gefunden hatte. Zum Glück war sie nicht weit entfernt. Der Apotheker sprach glücklicherweise Englisch, und ich erklärte ihm mein Unglück. Er untersuchte meinen Finger vorsichtig und meinte, es sei wahrscheinlich „nur“ eine Prellung, aber eine ziemlich heftige. Er empfahl mir eine entzündungshemmende Salbe und riet mir, den Finger zu kühlen und ruhig zu halten.
„Wenn es schlimmer wird, oder wenn Sie den Finger nicht mehr bewegen können, sollten Sie ins Krankenhaus gehen“, sagte er freundlich. „Aber im Moment denke ich, dass Ruhe und Eis helfen werden.“
Ich kaufte die Salbe und ein Kühlpack und kehrte zu meiner Wohnung zurück. Der Rest des Tages sah etwas anders aus als geplant. Statt das Castelo de São Jorge zu erkunden, lag ich auf dem Sofa, kühlte meinen Finger und versuchte, mich abzulenken. Ich schaute portugiesische Filme (mit Untertiteln, natürlich!) und aß Pastéis de Nata, um mich aufzumuntern. Ich muss sagen, es hat geholfen!
Am nächsten Tag war der Schmerz etwas weniger stark, aber der Nagel wurde immer blauer. Er sah wirklich schrecklich aus! Ich war ein bisschen besorgt, aber ich beschloss, den Rat des Apothekers zu befolgen und abzuwarten. Ich versuchte, den Finger so wenig wie möglich zu belasten und trug ihn mit einem kleinen Verband. Glücklicherweise konnte ich meine Reise fortsetzen, wenn auch mit etwas eingeschränkteren Aktivitäten. Ich verzichtete auf Klettern und anstrengende Wanderungen, aber ich konnte immer noch die Stadt erkunden, Museen besuchen und köstliches Essen genießen.
Die Moral der Geschichte? Nun, es gibt mehrere: Erstens, sei vorsichtig mit schweren Holztüren in alten Lissabonner Wohnungen! Zweitens, unterschätze niemals die Kompetenz eines portugiesischen Apothekers. Und drittens, selbst wenn etwas schief geht, kann man eine Reise immer noch genießen (mit ein paar Anpassungen). Der blaue Nagel war zwar kein Highlight meines Urlaubs, aber er ist definitiv eine Geschichte, die ich erzählen kann.
Was habe ich gelernt?
Abgesehen von der offensichtlichen Lektion, vorsichtiger mit Türen umzugehen, habe ich auch ein paar andere wichtige Dinge gelernt:
Sei vorbereitet
Ich reise immer mit einer kleinen Reiseapotheke, die grundlegende Dinge wie Pflaster, Schmerzmittel und Desinfektionsmittel enthält. In diesem Fall war das sehr nützlich. Ich hatte zwar keine spezielle Salbe für Prellungen dabei, aber die Grundausstattung half mir, mich wohler zu fühlen.
Sei flexibel
Reisepläne sind nie in Stein gemeißelt. Dinge passieren. Manchmal muss man seine Pläne ändern, und das ist okay. Anstatt mich über meinen verpassten Besuch im Castelo de São Jorge zu ärgern, habe ich mich darauf konzentriert, andere Dinge zu finden, die ich genießen konnte.
Sei offen für Hilfe
Ich hätte mich in meiner Wohnung verkriechen und mich bemitleiden können, aber stattdessen suchte ich Hilfe in der Apotheke. Der Apotheker war unglaublich hilfsbereit und gab mir wertvolle Ratschläge. Manchmal ist es wichtig, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht, und sie anzunehmen.
Und was meinen blauen Nagel betrifft? Nun, er ist immer noch da. Er wird wahrscheinlich ein paar Wochen brauchen, bis er herausgewachsen ist. Aber er ist ein Erinnerung an meine Reise nach Lissabon und an die Tatsache, dass selbst die kleinsten Unfälle zu unvergesslichen Geschichten führen können.
Also, ihr Lieben, passt auf euch auf, wenn ihr reist (und wenn ihr Türen öffnet!). Und vergesst nicht, das Leben zu genießen, auch wenn es mal nicht nach Plan läuft. Bis zum nächsten Mal!
"Das Leben ist das, was passiert, während du beschäftigt bist, andere Pläne zu machen." - John Lennon
Habt ihr ähnliche Reiseerlebnisse? Teilt sie gerne in den Kommentaren! Ich freue mich, von euch zu hören!
