Firmenwagen Bei Krankheit
Okay, lasst uns ehrlich sein. Firmenwagen bei Krankheit – ein Thema, das irgendwie keiner so richtig ansprechen will, aber jeder insgeheim drüber nachdenkt. Ich hab da so eine... sagen wir mal... "interessante" Meinung dazu.
Klar, das Arbeitsrecht ist das Arbeitsrecht. Bla bla bla. Aber mal unter uns: Wenn ich mit Grippe im Bett liege und aussehe wie ein frisch geschlüpftes Alien, dann ist das Letzte, woran ich denke, mein schicker Audi A4.
Die Sache mit dem schlechten Gewissen
Da liegt er, der Firmenwagen. Unbenutzt. Ein glänzendes Symbol meiner Arbeitskraft, die gerade im Keller ist. Und ich liege hier, in Jogginghose, mit einer Tasse Tee, und fühle mich schuldig. Warum? Weil ich ihn nicht bewege! Ist das nicht absurd?
Es ist, als hätte man ein Haustier, das man nicht streicheln darf. Ein Statussymbol, das man nicht nutzen kann. Ein Auto, das einen anschreit: "Fahr mich! Bring mich zum Bäcker! Zumindest zur Apotheke!"
Aber nein. Ich bin krank. Ich darf nicht. Die Welt soll mich leiden sehen, eingewickelt in eine Decke, während mein Firmenwagen traurig in der Einfahrt steht.
Das Dilemma des Mitarbeiters
Ich bin ja kein Unmensch. Ich verstehe die Argumente. Der Wagen ist Teil meines Gehalts. Die Firma zahlt dafür. Ich sollte ihn nutzen, so viel wie möglich. Aber ehrlich? Wenn ich mich fühle, als hätte ein Elefant auf meiner Brust getanzt, dann ist mir Kilometerpauschale sowas von egal.
Und da kommt meine "unpopuläre Meinung" ins Spiel: Leute, lasst uns locker bleiben! Wenn ich krank bin, dann ist der Firmenwagen eben mal ein paar Tage ein teurer Briefbeschwerer. So what?
Ich finde, es sollte einen Krankheits-Knigge für Firmenwagen geben. Eine Art Ehrenkodex. "Du bist krank? Dein Firmenwagen hat Urlaub!"
Stellt euch vor: Kleine Hinweisschilder im Auto: "Bin gerade im Krankenstand. Bitte nicht anfassen." Oder noch besser: Ein automatisches E-Mail an den Fuhrparkmanager: "Hallo! Ich bin krank. Dein Auto parkt jetzt. Liebe Grüße, dein Fahrer."
Die Firma sieht's entspannt...oder?
Natürlich gibt es immer die Firmen, die das ganz genau nehmen. Die Trackingsysteme, die jeden gefahrenen Kilometer aufzeichnen. Die Fuhrparkmanager, die bei jedem ungenutzten Tag nervös werden.
Aber Hand aufs Herz: Glaubt wirklich jemand, dass eine Firma Konkurs geht, weil ich drei Tage meinen Firmenwagen nicht benutzt habe, weil ich mit Fieber im Bett liege?
Und mal ehrlich: Ist es nicht besser, ein paar Tage den Wagen stehen zu lassen, anstatt mit Rotznase und Hustenanfall durch die Gegend zu fahren und womöglich noch einen Unfall zu bauen? Oder, noch schlimmer, Kollegen anzustecken?
Ich sage: Gesundheit geht vor! Und wenn das bedeutet, dass mein Firmenwagen kurzzeitig zum Deko-Objekt mutiert, dann soll es so sein.
Natürlich, Missbrauch sollte nicht toleriert werden. Wer simuliert, um den Wagen für private Zwecke zu nutzen, während er eigentlich arbeiten sollte, der hat ein Problem. Aber wir reden hier ja von echter Krankheit.
Ein Plädoyer für mehr Gelassenheit
Also, liebe Chefs, Fuhrparkmanager und sonstige Entscheider: Seid gnädig! Seid nachsichtig! Seid menschlich!
Gönnt euren Mitarbeitern die Ruhe, die sie brauchen, um gesund zu werden. Und gönnt dem Firmenwagen ein paar Tage Pause. Er wird es euch danken. Und die Mitarbeiter auch.
Ich weiß, meine Meinung ist vielleicht nicht die populärste. Aber ich stehe dazu. Firmenwagen bei Krankheit? Lasst uns das entspannt sehen. Oder, wie der Rheinländer sagen würde: "Et hätt noch immer jot jejange!"
Und jetzt entschuldigt mich, ich muss mir eine weitere Tasse Tee machen. Und meinen Firmenwagen kurz ignorieren. Er versteht das.
P.S.: Vielleicht sollte man eine App entwickeln, die den Kilometerstand des Firmenwagens automatisch an den Arbeitgeber meldet, wenn der Mitarbeiter krankgemeldet ist. Mit der Option: "Der Wagen steht. Ehrlich!" Nur so eine Idee. 😉
